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Gefahrenabwehr im Fokus der Dräger Safety Academy
Im Rahmen der Kooperation mit der Brandschutz- und Katastrophenschutzschule in Heyrothsberge hat die Dräger Safety Academy ihr Seminarprogramm erweitert. Folgende Seminarangebote sind durch die Erweiterung hinzugekommen:
  • Einsatz von Wärmebildkameras,
  • Arbeiten und Retten an zeitweilig hochgelegenen Arbeitsplätzen unter Zuhilfenahme von Seilen,
  • Aufsichtführender bei Arbeiten in Behältern, umschlossenen Räumen und engen Räumen.
Das Seminar "Einsatz von Wärmebildkameras" vermittelt dem Teilnehmer nicht nur das notwendige theoretische Wissen für die möglichen Einsatzgebiete, sondern auch die Handhabung der Kamera bei einem Zimmerbrand oder beim Bestimmen von Füllständen in Behältern. Dabei greift man unter anderem auch auf das neu errichte Brandhaus in der BKS Heyrothsberge mit echtem Feuer und Rauch zurück. Somit ist auch das Erkennen von Glutnestern Bestandteil der Ausbildung.
Bei Arbeiten an zeitweilig hochgelegenen Arbeitsplätzen unter Zuhilfenahme von Seilen ist es äußerst wichtig, zu lernen, wie man in Gefahrensituationen richtig handelt. Auch bei der Rettung aus der Höhe ist es unerlässlich, regelmäßig gezieltes Training zu absolvieren. Dieses Seminar nutzt hierfür die Einrichtungen der Brandschutz- und Katastrophenschutzschule für die umfangreiche praktische Ausbildung. Für die Fachkräfte der Industrie, die Arbeiten an Gittermasten, Sendetürmen usw. durchführen und für Zugangs- bzw. Positionierungsverfahren Seile verwenden, ist diese Ausbildung ein wichtiger Bestandteil für ihre tägliche Arbeit. Für das kommende Jahr wird hier ergänzend der Sachkundige (BGG 906) angeboten.
Arbeiten in umschlossenen Räumen, engen Räumen oder Behältern stellen an alle Beteiligten höchste Anforderungen. Da hier oftmals in abgesicherte Prozesse eingegriffen wird, können sichere Anlagen unter Missachtung der Unfallverhütungsvorschriften zur Gefahr werden. Die daraus resultierenden Folgen werden oftmals unterschätzt. Um hier die Betroffenen zu sensibilisieren ist eine fundamentale Ausbildung notwendig. Um den Trainer bzw. den Aufsichtführenden auszubilden, bietet die Dräger Safety Academy in Kooperation die Ausbildung zum Aufsichtführenden bei Arbeiten in Behältern, umschlossenen Räumen und engen Räumen an.
In Kombination mit der Mobilen Anlage zum Üben vom Einsteigen in Behälter, enge und umschlossene Räume (auch als Befahren von Behältern bezeichnet) ist die Unterweisung der Arbeitnehmer gemäß den einschlägigen Vorschriften ideal gelöst. Diese Anlage ermöglicht die Ausbildung vor Ort, so dass keine zusätzlichen Reisekosten entstehen. Die Anlage besteht aus einem Pkw-Anhänger, auf dem ein Behälter sowie eine Rohrleitung (Innendurchmesser 1000 mm) vorhanden sind. Auf dem Dach der Anlage befindet sich der Einstieg, der mit verschiedenen Einstiegsöffnungen versehen werden kann. Genauso kann auch eine Behälterrettung durchgeführt werden, bei der vorab eine Freimessung durchzuführen ist. Zusätzlich bestehen weitere Möglichkeiten, die Übung der Realität anzupassen. Des Weiteren werden die Praxisseminare weiter ausgebaut. Da die Nachfrage nach Heißausbildung stetig steigt, führt die Dräger Safety Academy mit dem Kooperationspartner Berufsfeuerwehr Braunschweig gemeinsam am Standort Braunschweig Flashover-Seminare durch. Ein weiteres Praxisseminar ist auch die Ausbildung zum Trainer für mobile gasbetriebene Anlagen der Dräger Safety (Fire- Dragon II, III, IV). Ziele dieser Ausbildung sind eine optimale Ausnutzung der Übungsanlage sowie die Lerninhalte für die individuelle Ausbildung anzupassen.
Für weitere Auskünfte steht die Dräger Safety Academy unter folgender Adresse zur Verfügung

