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Zwei Berliner Hotels mit dem Safety Star ausgezeichnet
“Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, …stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss!” (Oberverwaltungsgericht Münster 10 A 363/86 vom 11.12.1987)

Wenn man die Tatsache akzeptiert, dass es hundertprozentige Sicherheit nicht gibt – weder bei Bränden, Havarien, Explosionen, noch bei terroristischen Anschlägen – so muss man die Frage stellen: Wie können die Folgen begrenzt, die Zahl der Opfer minimiert und die materiellen Schäden verringert werden? Häufig können professionelle Rettungskräfte erst eingreifen, wenn bereits menschliche Opfer zu beklagen sind oder das Ereignis die Dimension eines Großschadens angenommen hat.

Drei Beispiele:
18.02.2002: Nach dem Einsatz von Pfefferspray durch Ordner in einer Großdiskothek in Chicago kam es zu einer Massenpanik. Von 500 Besuchern starben 21 in den ersten Minuten des Ereignisses. 17.02.2003: Während eines Rockkonzertes in einem Nachtclub in West Warwick wurde die Bühne durch verwendete Pyrotechnik in Brand gesetzt. Von den ca. 300 Besuchern wurden 96 getötet und 187 verletzt. 31.12.2004: 175 Menschen starben, als Gäste einer Diskothek in Buenos Aires Böller abschossen und damit die Dachdekoration in Brand setzten. Die Notausgänge waren mit dickem Draht verschlossen.

Allen drei Beispielen gemeinsam ist, dass unabhängig von gravierenden Verstößen gegen geltende Bestimmungen, die Rettungskräfte völlig chancenlos waren: die Opfer waren bei ihrem Eintreffen bereits tot.

Bei Bränden, Explosionen, Havarien, Bombendrohungen oder terroristischen Anschlägen insbesondere in Hotels, Gaststätten, Einkaufszentren, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Krankenhäusern, Altenund Pflegeheimen u. ä. tragen die Mitarbeiter und Führungskräfte des betroffenen Unternehmens eine besondere Verantwortung für Leben und Gesundheit der Gäste, Besucher, Kunden und Patienten, da diese mit den Sicherheitseinrichtungen und Fluchtwegen nicht oder nur wenig vertraut sind. In Gefahrensituationen werden die Mitarbeiter und Führungskräfte hier zu „Hoffnungsträgern“, an deren Verhalten sich die Gäste, Besucher, Kunden orientieren.

Die Mitarbeiter und Führungskräfte sind jedoch auf schnelles, konzentriertes Handeln in Extremsituationen in der Regel nicht vorbereitet.

Reaktionslücke schließen
Nach dem Eintreten eines Schadensereignisses entsteht aber bis zum Wirksamwerden der professionellen Rettungskräfte Polizei, Feuerwehr usw. eine „Reaktionslücke“, die in der Regel 10 bis 15 Minuten beträgt. Die Dräger Safety hat eine Reihe von Dienstleistungen entwickelt und in den Markt eingeführt, die Mitarbeiter und Führungskräfte von Unternehmen befähigen, während dieser „Reaktionslücke“ wirksame Erstmaßnahmen zu ergreifen und den Einsatz von Feuerwehr und Polizei optimal vorzubereiten.
Dazu gehören u. a. ein praktisches Training für den Umgang mit tragbaren Feuerlöschern, eine Brandschutz- und Evakuierungshelferausbildung, die Durchführung von Evakuierungsübungen, ein Training für Krisenmanagement und Krisenkommunikation sowie ein Seminar zum Verhalten in Gefahrensituationen.

