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Mai 2007
Geschäftsentwicklung des Dräger-Konzerns im 1. Quartal 2007
  • Höherer Anteil an Dräger Medical AG & Co. KG (75%)
  • Erneut starke Safety
  • Optimistischer Ausblick für das laufende Geschäftsjahr
Lübeck, 8. Mai 2007 – Der Dräger-Konzern, Lübeck, ein international führender Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern, zeigte sich in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2007 in einer guten Verfassung. Besonders erfolgreich verlief das Geschäft des Unternehmensbereichs Safety. Im Unternehmensbereich Medical ist der Geschäftsverlauf stabil; der Quartalsvergleich ist durch das Vorjahr mit einigen Großprojekten beeinflusst.
Durch den Erwerb eines 10 %-Anteils an der Dräger Medical AG & Co. KG am 28. Februar 2007 von Siemens wurde der Anteil der Drägerwerk AG an dieser Gesellschaft von 65 Prozent auf 75 Prozent erhöht. Der Kaufpreis von 110 Mio EUR wurde im Wesentlichen durch Schuldscheindarlehen über 100 Mio EUR finanziert.
Auftragseingang und Umsatz auf Vorjahresniveau
Der Auftragseingang und der Umsatz haben die hohen Werte des Vorjahres gehalten. Der Auftragseingang liegt mit 444,9 Mio EUR um 1,6 % unter dem Vorjahreswert von 452,2 Mio EUR, der Umsatz hat mit 392,5 Mio EUR den Quartalsumsatz des Vorjahres um 1,9 % übertroffen. Die Veränderung der Wechselkurse, insbesondere die Entwicklung des US-Dollar-Kurses, hat die aktuellen Werte um ca. 3 % gegenüber den Vergleichswerten belastet. Während der Umsatz bei beiden Unternehmensbereichen leicht positiv war – Medical +0,7 %, Safety +3,0 % – konnte beim Auftragseingang der Unternehmensbereich Safety einen besonders guten Zuwachs von 11,8 % erreichen, im Unternehmensbereich Medical lag der Auftragseingang vor Währungsbereinigung um 9,2 % unter dem Wert des Vorjahres, der allerdings durch Projektaufträge einen außergewöhnlich hohen Wert erreicht hatte. Dies machte sich im Auftragseingang des Dräger-Konzerns insbesondere in Europa außerhalb Deutschlands mit einem Rückgang (-7,7 %) bemerkbar. Die anderen Märkte, Deutschland (-0,4 %), Amerika (-0,7 %) und Asien-Pazifik (-3,9 %), waren leicht negativ, dies wurde aber durch Wachstum in den sonstigen Ländern bei einer Zunahme um 38,7 % mehr als ausgeglichen.
Auch die Umsätze waren in Deutschland (-1,3 %), dem übrigen Europa (-2,7 %) und Asien-Pazifik (-3,6 %) leicht unter den Vorjahreswerten. Hier entwickelten sich aber Amerika (+12,7 %) und auch die sonstigen Länder (+17,3 %) positiv.
Operatives Ergebnis noch unter Vorjahr
Durch den im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres geringeren Umsatzanstieg liegt auch das EBIT mit 17,4 Mio EUR um 3,1 Mio unter Vorjahr (Q1 2006: 20,5 Mio EUR). Die verbesserte Bruttomarge im Konzern hat den Anstieg der eher linear als umsatzabhängig verlaufenden Funktionskosten, insbesondere im Bereich Marketing und Vertrieb um 4,8 % auf 118,2 Mio EUR, weitgehend kompensiert.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 29,6 Mio EUR liegen im ersten Quartal bei einer Quote von 7,5 % des Umsatzes (Vorjahr: 7,4 %). Das Zinsergebnis hat sich durch Verbesserung der Zinserträge aus den Anlagen bei konstanten Zinsaufwendungen erhöht. Der Steueraufwand ist im Wesentlichen aufgrund des gesunkenen Ergebnisses zurückgegangen. Infolge der Übernahme des 10 %-Anteils an der Dräger Medical AG & Co. KG ist das Ergebnis je Vorzugsaktie von 0,37 EUR im Vorjahr auf 0,40 EUR im 1. Quartal 2007 gestiegen.
Konzern-Kennzahlen für Q1/2007
  Q1/2007 Q1/2006 Veränderung
Auftragseingang 444,9 Mio € 452,2 Mio € -1,6 %
Umsatz 392,5 Mio € 385,3 Mio € +1,9 %
EBIT 17,4 Mio € 20,5 Mio € -15,1 %
EBIT-Marge 4,4 % 5,3 %  
Jahresüberschuss 6,5 Mio € 7,4 Mio € -12,2 %
Mitarbeiter per 31.03. 10.069 9.761 +3,2 %
Unternehmensbereich Medical
  • Auftragseingang geringer als im ungewöhnlich starken Vorjahreszeitraum
  • Stabile Umsatzentwicklung
  • EBIT des ersten Quartals noch unter Vorjahr
Der Auftragseingang des Unternehmensbereichs Medical blieb mit 275,7 Mio EUR um 9,2 % hinter dem Vorjahreswert zurück, da dieser durch den Eingang von Projektaufträgen außergewöhnlich hoch war. Der Umsatz stieg dagegen um 0,7 % auf 260,0 Mio EUR. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz sind durch Wechselkursänderungen in Höhe von 2,5 % bzw. 3,2 % belastet. Kursbereinigt wäre der Umsatz um 3,9 % angestiegen.
