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Personal Monitoring am Arbeitsplatz
Die Dräger Pac-Familie: maßgeschneiderte Eingasmess- und -warngeräte
Die Sicherheit am Arbeitsplatz ist eng mit dem Erkennen, Messen, Auswerten und der Kontrolle von Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz verbunden. Hier stellen Gase und Dämpfe, aber auch Sauerstoffmangel bzw. -überschuss in der Umgebungsluft besondere Herausforderungen dar. Viele Substanzen sind geruchs- und geschmacksneutral und deshalb vom Menschen nicht wahrnehmbar. Natürlich gibt es auch sehr geruchsintensive Stoffe, die bereits in unbedenklichen Mengen einen starken Geruch ausströmen.

Über die Zeit findet allerdings ein Gewöhnungseffekt statt, so dass dadurch der Geruchssinn desensibilisiert wird und sogar größere Konzentrationen durch den Menschen nicht mehr erkannt werden. Für den Schutz der Mitarbeiter gibt es daher eine Vielzahl unterschiedlicher Mess und Warngeräte. Sie finden in den unterschiedlichsten Branchen, wie zum Beispiel der chemischen, petrochemischen, stahlerzeugenden und stahlverarbeitenden Industrie, dem Bergbau und den kommunalen Ver- und Entsorgungsbetrieben Einsatz für vielfältige Anwendungen, wie zum Beispiel:
  • Schutz von Mitarbeitern beim Arbeiten in Bereichen, in denen ständig niedrige Gaskonzentrationen vorhanden sind
  • Alarmierung von Mitarbeitern bei plötzlichen Gasausbrüchen
  • Freigabe von Arbeitsplätzen nach der Prüfung auf Gasfreiheit
  • Sicherheitsmessungen vor dem Einsteigen in enge Räume, Schächte, Tankanlagen und bei Arbeiten in diesen Umgebungen
  • Schutz betriebsfremder Personen bei der Besichtigung von Anlagen
Innerhalb der Mess- und Warngeräte stellen Personal-Monitoring-Geräte die wohl größte Gruppe dar. Diese Geräte werden an der Kleidung im Einatembereich, in der Regel an der Brusttasche, befestigt. Sie warnen den Anwender vor dem Auftreten gesundheitsschädlicher Konzentrationen toxisch wirkender Gase oder Dämpfe. Der Anwender erwartet neben der Gerätezuverlässigkeit:
  • hohen ergonomischen Tragekomfort
  • einfache Gerätebedienung
  • zuverlässige Alarmierung
  • Einsatz im Messbereich der Arbeitsplatzgrenzwerte
  • möglichst lange Einsatzzeit, mindestens über die Schichtlänge
  • robustes Gehäuse
  • hohe IP-Schutzklasse
Eine Gerätefamilie für alle Anwendungen
Die Geräte der neuen Dräger Pac-Familie gehören zu den Eingasmess- und Warngeräten. Verschiedene Geräteversionen stehen zur Verfügung. Angepasst an den jeweiligen Einsatzzweck werden sie für vielfältige Aufgaben in der betrieblichen Praxis eingesetzt.
Dräger Pac 1000
Wartungsfreies 100-Tage-Gerät mit Statusdisplay für die Substanzen Kohlenstoffmonoxid, Schwefelwasserstoff oder Sauerstoff.
Dräger Pac 3000
Wartungsfreies Zwei-Jahre-Gerät mit Statusdisplay und einstellbarem Betriebstageszähler von 1 Tag bis zu 2 Jahren für die Substanzen Kohlenstoffmonoxid, Schwefelwasserstoff oder Sauerstoff.
Dräger Pac 5000
Wartungsfreies Zwei-Jahre-Gerät mit Konzentrationsdisplay, einstellbarem Betriebstageszähler von 1 Tag bis zu 2 Jahren und Eventlogger für die Substanzen Kohlenstoffmonoxid, Schwefelwasserstoff oder Sauerstoff.
Dräger Pac 7000
Gerät mit unbegrenzter Betriebszeit, Konzentrationsdisplay, einstellbarem Betriebstageszähler von 1 Tag bis zu 2 Jahren, Datalogger, wechselbaren Sensoren, für die Substanzen Kohlenstoffmonoxid, Schwefelwasserstoff, Sauerstoff, Ammoniak, Blausäure, Chlor, Kohlenstoffdioxid, Phosphorwasserstoff, Schwefeldioxid oder Stickstoffdioxid.
Maßgeschneiderte Geräte für das Personal Monitoring
Tragbare Geräte sollen ein kompaktes, handliches Design besitzen. Mit einem kompakten, handlichen und taschengroßen Design sind alle Geräteversionen der Pac-Familie maßgeschneidert für das Personal Monitoring in der täglichen Arbeit. Der Schwerpunkt bei der Entwicklung lag speziell auf einer für den Einsatzzweck angepassten Gerätegröße, Geräterobustheit und einer langen Einsatzdauer ohne Sensorwechsel.

Das stoßfeste Gehäuse ist mit einem Gummischutz überzogen und resistent gegenüber korrosiven Chemikalien. Die Geräte erfüllen die Anforderungen von IP 65 und der EMV-Schutz die IEC-Spezifikation. Darüber hinaus wurde der Schutz vor elektromagnetischer Beeinflussung gegenüber anderen im Markt befindlichen Geräten besonders optimiert.
Übersichtliche Displayinformationen
Das große und sprachfrei gestaltete Display zeigt die Displayangaben mit großen Ziffern bzw. Zeichen an. Im Alarmfall oder auf Knopfdruck unterstützt eine Displaybeleuchtung das deutliche Ablesen. Dräger Pac 1000 und Dräger Pac 3000 besitzen ein Statusdisplay, das die zu messende Gasart, die vorliegende tatsächliche Konzentration im Alarmfall, die Betriebszeit sowie Hinweis- und Warnfunktionen anzeigt.

