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Anwendungsorientierte und kostenoptimierte Konzepte für den Einsatz und die Handhabung tragbarer Gasmessgeräte
Der Einsatz von tragbaren Gasmessgeräten ist völlig unterschiedlich. So realisiert man die messtechnische Absicherung einer Arbeit in einem beengten Raum (engl. Confined Space) in der Praxis mit verschiedenen Messkonzepten. Die Familien der Eingasmessgeräte Dräger Pac und der Mehrgasmessgeräte Dräger X-am haben den Anspruch, diesen Anwendungsfällen zu entsprechen und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu maximieren. Das „Familien-Design“ und die dazu gehörenden Zubehörprogramme optimieren Arbeitsabläufe und sichern somit einen wirtschaftlichen Betrieb der Messgeräte.
Freigabemessungen
Ein beengter Raum, in dem Gasgefahren auftreten können, muss vor dem Betreten durch sicherheitsverantwortliche Mitarbeiter frei gemessen werden. Mehrgasmessgeräte mit einer eingebauten internen Pumpe wie die Geräte Dräger X-am 3000 und Dräger X-am 7000 sind ideal für diese Anwendung.
Gasmessgerät am Mann – Personenschutz
Nach erfolgter Freigabemessung erhält jeder Arbeiter ein „persönliches Gasmessgerät“. Die kleinen und leichten Mehrgasmessgeräte Dräger X-am 2000 sowie die Eingasmessgeräte der Dräger Pac-Serie sind ideal für diese Anwendung.
Gasmessgerät in der Bereichsüberwachung
Ein Gasmessgerät kann neben eine Personengruppe im beengten Raum herum platziert werden. Räume mit einer Fläche von 50 bis 75 Quadratmeter oder ein Radius von fünf bis sieben Metern um Messgeräte wie Dräger X-am 3000 oder 7000 herum können als sicher eingestuft werden.
Überwachung durch Sicherungsposten
Der Sicherungsposten kann pumpende Gasmessgeräte wie Dräger X-am 3000 oder 7000 einsetzen, um Gasgefahren im beengten Raum zu erkennen. 50 bis 75 Quadratmeter oder ein Radius von fünf bis sieben Metern um den Probenahmepunkt herum werden als sicher eingestuft. Oft wird diese Anwendung mit persönlichen Gasmessgeräten oder bereichsüberwachenden Geräten im beengten Raum kombiniert.
Leckagesuche
Tragbare Gasmessgeräte werden auch in der aktiven Suche von Gasgefahren eingesetzt. So überprüfen sie beispielsweise die Dichtigkeit von industriellen Ventilen im Rahmen von Wartungsarbeiten. Gasmessgeräte mit interner Pumpe wie das Multi PID II, das Dräger X-am 3000 oder 7000 sind gut geeignet in dieser Anwendung.
Lösungen zur Optimierung von Arbeitsprozessen
Morgens: Funktionstests und Kalibrierungen
Eine Differenzierung in der Anwendung als Teststation für Funktionstests im Feld oder als Werkstattlösung durch einen Gerätewart ist möglich. Das Gesetz fordert eine Funktionsprüfung von Gasmessgeräten mit einem Testgas vor sicherheitsrelevanten Einsätzen. Diese Funktionsprüfungen (engl.: Bumptest, Bild 10) werden in einigen Betrieben durch den Mitarbeiter vor Ort durchgeführt. Hier ist eine einfache, schnelle und wenig Gas verbrauchende Lösung wie die Dräger Bumptest- Station gefragt. Werkstattlösungen wie die Dräger E-Cal- Station sind professionelle Vollservice- Stationen. Funktionstests, Kalibrierungen, Justagen, Auslesen des Datenspeichers, Überprüfungen des Batteriezustands – diese Prozesse können mit einem Tastendruck automatisiert werden. Gerätekonfigurationen sind einfach möglich. Zudem ist die PC gestützte Station optimal im Daten- & Gerätemanagement einsetzbar.
Tagsüber: Nutzung des Gerätes
Abhängig von den oben beschriebenen Anwendungen des Gasmessgerätes variiert das optimale Gerätedesign.
  • Persönliche Gasmessgeräte werden hauptsächlich nach dem Tragekomfort ausgesucht. Ein gutes Gefühl, wenn es bei der eigentlichen Arbeit nicht stört. Diese Geräte müssen zudem besonders bediensicher ausgeführt werden, da sie von allen Mitarbeitern genutzt werden.
  • Bereichsüberwachende Geräte sind standfest und besitzen einen lauten, rundum sichtbaren Alarm.
Vertrauen in das Herz der Gasmessgeräte - die Sensor-Technologie
Da das Leben jedes Mitarbeiters beim Einsatz in gasgefährdeten Bereichen von der Funktion des Gasmessgeräts abhängt, ist eine zuverlässig warnende Sensortechnologie unverzichtbar. DrägerSensoren sind bekannt dafür, dies zu sein. Einige Beispiele: Katalytische Ex-Sensoren sollten nicht nur empfindlich auf explosive Gase wie Methan sein. Oft sind Explosionsgefahren insbesondere auch durch organische Dämpfe (z. B. Benzindampf) gegeben. Drägers katalytischer Ex Sensor zeichnet sich durch seine hohe Empfindlichkeit gegen organische Dämpfe wie Nonan aus und ist somit besonders sicher in jeder Anwendung.