Der Auftragseingang war rückläufig in Deutschland (unveränderte Zurückhaltung bei Investitionen), Europa ohne Deutschland (hohe Projektaufträge im Vergleichszeitraum des Vorjahres), Amerika (Projekte in Lateinamerika im Vergleichszeitraum des Vorjahres und Währungskurs) und Asien-Pazifik (Gesundheitspolitik in China). Die ›sonstigen Länder‹, u. a. der Mittlere Osten und Afrika verzeichnen ein Wachstum im Auftragseingang. Der Umsatzanstieg in den ›sonstigen Ländern‹ und Amerika konnte den Rückgang in den anderen Regionen und die währungskursbedingte Umsatzminderung ausgleichen.
Im ersten Quartal lag das EBIT mit 8,5 Mio EUR unter dem Vorjahreswert von 12,9 Mio EUR. Zwar erreichten Bruttomarge und Bruttoergebnis fast den Vorjahreswert, der Anstieg der eher linear als umsatzabhängig verlaufenden Funktionskosten um insgesamt 3,4 Mio EUR belastete jedoch das EBIT. Durch Verbesserung des Zinsergebnisses und einen bei niedrigerem Ergebnis reduzierten Steueraufwand erreicht der Jahresüberschuss des Unternehmensbereichs Medical 6,2 Mio EUR. Die konsequente Fortführung der Innovationsoffensive spiegelte sich in weiterhin hohem Aufwand für Forschung und Entwicklung in Höhe von 22,9 Mio EUR wider, das sind 8,8 % vom Umsatz des ersten Quartals (Vorjahr 8,1 %).
Unternehmensbereich Safety
  • Wachstum in allen Regionen
  • EBIT stieg überproportional
Das EBIT des Unternehmensbereichs Safety erreichte im ersten Quartal 2007 12,3 Mio EUR (Q1 2006: 10,9 Mio EUR.), das heißt ein Plus von 12,8 %. Die EBIT-Marge betrug im ersten Quartal 2007 8,9 % (Q1 2006: 8,1 %). Der weltweite Umsatz stieg in den ersten drei Monaten 2007 um 3,0 % (währungsbereinigt 5,5 %) auf 138,9 Mio EUR. Dieses Wachstum wurde weiterhin in allen Produktbereichen durch das Breitengeschäft getragen. Der Auftragseingang in Höhe von 174,9 Mio EUR lag um 11,8 % (währungsbereinigt 14,6 %) über dem Vorjahreswert (156,4 Mio EUR).
Alle Regionen haben im Basisgeschäft zu diesem Wachstum beigetragen. In Deutschland stieg der Auftragseingang im ersten Quartal 2007 um 10,0 % auf 48,5 Mio EUR. Aufgrund der starken Marktpräsenz konnte der Umsatz trotz der angespannten Finanzsituation und der daraus resultierenden Zurückhaltung der öffentlichen Haushalte sowie eines verschärften Wettbewerbs gehalten werden. In dieser Region waren vor allem Atemschutzausrüstungen und Brandübungsanlagen für Feuerwehren sowie Trainingsanlagen für die Industrie wichtige Umsatzbringer. In Europa – ohne Deutschland – hat der Unternehmensbereich Safety sein Geschäft weiter verbessert und die Marktanteile von Dräger gefestigt. Insgesamt konnte ein Auftragseingangswachstum von 7,5 % realisiert werden. Eine starke Nachfrage nach Atemschutz- und Gasmessgeräten sorgte für eine insgesamt positive Entwicklung in Europa.
Weiterhin positiv entwickelte sich das Geschäft in der Region Amerika. Der Zuwachs im Umsatz betrug dort währungsbereinigt 11,8 %. Der Umsatz in der Region Asien-Pazifik lag währungsbereinigt 18,1 % über dem Vorjahr. Im Breitengeschäft hat der Unternehmensbereich Safety in dieser Region die Marktposition von Dräger trotz Kostendrucks bei unseren Kunden ausgebaut.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 4,8 % vom Umsatz oder 6,6 Mio EUR (Vorjahr 5,2 %). Sie flossen hauptsächlich in Produkt-Neuentwicklungen. Weiterhin positiv entwickelten sich die beiden neuen strategischen Geschäftsfelder Solutions und Compliance.
Ausblick – Gut gewappnet für die Zukunft und weiteres Wachstum im Visier
Der Dräger-Konzern hat unverändert das Ziel, seine positive Ertrags- und Umsatzentwicklung auch im Jahr 2007 fortzusetzen, so der Vorstandsvorsitzende Stefan Dräger. Vor dem Hintergrund der erwähnten Einflüsse entspricht der Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2007 den Erwartungen. Beide Unternehmensbereiche, Medial und Safety, befinden sich weiterhin in einer starken Position im Weltmarkt im klinischen Akutbereich bzw. im Gefahrenmanagement. Im Fokus 2007 steht die Verbesserung der Zusammenarbeit im Konzern mit dem Ziel der verstärkten Ausrichtung der Organisation auf die Bedürfnisse des Kunden, der Nutzung von Skaleneffekten und einer Stärkung der Marke Dräger zur Steigerung des Unternehmenswertes. Ein weiterer Schwerpunkt 2007 ist die Optimierung des Capital Employed durch ein konzernübergreifendes Programm und entsprechende Maßnahmen. In Verbindung mit dem geplanten Formwechsel in eine KGaA werden somit die notwendigen Spielräume in der Finanzierung geschaffen, um den Fortbestand des Unternehmens und weiteres gesundes Wachstum zu ermöglichen.


Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Dräger-Konzerns, die nicht garantiert werden, da sie auf Annahmen und Schätzungen beruhen, die gewisse Risiken und Unsicherheiten beinhalten.

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Drägerwerk AG & Co. KGaA, 2007      

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