28. August 2009

Nicht-invasive Medizintechnik von Dräger setzt Maßstäbe im Markt

Lübeck – Dräger entwickelt seit 120 Jahren Technik für das Leben. Dabei haben von Beginn an Innovationen den Erfolg des Lübecker Unternehmens bestimmt: Mit Erfindungen wie dem Pulmotor zur zeitgesteuerten Wechseldruckbeatmung oder der Evita-Serie zur patientenadaptierten Beatmung setzte Dräger Meilensteine. Seine Kompetenz im Bereich der nicht-invasiven Medizintechnik bündelt Dräger nun auf der Internetseite www.draeger.com/nicht-invasiv. Hier bietet das Unternehmen umfangreiche Hintergrundinformationen, Case Studies und Neuigkeiten zur Anwendung nicht-invasiver Verfahren.

Darüber hinaus stellt Dräger dort sein umfangreiches Portfolio innovativer Geräte für die nicht-invasive Diagnostik und Therapie samt Zubehör vor. Dazu gehören Lösungen für die Beatmung, das Monitoring und Screening entlang des gesamten Patientenpfads im Krankenhaus: von der Notfallmedizin über den Anästhesie-Bereich, die Intensivmedizin bis hin zur Neonatologie. Nicht-invasive Verfahren können, wann immer ihr Einsatz medizinisch sinnvoll ist, das Patientenwohlbefinden steigern3,8 sowie Komplikationen während der Behandlung vermeiden9. Dadurch wird ein schneller und reibungsloser Heilungsprozess begünstigt, der Belegzeiten verkürzen 5,8,9 und damit die Wirtschaftlichkeit von Kliniken positiv beeinflussen kann3,11,14.

Patienten dürfen aufatmen

Nahezu alle Beatmungsgeräte aus dem Hause Dräger verfügen über die Option der nicht-invasiven Beatmung. Diese Methode kann das Risiko nosokomialer Infekte verringern6, ist für den Patienten wesentlich angenehmer als die invasive Beatmung3,6,8 und hilft zugleich, Kosten zu sparen3,11,14. Mit seinen Multifunktions-Beatmungsgeräten der Evita-Serie und Savina bietet Dräger sämtliche Beatmungsmodi sowohl bei der nicht-invasiven als auch bei der konventionellen invasiven Beatmung an1,2,4,7,13. Ärzten stehen somit noch mehr therapeutische Optionen für den gesamten Beatmungsprozess zur Verfügung.
Darüber hinaus kommt die nicht-invasive Beatmung auch dem persönlichen Wohlbefinden des Patienten zugute, da die Intubation entfällt und die Beatmung stattdessen über Masken oder Nasenprongs – sogenannte Patienten-Interfaces – erfolgt. Mit NovaStar bietet Dräger eine Ganzgesichtsmaske für die Beatmung an, die sich durch einen flexiblen Maskenkörper an die Gesichtsform des Patienten anpassen lässt. Das NovaStar Gelkissen ist für den Patienten sehr komfortabel speziell bei notwendiger Langzeitbeatmung.

Jederzeit den Wert im Blick

Moderne nicht-invasive Monitoring-Lösungen von Dräger ermöglichen die kontinuierliche Überwachung lebenswichtiger Parameter wie beispielsweise des arteriellen Blutdrucks. Diese Methode liefert schnellere Ergebnisse10 als die invasive arterielle Messung und darf zudem auch von Pflegekräften angewendet werden. Durch den Infinity CNAP SmartPod ist kontinuierliches nicht-invasives Blutdruck-Monitoring zudem in das Monitoring von Dräger integriert.

Sofort erkennen, was nicht sichtbar ist

Nicht-invasive Screeningverfahren können Verdachtsmomente schnell und kostengünstig erhärten oder ausschließen und so eine aufwendige Laboranalyse des Blutes überflüssig machen12. So stellt beispielsweise die nicht-invasive Messung des transkutanen Bilirubinwertes (TcB) bei Säuglingen mit dem Dräger Jaundice Meter JM-103 eine sanfte und akkurate12 Alternative zum herkömmlichen Ikterus-Messverfahren dar. Dadurch kann die Notwendigkeit schmerzhafter Blutentnahmen bei Säuglingen um bis zu 40 Prozent reduziert werden12 Auch im Bereich der Alkohol- und Drogentestmessung bietet Dräger nicht-invasive Geräte an, die rasch Aufschluss darüber geben, ob und welche Substanzen ein Patient beispielsweise vor Einlieferung in die Notaufnahme konsumiert hat.

Literatur

1Bott, J. et al; A randomized study of nasal intermittend positive pressure ventilation in acute exacerbations of chronic obstructive airways disease, Lancet, Vol. 341, 1993

2Brochard, L. et al; Reversal of actue exacerbations of chronic lung disease by inspiratory assistance with a face mask, New England Journal of Medicine, Vol. 323, 1990

3Bülow HH, Thorsager B, Hoejberg JM. Experiences from introducing non-invasive ventilation in the intensive care unit: a 2-year prospective consecutive cohort study. Acta Anaesthesiol Scand 2007; 51: 165-170

4Elliot, M.W. et al; Non-invasive mechanical ventilation for acute respiratory failure, British Medicine Journal, Vol. 300, 1990.

5Ferrer et al. Non-invasive Ventilation during Persistent Weaning Failure. Am. J. Respir. Crit. Care Med. 2003; Vol. 168, No. 1: 70–76.

6Kuhlen R. „NIV erfordert ein anderes Patienten-Management“. Drägerheft 2008: 15.

7Meduri, G.U. et al; Noninvasive face mask mechanical ventilation in patients with acute hypercapnic respiratory failure, CHEST, Vol. 100, 1991

8Nava S. „Offen sein für nicht-invasive Beatmung“. C.A.R.E. 2006; 1

9Ram FSF, Picot J, Lightowler J, Wedzicha JA. Non-invasive positive pressure ventilation for treatment of respiratory failure due to exacerbations of chronic obstructive pulmonary disease. The Cochrane Database of Systematic Reviews 2004, Issue 3.

10Sackl-Pietsch, Elisabeth CNAP™ (Continuous non-invasive arterial pressure) shows high accuracy in comparison to invasive intra-arterial blood pressure measurement. CNSystems/Dräger-Whitepaper 2008

11Schönhofer, B.: Nicht-invasive Beatmung - Grundlagen und moderne Praxis, UNI-MED, Bremen, 2006

12Suwimol Sanpavat MD, Issarang Nuchprayoon, MD, PhD: J Med Assoc Thai Vol. 90 No. 9 2007 „Transcutaneous Bilirubin in the Pre-Term Infants“

13Tobin, Martin J.: Principles and Practise of Mechanical ventilation, Mc Graw Hill, 1994

14Warren 2003: Warren DK et al. Crit Care Med 2003