Das „Training des Verhaltens in Gefahrensituationen“ richtet sich vor allem an Führungskräfte und bereitet sie darauf, vor in Extremsituationen Führungskompetenz zu bewahren. Folgende Trainingsziele werden verfolgt:
  • Selbsterfahrung über das eigene Verhaltensprofil unter Extrembedingungen
  • Situationskompetenz für Gefahrensituationen
  • Verständnis für ein Notfalltraining
  • Koordination, Kommunikation und Kooperation mit professionellen Rettungskräften

Die Teilnehmer lernen, wahrscheinliche Gefährdungsarten und Gefahrensituationen im Unternehmen zu analysieren, Gefahrensituationen zu erkennen und mögliche Entwicklungen einzuschätzen, notwendige Sofortmaßnahmen einzuleiten und optimale Voraussetzungen für den Einsatz der professionellen Rettungskräfte zu schaffen. Die Seminarteilnehmer werden mit Hilfe von Outdoor-Trainingselementen realem Stress ausgesetzt. Dabei werden sie von erfahrenen Trainern geführt und von Psychologen betreut. Sie erlernen, Ängste zu überwinden und erworbenes fachliches Wissen unter Stress auch in Gefahrensituationen richtig anzuwenden.
Um Unternehmen hervorzuheben, die besondere Maßnahmen im Rahmen einer betrieblichen Gefahrenabwehr umsetzen und damit ihren Gästen, Besuchern, Kunden und Mitarbeitern ein hohes Sicherheitsniveau bieten, hat die Dräger Safety AG & Co. KGaA (Lübeck) einen „Safety Star“ kreiert.

Um Unternehmen hervorzuheben, die besondere Maßnahmen im Rahmen einer betrieblichen Gefahrenabwehr umsetzen und damit ihren Gästen, Besuchern, Kunden und Mitarbeitern ein hohes Sicherheitsniveau bieten, hat die Dräger Safety AG & Co. KGaA (Lübeck) einen „Safety Star“ kreiert.

Dieser „Safety Star“ stellt keine Kontrolle behördlicher Maßnahmen dar, sondern setzt die Einhaltung aller gesetzlichen Regelungen und Normen voraus. Er wird an Unternehmen verliehen, die sowohl ihre Führungskräfte befähigen, in Extremsituationen Führungskompetenz zu bewahren, als auch ihre Mitarbeiter in Erstmaßnahmen zur Bekämpfung eines Schadensereignisses unterweisen.

Am 11.05.05 wurde dieser „Safety Star“ erstmalig an zwei exklusive Berliner Hotels – das „Swissôtel Berlin am Kurfürstendamm“ und das „Hotel Alsterhof Berlin“, verliehen. Führungskräfte aus beiden Hotels hatten im Jahr 2004 an einem „Training für das Verhalten in Gefahrensituationen“ teilgenommen.
Im Rahmen dieses Trainings entstand die Idee, für Gefahrensituationen eine gemeinsame Strategie für Sicherheit und Gefahrenabwehr zu entwickeln: Die Führungskräfte der Hotels vereinbarten, bei Bränden, Havarien, Bombendrohungen, terroristischen Anschlägen u. ä. sich gegenseitig zu unterstützen, z. B. durch jeweilige Unterbringung von Gästen des betroffenen Hotels bei Evakuierungen oder durch Übernahme der Getränke- und Speisenversorgung.

Am 11.05.05 fand nun eine gemeinsame Unterweisung mit praktischem Training der Mitarbeiter des „Swissotel“ und des „Alsterhof“ in der Handhabung von tragbaren Feuerlöschern statt. Aus diesem Anlass hat der Leiter der Dräger Vertriebsregion Ost, Dieter Hesse in Anwesenheit von Vertretern der Presse und der Berliner Feuerwehr den „Safety Star“ an die Direktoren der beiden Hotels, Andrea Sudfeld und Gerhard Struger, verliehen.

In seiner Laudatio würdigte Herr Dieter Hesse die Vorbereitung der beiden Hotels auf das gemeinsame Vorgehen in Gefahrensituationen und unterstrich, dass alle drei Partner – die Dräger Safety, die Hotels „Swissotel“ und „Alsterhof“ damit zu einem neuen ganzheitlichen und gesamtgesellschaftlichen Verständnis von Sicherheit und Gefahrenabwehr beitragen.

Dr Peter Schmiedtchen
Dräger Safety AG & Co. KGaA

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