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Zu Beginn des Jahres 2004 hat Dräger
Safety das neueste Mitglied der Polytron-
Familie auf den Markt gebracht. Dräger
Polytron 7000 ist ein eigensicherer, stationärer
Gasdetektor für die Detektion von
toxischen Gasen und Sauerstoff. Er basiert
auf einer modularen Plattform, die eine
Kombination von vielen Möglichkeiten, einen
äußerst flexiblen Einsatz und eine ausgezeichnete
Anpassung des Systems an die
Kundenwünsche erlaubt.
Die Historie
Polytron 1 und Polytron 2 bildeten in den
letzten 10 bis 15 Jahren die Grundlage für
den Erfolg der Dräger Safety in der Detektion
von toxischen Gasen. Mit einer installierten
Basis von mehr als 100.000 Transmittern
konnte Dräger Safety die Marktführerschaft
in diesem Segment übernehmen
und seit Jahren behaupten. Um diese Position
auch in Zukunft zu behaupten hat das
Unternehmen diese neue Messgerätegeneration
entwickelt.
In Zusammenarbeit mit Kunden aus verschiedenen
Industriezweigen und in einer
sehr guten Abstimmung mit den Anforderungen
des Vertriebs ermittelte man zum
Beispiel die Design-Kriterien für den idealen
Gasdetektor der Zukunft. Es entstand eine
lange Liste mit den verschiedensten Anforderungen,
obwohl natürlich nicht alle Funktionen
in allen Bereichen benötigt werden.
Drägers Antwort auf diese Herausforderung
bestand darin, eine modulare Plattform zu
entwickeln, die nicht nur den unterschiedlichen
Anforderungen von heute, sondern
auch eine flexible Anpassung an die Wünsche
von morgen erlaubt.
Der erste Schritt –
Dräger Polytron 3000
Das Entwicklungsprojekt hatte das Ziel,
gleich zwei Produkte abzulösen. In der ersten
Phase entstand der Dräger Polytron 3000,
der bereits im Frühjahr 2003 in den Markt
eingeführt wurde, und schon im ersten Jahr
alle Erwartungen weit übertroffen hat. Er
deckt die Basisanforderungen an einen
eigensicheren Detektor für toxische Gase
und Sauerstoff ab. Als analoger Transmitter
4..20 mA für ausgewählte Gase und Messbereiche
ist er allerdings in der Lage, vorkalibrierte
Sensoren zu akzeptieren. Der
Aufwand für Wartung und dadurch bedingte
Ausfallzeiten der Gaswarnanlage reduziert
sich damit deutlich.
Die Polytron Docking Station
Die Polytron Docking Station ist das verbindende
Element zwischen dem Polytron
3000 und Polytron 7000. Auf den ersten
Blick ist sie nur eine gemeinsame Wandbefestigung
beider Systeme, aber dahinter
steckt ein völlig neues Montagekonzept.
Normalerweise finden die Installation der
Gasdetektoren und deren Inbetriebnahme
zu völlig unterschiedlichen Zeiten im Projektablauf
der Erstellung einer Industrieanlage
statt. Auch das involvierte Personal ist
in beiden Phasen nicht das gleiche. Dräger
Safety hat dieses Problem aufgegriffen und das gesamte Montagekonzept in zwei getrennte
Komponenten aufgeteilt, die auch
getrennt angeliefert werden.
In der „schmutzigen“ Phase der Installation
wird lediglich die Polytron Docking Station
montiert. Sie trägt alle elektrischen Anschlusselemente
und schützt diese bis zum
Abschluss der Bautätigkeiten vor Witterungseinflüssen
und Staub. Erst zur Inbetriebnahme
wird dann die teure Elektronik eingesetzt
und ist dann sofort betriebsbereit.
Dies erfordert – dank der Verwendung
eines Schnellverschlusses – nur wenige
Sekunden.
Die Module des Polytron 7000
Ein Jahr nach der erfolgreichen Markteinführung
des Polytron 3000 folgte jetzt
die Vorstellung des Dräger Polytron 7000.
Der Kunde kann bei diesem Produkt zwischen
verschiedenen Modulen zur digitalen
Kommunikation, einer individuellen Software-
Ausstattung, einem Pumpenmodul,
Relaisoptionen und der Möglichkeit, den
Sensor abgesetzt zu betreiben, wählen.
Damit kann der Detektor spezifisch auf die
Bedürfnisse des Kunden angepasst werden.
Ein Schwerpunkt der Entwicklung war es,
die Bedienung und den Betrieb so einfach
und benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten.
Eine einfache Dreiknopf-Bedienung
führt den Nutzer intuitiv durch die menügestützten
Funktionen. Dabei hilft auch das
große Graphikdisplay, das die Bedienung
zusätzlich durch Klartextanzeigen und
Piktogramme erleichtert.
Die Kommunikationsmodule
Für die Verbindung zur Zentrale kann der
Betreiber beim Polytron 7000 zwischen
einer 4..20 mA-Standard-Schnittstelle
oder den digitalen HART- oder LONBUSSchnittstellen
wählen. Die HART-Option
erlaubt den direkten Betrieb von bis zu acht
Transmittern auf einer Leitung unter Beibehaltung
der Eigensicherheit. In Zukunft
werden auch Schnittstellen für Profibus und
Fieldbus-Foundation-Kommunikation angeboten
werden.
Erweiterte Software-Optionen
Unterschiedlichste Einsatzfelder verlangen
spezialisierte Diagnose- und Datenspeichermodule.
