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Netzwerk für Sicherheit. Mit Dräger Safety gemeinsam gegen den Alkohol im skandinavischen Straßenverkehr
Maßnahmen in Schweden, Norwegen und Finnland

Bei rund einem Drittel aller Verkehrsunfälle in Europa ist Alkohol im Spiel. Dabei sterben jedes Jahr etwa 15.000 Menschen. In Finnland, Norwegen und Schweden hat man gemeinsam massive Maßnahmen eingeleitet, um diese Zahlen zu senken. Im Rahmen eines EU-Projektes werden umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Die schwedische Parlamentarierin Karin Svensson Smith geht in die Offensive: „Wir müssen die Teilnahme alkoholisierter Personen am Straßenverkehr verhindern!“ Sie ist Vorsitzende einer Untersuchungskommission, die sich mit der Einführung so genannter ›Alcohol Interlocks‹ befasst. Diese Geräte geben den Motorstart eines Fahrzeugs erst dann frei, wenn der Fahrer durch die Abgabe einer Atemluftprobe nachgewiesen hat, dass er den eingestellten Alkoholgrenzwert nicht überschritten hat. Eine Technologie, die schon seit über 15 Jahren in Ländern – wie zum Beispiel Australien, Kanada und den USA – eine Reduzierung der Trunkenheitsfahrten um zwischen 45 und 95 Prozent bewirkt.
Dräger Safety besitzt eine über 50jährige Erfahrung auf dem Gebiet der Atemalkoholmessung und ist seit über zehn Jahren – mittlerweile in zweiter Gerätegeneration – mit seinem Dräger Interlock XT, einem Gerät mit hochmoderner Sensortechnologie, auf diesen Märkten etabliert. Auch in den skandinavischen Ländern. Ob beim Einsatz im Transportgewerbe, bei Omnibus- oder Taxiunternehmen oder bei der freiwilligen Nutzung durch Privatpersonen. Und Dräger Safety ist auch Partner der offiziellen Rehabilitationsprogramme für Trunkenheitsfahrer in Schweden und Finnland. Das bedeutet: die Interlock-Geräte werden im Rahmen von staatlichen Rehabilitationsmaßnahmen alkoholauffälligen Autofahrern empfohlen, um die entzogene Fahrerlaubnis früher wieder zu erhalten. Da die Alkoholprobleme nicht vor Landesgrenzen halt machen, ist das Netz der Alkoholprävention im Straßenverkehr weltweit gespannt. Die unterschiedlichen Länderanforderungen und Gesetzgebungen zu verknüpfen, ist die Aufgabe von Dr. Johannes Lagois, Experte für Alcotest- und Interlock- Geräte bei Dräger Safety. „Wir entwickeln gerade eine Software, die den Behörden in Australien, USA, Finnland und Schweden einen Zugriff auf den Datenpool der Programme für Trunkenheitsfahrer ermöglicht“, erläutert der Physiker.
Im norwegischen Lillehammer wurde Ende 2005 ein EU-Projekt beendet: Die 13 Busse des städtischen Personennahverkehrs waren ein Jahr lang mit Dräger Interlock XT ausgerüstet. „Die Außenwirkung war extrem positiv“, erläutert Christian Jarlsby von Dräger Safety Norge. Die Kontakte von Lübeck aus in die skandinavischen Länder steuert und bündelt Marko Wittich, Leiter des Business Centers Europe North der Dräger Safety. Er greift dabei auf das Dräger Safety-Netzwerk in Skandinavien, Tochtergesellschaften und regionale Vertriebspartner, zurück. Sie klären zum Beispiel vor Ort, wie die Distribution und Wartung der Geräte in den weiträumigen, aber schwach besiedelten Ländern organisiert wird: „Wir verbinden unsere Stärken, nämlich die zuverlässige Gerätetechnik, mit den Stärken unserer regionalen Vertriebs- und Servicepartner. Hierdurch sind wir in den nordischen Ländern mit über hundert auf Interlocks spezialisierten Stützpunkten flächendeckend präsent“, erklärt Marko Wittich. Und sein Marketing-Manager bei Dräger Safety Sverige, Pierre Gustavsson, ergänzt: „In Schweden sind bereits über 2000 Dräger Interlock XT erfolgreich im Einsatz, Tendenz stark steigend.“ Gespräche mit den beiden schwedischen Automobilherstellern über Erstausrüstungsprojekte finden bereits statt. Außerdem beginnen die schwedischen Behörden, ihre neu zugelassenen Fahrzeuge mit Interlocks auszurüsten. Auch ihre Schienenfahrzeuge.

Zurzeit wird in Schweden darüber diskutiert, spätestens ab 2012 alle neu zugelassenen Fahrzeuge im Königreich mit einem Interlock auszurüsten. Immer mehr Unternehmen tun dies heute schon freiwillig. Das Netzwerk für Sicherheit wird immer größer.

Burkard Dillig
Dräger Safety AG & Co. KGaA
burkard.dillig@draeger.com

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