Therapeutische Entscheidungshilfen im Krankenhaus

Entscheidungshilfen für individuelle Therapien, verbesserte Patientensicherheit und effektive Behandlung
Der klinische Alltag im Akutbereich ist heute komplexer denn je und oft von Hektik geprägt. Mit neuen und innovativen Ideen zur Informationsdarstellung beschreitet Dräger im Bereich des klinischen Informationsmanagements neue Wege. Unsere Konzepte helfen medizinischen Spezialisten dabei, Informationslücken zu schließen und den Patienten angepasste Therapien anzubieten.
1. Medical Cockpit
- Das Medical Cockpit vereint Anzeige- und Steuerungsfunktionen auf einem einzigen
Touchscreen-Bildschirm direkt am Patientenbett.
- Informationen von Beatmungsgeräten, Vitaldaten von Patientenmonitoren oder auch
Patientenakten und Laborergebnisse aus dem Krankenhausinformationssystem werden
hier kontinuierlich zusammengeführt.
- Das System ist für die Steuerung von Alarmen, für therapeutische Einstellungen und für die
Verabreichung von Medikamenten ausgelegt.
- Ärzte profitieren davon, bequem auf alle relevanten klinischen Daten zugreifen zu können –
egal, ob am Ort der Versorgung oder an jedem anderen Standort im Krankenhaus.
2. Visualisierung der Lungenfunktion in Echtzeit
- Unsere intelligente Visualisierungssoftware übersetzt Lungenfunktionsdaten in eine visuelle
Darstellung und unterstützt damit die Bewertung des Beatmungsstatus des Patienten in
Echtzeit.
- Kombinierte Anzeigen stellen den Beatmungsstatus als anatomisches Analogon dar.
Die Interpretation komplexer Datensätze wird auf diese Weise stark vereinfacht.
- Auf diese Weise lassen sich therapeutische Maßnahmen schneller anpassen und die
Behandlung kann optimiert werden, was besonders in kritischen Situationen mit spontan
auftretenden Veränderungen relevant wird.
3. Optimierte Entscheidungsfindung dank Beatmungsmonitoring
- Mit der elektrischen Impedanztomographie ermöglichen wir regionales, kontinuierliches und
nicht-invasives Beatmungsmonitoring unmittelbar am Patientenbett.
- Das System ermöglicht die Erkennung regionaler Pathologien, wie z. B. Atelektasen und
Überblähungen, in Echtzeit direkt am Patientenbett. So kann sofort reagiert und die Beatmung
angepasst werden.
- Die Patientenvorbereitung erfolgt schnell und einfach mit Hilfe eines Elektrodengürtels, der um
die Brust des Patienten gelegt wird. Messungen können dann über längere Zeiträume hinweg
durchgeführt werden – ohne zusätzlichen Stress für den Patienten.
4. Fortschrittliche visuelle Unterstützung im Anästhesieprozess
- Drägers innovative Softwarelösungen unterstützen den Anästhesisten, indem sie die Wirkung
von Analgetika und Sedativa berechnen und visualisieren.
- Der Anästhesist überwacht das für den Patienten kalkulierte Narkoselevel und kann so
Prognosen über den kurzfristigen Verlauf stellen.
- Unsere Prozessunterstützung hilft, Unter- und Überdosierungen zu erkennen und damit zu
verhindern – auch, wenn zunächst intravenös eingeleitet und dann mit volatilen Anästhetika
fortgefahren wird.
- Die softwaregestützte Verabreichung eines anästhetischen Mittels bedeutet mehr
Patientensicherheit und Effizienz.
5. Wissensbasierte automatische Entwöhnungstechnologie für die Intensivstation
- Mit Hilfe der automatischen Entwöhnung können Ärzte von der zeitaufwändigen Überprüfung
und Anpassung der Beatmungsparameter befreit werden.
- Das automatische Entwöhnungsprotokoll überwacht relevante Beatmungsparameter und führt
automatisch Spontanatmungsversuche durch. Ist die Atemarbeit ausreichend, erhält der Arzt
sofort die Meldung, dass eine Extubation in Erwägung gezogen werden kann.
- Die Dauer der Entwöhnung, die gesamte Beatmungszeit und der Krankenhausaufenthalt
insgesamt werden deutlich verkürzt.
- Diese Verbesserungen des Behandlungsprozesses tragen zu geringeren Infektionsraten bei
und können den Heilungsprozess beschleunigen.