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Medical Air Guard
Das Dräger Medical Air Guard ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Reinheit der im Krankenhaus produzierten medizinischen Druckluft gemäß den Grenzwerten des Europäischen Arzneibuches (Pharmacopoeia). Seit der Neufassung der Pharmacopoeia im April 2000 ist die Luft zur medizinischen Anwendung ein Arzneimittel und es liegt in der Verantwortung des zuständigen Apothekers, dass die Druckluft-Qualität den gesetzlichen Anforderungen genügt.

Die Pharmacopoeia schreibt Grenzwerte für die Belastung mit CO2 (500 ppm), CO (5 ppm), SO2 (1 ppm), NOX (5 ppm) und Wasserdampf (67 ppm) fest. Mit behördlicher Genehmigung kann der Wasserdampfwert auch bis zu 870 ppm betragen.
Die bisher übliche sporadische Überprüfung mit Hilfe von Prüfröhrchen ist eine zuverlässige Methode, erlaubt aber keine Aussage über kurzzeitig eingebrachte Schadstoffe. Das Dräger Medical Air Guard ermöglicht mit Hilfe von elektronisch ausgewerteten Sensoren eine lückenlose Überwachung der Druckluftqualität. Dazu wird aus dem Druckluftsystem ein exakt dosierter Prüf-Luftstrom entnommen und kontinuierlich auf seine Schadstoffbelastung überwacht.
Für die Messung des Taupunktes wird ein spezieller Keramiksensor verwendet, der die exakte Messung sehr tiefer Taupunkte, wie sie z.B. mit Adsorptionstrocknern erreicht werden, eingesetzt.
Bei Überschreitung eines Grenzwertes wird automatisch ein Alarm erzeugt.
Dieser Alarm kann über potenzialfreie Kontakte abgerufen werden oder direkt im Dräger Alarm Management System weiterverarbeitet werden. Damit ist sowohl die direkte Anzeige der Alarme auf einem Notfallsignal möglich, als auch die Weiterleitung z.B. an eine zentrale Leitwarte. Optional kann oberhalb der Grenzwerte der Pharmacopoeia ein zusätzlicher individueller Alarmwert überwacht und angezeigt werden.
Auch die Messwerte selbst können von einer Leitwarte oder einem optional erhältlichen Datenlogger gesammelt und damit lückenlos dokumentiert werden. Für die Prüfung der Belastung der medizinischen Druckluft mit Öl oder Bakterien, die nicht kontinuierlich durchgeführt werden, ist im Medical Air Guard zusätzlich eine Druckluft-Entnahmestelle integriert. Alle Module des Medical Air Guard sind in einem kompakten Schrank mit der Schutzklasse IP55 gut vor äußeren Einflüssen und unbefugtem Zugriff geschützt. Durch die verglaste Schranktür können die aktuellen Messwerte auf den Anzeigen der Messgeräte auch bei geschlossenem Schrank sehr gut abgelesen werden. Das Medical Air Guard ist für jedes Versorgungssystem für medizinische Druckluft nachrüstbar, unabhängig davon, wie die Luft erzeugt wurde. Die Installation erfolgt einfach über eine 8 mm Druckluftleitung und einen 230 V -Anschluss.

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Wir möchten darauf hinweisen, dass nicht alle unsere Produkte weltweit erhältlich sind.
© Dräger Medical Deutschland GmbH, 2008
     

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