19. Juni 2010

Heinrich Dräger-Preis für Intensivmedizin verliehen

Forschungsprojekt zu akutem Lungenversagen prämiert

Lübeck – Anlässlich des Deutschen Anästhesiekongresses (DAC) 2010 in Nürnberg wurde zum sechsten Mal der mit 10.000 Euro dotierte Heinrich Dräger-Preis für Intensivmedizin vergeben. Diesjährige Preisträgerin ist Dr. Valbona Mirakaj, Klinik für Anaesthesiologie und Intensivmedizin, Zentrum für Medizinische Forschung, Universitätsklinikum Tübingen. Ihr Forschungsprojekt mit dem Titel „Netrin-1 dampens Pulmonary Inflammation during Acute Lung Injury“1 überzeugte die Jury. Gestiftet wurde der Preis von Dräger, einem internationalen Unternehmen für Medizin- und Sicherheitstechnik.



Die 36-jährige Preisträgerin untersuchte, ob biologische Mechanismen, die während des neuronalen Wachstums wichtig sind, auch entscheidend an der Kontrolle einer Entzündungsreaktion beim akuten Lungenversagen beteiligt sind – und das Ausmaß dieses Krankheitsbildes beeinflussen. Die in-vitro- und invivo- Ergebnisse zeigen, dass das endogene Protein Netrin-1 während eines akuten Lungenversagens reprimiert wird und so die Entzündungsreaktion verstärkt. Die exogene Zufuhr von Netrin-1 dagegen kann einen Lungenschaden reduzieren.


"Die prämierte Arbeit hat dazu beigetragen, ein besseres Verständnis für das akute Lungenversagen zu gewinnen und weitere Potenziale für dessen Therapie zu erschließen", kommentiert Professor Schüttler die Ergebnisse des ausgezeichneten Forschungsprojektes bei der Übergabe des Preises am 19. Juni. „Mit dem Heinrich Dräger-Preis für Intensivmedizin möchten wir diese bedeutsame wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Intensivmedizin würdigen“, so Stefan Dräger.

Heinrich Dräger-Preis für Intensivmedizin

Gestiftet wird der Heinrich Dräger-Preis für Intensivmedizin in Höhe von insgesamt 10.000 Euro für herausragende Arbeiten und Projekte auf dem Gebiet der Intensivmedizin. Die Namensgebung des Preises geht zurück auf den Firmengründer des Drägerwerks, Heinrich Dräger. Mit ihm begann 1889 die Erfolgsgeschichte des Konzerns. Es waren vor allem sein Erfindergeist und seine Kundenorientierung, die die mittlerweile 120-jährige Firmengeschichte noch heute prägen.