Dräger Safety Academy
Nina Blechschmidt
Phone +49/(0)451/882-1448
Revalstraße 1
D-23560 Lübeck
Germany

Carsten Joester

 
PPP-Modell
Die Form der Zusammenarbeit basiert auf einem PPP-Modell (Public-Private-Partnership), bei dem eine Kooperation zwischender Feuerwehr und Dräger Safety die Vermarktung der umfangreichen feuerwehrtechnischen Dienstleistungen und Seminarangebote des FSZ durch die Dräger Safety einschließt. Die Erlöse aus dieser Kooperation dienen zur Refinanzierung der Mietaufwendungen für die Stadt. PPP-Modelle werden vor allem dort erfolgreich praktiziert, wo die öffentliche Hand die Erbringung der hoheitlichen Aufgaben durch die Einbindung privater Unternehmen besser oder kostengünstiger realisieren kann.

Pionierleistung

Bei der Übergabe des Feuerwehr-Service- Zentrums bescheinigte die Braunschweiger Bürgermeisterin Friederike Harlfinger dem Lübecker Unternehmen Pioniergeist: „Mit der Firma Dräger Safety aus Lübeck wurde ein Partner gefunden, der nicht nur ein weltweit renommiertes Unternehmen in der Sicherheitstechnik ist, sondern schon in der schwierigen Anlaufphase des Projekts alle in ihn gesetzten Erwartungen erfüllte. Bereits in der Vertragsgestaltungsphase zeichnete sich ab, dass Dräger Safety gemeinsam mit der Stadt bereit war, neue Wege und Konzepte zu entwickeln und sowohl für die Stadt als auch für das Unternehmen bekannte Aufgabenfelder unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten neu zu betrachten und zu gestalten.“ Gerd Zeisler, Regionsleiter der Dräger Safety für Europa, unterstreicht dies, wenn er sagt: „Wir haben es hier mit einer Pionierleistung zu tun, die erstmalig die Interessen und Bedürfnisse der Öffentlichen Hand mit den Interessen eines privatwirtschaftlichen Unternehmens im Feuerwehrwesen verbindet und somit für beide Partner eine gewinnbringende Situation schafft. Die Konstellation war absolutes Neuland für uns. Es gab bisher in Deutschland kein Beispiel für eine ähnliche Problemlösung, auf die man sich hätte berufen können."