Dräger Polytron 7000 kann durch
verschiedene so genannte Software-Dongles,
die nur die jeweils benötigten Funktionen
tragen, für die geplante Applikation maßgeschneidert
werden.
- Sensor Die Sensor-Selbsttest-Funktion führt kontinuierlich
eine patentierte Selbstdiagnose
der wichtigsten Sensorparameter durch.
Dies stellt die Zuverlässigkeit und die
Qualität der Gasmessung sicher.
- Die Sensor-Diagnose-Funktionen beurteilen
laufend die Vitalität des Sensors.
Dabei wird die Belastung des Sensors
durch Umwelteinflüsse, erhöhter Verbrauch
durch kontinuierliche Gasbelastung
und viele weitere Parameter berücksichtigt.
Dies ermöglicht eine bessere
präventive Planung von Wartungsarbeiten
und trägt damit zur Kostenreduzierung im
laufenden Betrieb bei.
- Der Data- und Eventlogger zeichnet die
gemessenen Gaskonzentrationen und die
durch den Transmitter ermittelten
Ereignisse auf. Die Daten können ausgelesen
und auf einem externen PC ausgewertet
und archiviert werden. Auf Anforderung
können aber auch die Messwerte
der letzten 15 Minuten direkt vor
Ort auf dem Display mit einem einzigen
Knopfdruck dargestellt werden. Das ermöglicht
eine bessere und schnelle
Beurteilung eines Störfalls.
Der Messort
Nicht immer steht an der geplanten Messstelle
genügend Platz zur Verfügung, um
einen Gasdetektor zu platzieren. Hierbei
helfen die Remote- und Pumpmodule, die
entweder den Gastransport zum Sensor
oder die Montage des Sensors abgesetzt
vom Transmitter sicherstellen.
Mit Hilfe spezieller Montagesets können die Sensoren
auch direkt auf gas führende Leitungen
und Rohre angeflanscht werden.
Das Relais-Modul
Dieses Modul macht den Detektor zu einem
autarken Warnsystem vor Ort, ohne dass eine aufwändige Verkabelung zur Zentrale
erfolgen muss. Alarmmittel können direkt
an den Detektor angeschlossen werden,
und die Überwachung der eingestellten
Grenzwerte wird direkt vom Transmitter
übernommen. Hierbei ist allerdings zu
beachten, dass der Einsatz dieses Moduls
auf den nicht ex-geschützten Bereich
beschränkt ist.
Die Zulassungen
Für den Einsatz im Ex-Bereich liegen für
den Dräger Polytron 7000 weltweite Zulassungen
nach den ATEX, UL, ISE und CSA
Standards vor. Auch der Betrieb ohne Sicherheitsbarriere in der Zone 2 ist zertifiziert.
Dies erlaubt Einsparungen bei den
Installationskosten, die dem etwas geringeren
Gefährdungspotential in dieser Zone
Rechnung trägt.
Beim Design von Sicherheitssystemen sind
zunehmend höhere Anforderungen an die
Zuverlässigkeit über den gesamten Lebenszyklus
zu berücksichtigen. Dem trägt die
EN 61508 mit ihren Klassifizierungen
sicherheitsgerichteter Systeme in unterschiedliche
SIL-Klassen (Safety Integrity
Level) Rechnung. Die Einstufung des
Dräger Polytron 7000 in die SIL-Klasse 2
erforderte bereits während der Entwicklungsphase eine klare Ausrichtung aller
Schritte auf die Berücksichtigung der
sicherheitsrelevanten Faktoren. Hierzu
gehörten aufwendige Risikoanalysen und
Dokumentationsprozesse, die speziell auf
diese neuen Anforderungen ausgerichtet
sind. Nur so konnte sichergestellt werden,
dass Fehlfunktionen eindeutig erkannt und
angezeigt werden und ein unsicherer Betriebszustand
dadurch vermieden wird. Die
äußerst niedrige Wahrscheinlichkeit für das
Auftreten unentdeckter Fehler erlaubt
damit den uneingeschränkten Aufbau eines
Gaswarnsystems nach SIL 2 bei Verwendung
des Dräger Polytron 7000.
Auch die Zuverlässigkeit gegenüber elektromagnetischer
Strahlung, die in den letzen
Jahren einen zunehmenden Faktor in
der Störanfälligkeit darstellte, konnte durch
die Verwendung neuer Technologien und
verbesserter Schaltungen deutlich erhöht
werden. Einflüsse durch die Verwendung
von Mobilfunkgeräten und Funkgeräten in
unmittelbarer Nähe zum Transmitter konnten
damit völlig unterdrückt werden.
Die Zukunft
Dräger Polytron 7000 leitet den Weg in
eine erfolgreiche Zukunft ein. Die ausgezeichnete
Zusammenarbeit aller an der Entwicklung dieser Plattform Beteiligten,
hat ein Gaswarngerät entstehen lassen, das
nicht nur die heutigen Anforderungen erfüllt,
sondern auch alle Optionen offen lässt, die
zukünftigen Erwartungen der Kunden zu
integrieren und zu realisieren. Das flexible
und modulare Konzept des Dräger Polytron
7000 gibt damit die Wahlfreiheit für das an
seine Ansprüche am besten angepasste
System zurück in die Hand des Kunden.
Kathleen Leahy
Dräger Safety AG & Co. KGaA |
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Dräger Safety AG & Co. KGaA |
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