Um Elektrolytleckagen von elektrochemischen Sensoren zu vermeiden sind die elektrochemischen DrägerSensoren der XS- und XXS-Serie mit einer patentierten Druckkompensation im Bereich 700 bis 1300 mbar ausgerüstet. Drägers patentierter elektrochemischer Sauerstoffsensor basiert auf einer Dreielektroden- Technologie ohne Verbrauchsteile. So kann auch bei diesem Sensor mit einer Lebensdauer von mehr als fünf Jahren gerechnet werden, was die Betriebskosten erheblich senkt.
Dem rauen industriellen Alltag widerstehen
Tragbare Gasmessgeräte müssen tauglich für den Einsatz im rauen industriellen Alltag sein. Komplett staub- und wassergeschützte Geräte mit der Zulassung IP 67 entsprechen dieser Anforderung am besten. Zudem wird Gasmesstechnik oft in der Nähe von elektromagnetischen Einflüssen (z. B. Funkgeräte) eingesetzt. Eine hohe Robustheit gegenüber elektromagnetischen Einflüssen wird einem Gerät ausgestellt, wenn es keinen Einfluss durch Antennen in einem Abstand von 10 Zentimetern zum Messgerät gibt. Schockabsorbierende Gummischutzhüllen oder gummierte Gehäuse sind industrieller Standard. Sie schützen die Messgeräte beim Fallen oder Stößen. Katalytische Sensoren sind generell schockempfindlich. Nur durch ein intelligentes Geräte- bzw. Sensordesign widerstehen auch diese Sensoren Stürzen, Tritten und Stößen.
Geräteausgabe und Rückgabe: Registrierung und Datenmanagement
Wenn der Gerätewart morgens einen ganzen Park von Geräten ausgeben muss, kommt es auf Schnelligkeit an, um Warteschlangen zu vermeiden. Um diesen Prozess zu beschleunigen und auch die Geräterückgabe zu vereinfachen, bietet Dräger zusammen mit der Werkstattsoftware Dräger CC Vision ein Registriertool an. Ein moderner Weg den Daten- oder Eventspeicher eines Messgeräts zum PC zu übertragen, ist eine Infrarotschnittstelle. Software-Lösungen wie Dräger GasVision sind eine professionelle Hilfe zur Visualisierung und Auswertung der Daten.

Nach der Arbeit: Reinigung der Geräte Nach einem harten und schmutzigen Tag werden Geräte zurückgegeben – sie schreien oft nach einer Dusche. Tatsächlich können wasserdichte Geräte mit Schutzklasse IP 67 einer Nassreinigung mit einem Schwamm unterzogen werden (Bild 13).
Während der Nacht: Laden
Da das Laden (Bild 14) in verschiedenen Betrieben unterschiedlich gehandhabt wird, sind unterschiedliche Lösungen erforderlich. Für einzelne Geräte stehen Einzellademöglichkeiten – für einen Gerätepark kaskadierbare Mehrfachladestationen – zur Verfügung. Natürlich sind auch Lademöglichkeiten in Fahrzeugen notwendig. Kfz-Einbauhalterungen müssen robust genug ausgelegt sein, um dem so genannten 10-G-Test, der die Beschleunigung in Fahrzeugen simuliert, zu bestehen (Bild 14).
Ulf Ostermann
Dräger Safety AG & Co. KGaA
ulf.ostermann@draeger.com
Zusammenfassung
Verschiedene Aspekte müssen für den wirtschaftlichen Betrieb von tragbarer Gasmesstechnik in Betracht gezogen werden. Die Auswahl des am besten geeigneten Messgeräts ist eine Frage der Anwendung des Messgerätes. Auf der anderen Seite können intelligente Werkstatt Lösungen für eine Optimierung von Arbeitsprozessen und somit zu verringerten Betriebskosten führen. Dräger hat die Mehrgasmessgeräte-Familie Dräger X-am und die Eingasmessgeräte-Familie Dräger Pac entsprechend den Bedürfnissen der Anwender entwickelt. Zusammen mit den Zubehörlösungen für diese Produktserien werden Betriebskosten und Arbeitsprozesse optimiert.

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Dräger Safety AG & Co. KGaA
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