Die Infrastruktur des FSZ

Zu der Infrastruktur des FSZ gehören unter anderem:
  • Atemschutzwerkstatt mit Atemschutzgerätelager für die Pflege und Wartung der Atemschutz- und Gasmessgeräte der Feuerwehren sowie Industrieunternehmen und Rettungsorganisationen
  • Betrieb einer modernen Atemschutzübungsstrecke mit einem angegliederten Übungs- und Fitnessbereich
  • Betrieb eines Flashover-Containers, in dem die Feuerwehreinsatzkräfte unter Atemschutz das Feuerverhalten unter realistischen Bedingungen trainieren
  • moderne Schlauchpflegeeinrichtung mit Schlauchlager
Die neue Dräger-Atemschutzübungsstrecke hat weit mehr zu bieten als die alte auf der Hauptwache. Hier werden die Feuerwehrleute unter Stress gesetzt, körperlich und psychisch an ihre Grenzen geführt, um für den Ernstfall trainiert zu sein. Sie müssen sich unter Atemschutz durch ein Labyrinth aus Tunneln, Röhren und schiefen Ebenen bewegen, um zum Beispiel die Orientierung in Dunkelheit, Hitze, Rauch und lärmerfüllter Umgebung zu trainieren. Die Überwachung erfolgt vom Regiepult aus per Kontaktsensoren und Infrarotkamera. Richtig heiß wird es im Flashover-Container der Dräger Safety: An die Stelle der Simulation tritt die realistische Darstellung der verschiedenen Stadien eines Brandes in geschlossenen Räumen. Bei Temperaturen von über 300 °C sowie dichtem Brandrauch erleben die Feuerwehrleute im Container die Entwicklung einer Rauchgasdurchzündung und erlernen unter kontrollierten Bedingungen das richtige Verhalten in diesen Situationen. Im Übungs- und Fitnessbereich trainieren die Feuerwehrleute ihre Kondition auf dem Ergometer, dem Laufband, der Endlosleiter und am Schlaghammer. Die sportwissenschaftliche Betreuung durch Dräger Safety hilft den Feuerwehrleuten, beim nächsten Einsatz auf den Punkt fit zu sein, um Menschen zu retten und Sachwerte zu schützen.

Die moderne Schlauchpflegeanlage ersetzt den bisher notwendigen 30 Meter hohen Schlauchtrockenturm und das 30 Meter lange Reinigungsbecken. Der Reinigungsund Trocknungsprozess für einen Schlauch dauert nicht mehr – wie bisher – mehrere Tage, sondern nur noch Minuten. Bei rund 1000 Schlauchwäschen, die die Braunschweiger Feuerwehr pro Jahr durchführt, spart das sehr viel Zeit und personellen Aufwand. Zeit, in der nun Schläuche von anderen Feuerwehren sowie Katastrophenschutzorganisationen aus der Region gereinigt werden können.

Für Dräger Safety bietet die Kooperation mit dem FSZ die Möglichkeit, ihre führende Stellung als Servicedienstleister für Feuerwehren und die Industrie auszubauen und das Dienstleistungsangebot zu erweitern. Morten Voß, Key Account Manager der Dräger Safety und Projektleiter: „Die Leistungsfähigkeit des FSZ in Verbindung mit unseren flexiblen Logistikkonzepten versetzt uns in die Lage, sämtliche Serviceleistungen auch in großen Stückzahlen überregional zu offerieren. So können wir jetzt beispielsweise für eine Werkfeuerwehr irgendwo in Deutschland die gesamte Pflege von Feuerwehrschläuchen übernehmen.

Der Vorteil für die Kunden ist offensichtlich: Sie erhalten bedarfsgerechte Serviceleistungen aus einer Hand und müssen nicht selbst eine kapitalbindende Infrastruktur am Laufen halten. Ferner werden wir zur Erweiterung des Seminarangebotes der Dräger Academy die vielfältigen Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten des FSZ anderen Feuerwehren sowie der Industrie zugänglich machen und dabei die Kompetenz der Berufsfeuerwehr Braunschweig nutzen.“

Win-Win-Situtation für beide Partner
Carl-Heinz Beykuffer beschreibt die vier Jahre dauernde, projektbezogene Zusammenarbeit mit dem Lübecker Spezialisten für umfassendes Gefahrenmanagement als vertrauensvoll und partnerschaftlich: „Die Chemie zwischen den Partnern hat gestimmt, so dass sich am Ende des Projekts bestätigt hat: Wir haben eine Win-Win-Situation für beide Partner erreicht.“ Hans-Joachim Gressmann ergänzt: „Und außerdem haben wir jetzt eine Infrastruktur und Gerätschaften, die das Modernste sind, was man heute kaufen kann!“

Das Feuerwehr Service Zentrum in Braunschweig: Die Erfolgsstory einer Kooperation von Partnern, die Pioniergeist zeigen!

Burkard Dillig
Morten Voß
Dräger Safety AG & Co. KGaA

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