18. November 2009
Aktuelle NIV-Studie: Gesichts- und Nasalmaske kombinieren
Eine Nasalmaske wie die neue ClassicStar kann den
Patientenkomfort bei nicht-invasiver Beatmung (NIV) verbessern
Lübeck – Die NIV-Therapie hat mittlerweile einen festen Platz in der
mechanischen Beatmung von Patienten mit akuter respiratorischer
Insuffizienz. Studienaussagen belegen, dass die klassische
Gesichtsmaske oft die erste Wahl in der initialen NIV-Therapie ist. Nach
24 bis 48-stündiger nicht-invasiver Beatmung kann bei stabilen
Patienten jedoch ein Wechsel auf die Nasalmaske sinnvoll sein und den
Komfort der Therapie verbessern1. Mit wahlweise belüfteten oder nichtbelüfteten
ClassicStar Nasalmasken bietet Dräger jetzt Krankenhäusern
ein komplettes NIV-Maskenportfolio an.
Grundsätzlich hat die Nasalmaske im Vergleich zur Gesichtsmaske nicht nur
den Vorteil, dass sie eine mögliche Expektoration in den Maskenkörper und
dadurch in die Atemwege des Patienten verhindert. Darüber hinaus ermöglicht
sie beispielsweise auch das Sprechen2. Kurzum: Der Patienten erhält mehr
Freiheit. In einer prospektiven, randomisierten und kontrollierten klinischen
Studie wurde der Therapieverlauf bei nicht-invasiver Beatmung mit einer
Gesichts- und alternativ mit einer Nasalmaske untersucht. An der Studie
nahmen zwei Patientengruppen von insgesamt 90 Probanden mit
hyperkapnischer akuter respiratorischer Insuffizienz teil1. Nach Auswertung der
Untersuchungsergebnisse lautete die Empfehlung: Die Gesichtsmaske eignet
sich für den Einsatz in der initialen nicht-invasiven Beatmungsphase um
insbesondere eine mögliche orale Leckage zu vermeiden. Ist der Zustand des
Patienten nach 24 bis 48 Stunden stabil, kann der Einsatz einer Nasalmaske
eine gute Alternative sein. Dadurch lassen sich Nebenerscheinungen wie
Haut-, Ohren- und Halsprobleme, die bei längerem Tragen von
Gesichtsmasken beobachtet wurden, reduzieren und somit der Komfort für
den Patienten verbessern. Ein weiteres Resultat der Studie: In der
erfolgreichen Behandlung der hyperkapnischen aktuen respiratorischen
Insuffizienz kann die Nasalmaske – bei Ausbleiben größerer Leckagen –
genauso effektiv sein wie eine Gesichtsmaske.
Optimale Anpassung durch flexiblen Luftkissenkörper
Bei der Entwicklung der neuen Einweg-Nasalmasken ClassicStar von Dräger
wurde Wert darauf gelegt, Hautirritationen und Druckstellen möglichst zu
minimieren. Ein mittels Pumpball auf- und abpumpbares Maskenkissen
ermöglicht das individuelle Anpassen der Maske an die jeweilige
Gesichtskontur. Das regulierbare Maskenkissen zusammen mit der individuell
anpassbaren Stirnstütze und Stirnpolster unterstützt zugleich eine bessere
Abdichtung und mehr Tragekomfort. Drei Größen stehen zur Auswahl. Mit
Hilfe einer separaten Dräger-Größenschablone können zunächst Nasenlänge
und -breite des Patienten ermittelt werden, um so die passende
Beatmungsmaske auswählen zu können. Die ClassicStar NIV Nasalmaske
gibt es als nicht-belüftetes Produkt für Beatmungsgeräte mit aktivem
Ausatemsystem. Alternativ gibt es eine belüftete Version für Beatmungsgeräte
mit kontinuierlich positivem Atemwegsdruck ohne aktives Ausatemsystem.
- Girault, Christophe, et al.: Interface Strategy during noninvasive positive pressure
ventilation for hypercapnic acute respiratory failure, in: Crit Care Med., 2009, 37(1): 124-
131
- Pravinkumar, S. Egbert: A face that matters in distress: Interface selection for acute
noninvasive ventilation, in: Crit Care Med 2009; 37(1):344-346