Zusätzlich zeigt das Display des Dräger Pac 5000 und Dräger Pac 7000 die vorliegende Konzentration kontinuierlich an. Die sichere Befestigung an der Kleidung ist Grundvoraussetzung für das Personal Monitoring. Ein stabiler und fest schließender Krokodilclip aus rostfreiem Stahl gewährleistet eine sichere Befestigung der Geräte an der Kleidung. Für eine individuelle Trageweise des Gerätes ist der Krokodilclip drehbar. Die beiden Alarmleuchten sind an den Ecken des Gerätes angebracht.
Natürlich darf beim Befestigen an der Kleidung die Gaszutrittsöffnung des Sensors nicht verdeckt werden. Deshalb ist bei den Dräger Pac Geräten der Sensor so im Gehäuse positioniert, dass ein Gaszutritt von oben und von vorn erfolgt. Dies erhöht die Sicherheit und unterstützt eine individuelle Trageweise des Gerätes. Besonders wichtig ist die Forderung nach klar erkennbaren Alarmen als Schutz vor Gefahren. Kombiniert mit einem Vibrationsalarm reagieren ein akustischer und ein optischer Alarm bei Überschreiten der eingestellten Alarmschwellen. Zur optimalen Wahrnehmung wird ein Zwei-Ton-Alarm verwendet.

Zwei einstellbare Alarmschwellen sind vorhanden. Am Ende der Gerätebetriebszeit und am Ende der Batteriekapazität sowie bei Gerätestörungen erfolgt ebenfalls eine Warnung. Das Dräger Pac 7000 verfügt zusätzlich über einen TWA-Alarm, einen STEL-Alarm und die Anzeige der Spitzenkonzentration.
Leistungsfähige neue Sensortechnologie
Die Anforderung nach einer möglichst schnellen, um nicht zu sagen fast sofortigen, Alarmierung hängt im Wesentlichen von den verwendeten Sensoren ab. Die Dräger Pac-Geräte sind mit einer neuen Sensortechnologie ausgestattet. Durch sehr schnelle elektrochemische Reaktionszeiten und sehr kurze Diffusionsstrecken reagieren die neuen Sensoren blitzschnell und zeigen auftretende Gasgefahren fast sofort an. Die neuen Sensoren XXS sind Sensoren „en miniature“. Die geringe Sensorgröße unterstützt die anwendungsbezogene Gerätegröße.
Ein Bumptest-Mode erhöht die Funktionssicherheit
Selbstverständlich hat die Sicherheit des Mitarbeiters immer erste Priorität. Sie hängt von einwandfrei funktionierenden Messund Warngeräten ab. Deshalb fordern auch viele länderspezifische Bestimmungen eine regelmäßige Überprüfung der Gerätefunktionen mit einer bekannten Gaskonzentration. Diese Überprüfung heißt Bumptest oder auch Funktionstest. Dazu besitzen die neuen Dräger Pac-Geräte einen Bump- Test-Mode. Wird der Bumptest notwendig, erfolgt ein Hinweis im Display. Das Bumptestintervall kann vom Anwender eingestellt werden. Das Ergebnis des Bumptestes wird im Eventlogger (Dräger Pac 5000) oder Datalogger (Dräger Pac 7000) gespeichert. Für die einfache Durchführung des Bumptestes steht eine Bumptest- Station zur Verfügung.
Individuelle Geräteeinstellungen und Kalibrierung
Zum individuellen Konfigurieren oder Kalibrieren wird das Gerät über das Kommunikations- Modul oder das E-Cal System mit einem PC verbunden. Diese Kombination und die auf dem PC installierte Software Pac Vision oder CC Vision ermöglichen das Konfigurieren aller Funktionen und Kalibrieren sowie die Auswertung der gespeicherten Daten. Zusätzlich besitzt das Dräger Pac 7000 direkt am Gerät eine passwortgeschützte Menüfunktion, mit der die Frischluftkalibrierung und Empfindlichkeitskalibrierung angewählt werden kann. Bei den Geräten Dräger Pac 3000, Dräger Pac 5000 und Dräger Pac 7000 kann eine individuelle Betriebszeit eingestellt werden, z. B. ein Kalibrierintervall, ein Inspektionsintervall bzw. ein individuelles Betriebszeitende.
Eventlogger, Datalogger
Um im Nachhinein eine aufgetretene Situation nachvollziehen zu können, wird von vielen Anwendern ein Eventlogger oder ein Datalogger gefordert. Das Dräger Pac 5000 ist mit einem Event Logger ausgestattet. Der Eventlogger speichert 60 Ereignisse mit der dabei aufgetretenen Konzentration. Darüber hinaus besitzt das Dräger Pac 7000 einen Datalogger, der zusätzlich zu den Ereignissen die aufgetretenen Konzentrationen kontinuierlich speichert. Die Spitzenkonzentrationen werden hierbei in einem einstellbaren Intervall abgespeichert. Bei einem Intervall von einer Minute hat der Datalogger eine Kapazität von etwa fünf Tagen. Die gespeicherten Daten können über einen PC und die installierte Software Pac Vision, CC Vision mit Datum und Uhrzeit heruntergeladen und z. B. mit der Software „Excel“ oder der Dräger GasVision weiterverarbeitet werden.
Detlef Ott
Dräger Safety AG & Co. KGaA
detlef.ott@draeger.com

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