11. Mai 2009
Die Flammen im Blick
Video-Flammenmelder Dräger Flame 5000 auf der Achema
Lübeck – Ein Gerät zur optischen Branderkennung präsentiert Dräger auf der Achema 2009 in Frankfurt: den Video-Flammenmelder Dräger Flame 5000. Der Detektor analysiert sein eigenes Videosignal mittels eines Signalalgorithmus. Dieser beurteilt – ähnlich dem menschlichen Auge – die Bewegungen und Umrisse der Flammen und erkennt somit die typischen Merkmale eines Feuers. Fehlalarme sind so gut wie ausgeschlossen.
Während klassische Branddetektoren mit IR-/UV-Technologie arbeiten, nutzt der Flame 5000 Videotechnologie. Ausgestattet mit einer Linse, „beobachtet“ der Detektor die Szenerie. Sobald er etwas Ungewöhnliches entdeckt, analysiert der im Gerät integrierte Signalalgorithmus den fraglichen Bereich – und gibt Alarm, wenn charakteristische Flammenbewegungen und -umrisse vorhanden sind.
Intelligente Technik zur Vermeidung von Fehlalarmen
Durch diese Technologie gelingt es, eine Reihe von herkömmlichen Störgrößen auszuschalten, die bei Nutzung anderer Sensoren einen Fehlalarm auslösen könnten, beispielsweise Blitze, Lichtreflexionen oder Wärmestrahlungen. Der Detektor führt zudem selbständig einen Optiktest durch: Er erkennt, ob sein Sichtfenster verschmutzt oder beeinträchtigt ist. Eine solche Störung zeigt er direkt am Gerät an und sendet über eine Relaisschaltung ein Signal an das vorhandene Brandmelde- oder Gaswarnsystem.
Schneller Überblick durch Videodarstellung
Der Dräger Flame 5000 arbeitet autark. So ist beispielsweise keine zusätzliche Software nötig, die das Videosignal auswertet, da diese bereits im Gerät enthalten ist. Über eine PAL- oder NTSC-Schnittstelle kann das empfangene Videosignal auch live auf einem Monitor dargestellt werden. Dies ermöglicht dem Anwender, sich selbst ein Bild von der Situation zu verschaffen und im Alarmfall schneller zu reagieren. Dadurch lässt sich vielfach vermeiden, dass ein Mitarbeiter sich in eine potenziell gefährliche Situation begeben muss.
Vielfältig und weltweit einsetzbar
Feuer von einem Quadratmeter Größe etwa 10 kW Leistung erkennt der Flame 5000 in der Regel noch in einem Abstand von 44 Metern. Damit erreicht der Überwachungsbereich des Video-Flammenmelders etwa das Doppelte herkömmlicher IV/UR-Sensoren. Der Detektor ist sowohl mit einem Edelstahl- als auch mit einem Aluminium-Gehäuse erhältlich. Wegen seiner robusten Bauweise ist das Gerät auch für explosible Umgebungen zugelassen. Durch die Videotechnik ist es zudem möglich, abgeschlossene Bereiche mit extremen Temperaturen zu überwachen: Der Detektor kann von außerhalb durch eine Plexiglasscheibe den Bereich einsehen, ohne dass er selbst den außerordentlichen Bedingungen ausgesetzt ist.
Der Dräger Flame 5000 ist als Einzelgerät einsetzbar, kann aber ebenso in ein Kontrollsystem oder eine Brandmeldeanlage integriert werden. Dafür ist der Detektor mit einem 0-20-mA-Ausgang und Relaisausgängen ausgestattet. Eine integrierte Speicherkarte zeichnet für Analysezwecke Algorithmussequenzen vor und nach jedem Alarm auf.