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Das Jahr 2007 – für Dräger ein doppeltes Jubiläumsjahr
Seit 100 Jahren: Innovationen in der Beatmung und Präsenz in den USA
Im Oktober 1907 erhielt der Firmengründer Johann Heinrich Dräger das Patent für den Pulmotor, das erste mobile Kurzzeit-Beatmungsgerät. Gleichzeitig war dies die Geburtsstunde der beatmungstechnologischen Entwicklung bei Dräger. Einfach und zuverlässig im Aufbau wurde die in einem Holzkasten zu transportierende Apparatur in Deutschland schnell zur Standardausrüstung von Rettungsdiensten.
Alles begann damit, dass Johann Heinrich Dräger Anfang des 20. Jahrhunderts während eines Aufenthaltes in England Zeuge wurde, wie man einen jungen Mann aus der Themse barg und manuell wiederbelebte – wie damals üblich nach der Sylvester-Schäffer-Methode. Noch in London entstanden die ersten Konstruktionsskizzen. Zurück in Lübeck machte er sich daran, eine technische Lösung für eine Wiederbelebungsmaschine zu entwickeln. Nach einigen weiteren Modifikationen entstand „Dräger´s Pulmotor, die erste Automatische Sauerstoff-Wiederbelebungsmaschine für künstliche Atmung“, hergestellt in der damals so genannten Fabrik und Konstruktionsanstalt für Sauerstoff-Apparate, dem Drägerwerk, Lübeck. In seinen Lebenserinnerungen spricht Johann Heinrich Dräger davon, dass „durch den Pulmotor bis zum 1. März 1917 weit über 1.000 amtlich beglaubigte Wiederbelebungen ermöglicht wurden“.
Erfolgreiche Wiederbelebungsversuche mit Sauerstoff von beispielsweise kohlenmonoxidvergifteten Bergleuten dokumentierten den Erfolg des Gerätes schon kurz nach seiner Markteinführung im Jahr 1908 – den Skeptikern der Überdruckbeatmung zum Trotz. So startete Dräger die erste Serienproduktion und schon damals verbuchte man große Erfolge auch in den USA. Dort war ebenfalls im Jahre 1907 die erste Dräger-Niederlassung auf amerikanischem Boden gegründet worden: am Broadway Nr. 11 in New York City; schon kurz darauf wird die Firma nach Pittsburgh PA verlegt und Draeger Oxygen Apparatus Company genannt. Internationalität und Innovationsfähigkeit haben bei Dräger eine lange Tradition.
In den USA wurden insbesondere Rettungsteams der Bergbaugesellschaften (Grubenwehren) und Feuerwehren mit dem Beatmungsgerät Pulmotor ausgestattet und begründeten mit den Dräger-Atemschutzgeräten das legendäre Dräger-Image in Nordamerika: Draegermen nennt man noch heute die mit Dräger-Geräten ausgestatteten Grubenrettungswehren.
1978 löste die noch heute existente Produktfamilie Oxylog den erfolgreichen Pulmotor ab. In den 50er Jahren kam nach den ersten Anwendungen mit der Eisernen Lunge die Langzeitbeatmung mit Überdruck auf. Heute erfolgt diese durch die Intensivbeatmungsgeräte der Evita-Familie. Allen gemeinsam ist der technisch konzeptionelle Ansatz, wie er im Pulmotor realisiert wurde. Aber nicht nur in der Notfall- und Langzeitbeatmung, sondern auch in der Anästhesie und der häuslichen Beatmung, findet sich dieser, im Laufe der Jahre immer weiter entwickelte Ansatz aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts, wieder.

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Drägerwerk AG & Co. KGaA, 2007      

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