Die natürliche Atmung mit VPS nachahmen
—Durch sich ständig wechselnde Druckunterstützungen nach einem Zufallsprinzip imitiert die variable Druckunterstützung (Variable…/Variable PS) die geringfügigen Abweichungen der normalen Atmung innerhalb eines einstellbaren Korridors. Eine verbesserte Lungenfunktion und ein verringertes Risiko für beatmungsassoziierte Lungenverletzungen (VALI) sind die wichtigsten Effekte dieser Variabilität. Zusätzlich wird die Ventilator-Patienten Synchronität verbessert. Die Patienten fühlen sich wohler und die Einstellungen des Beatmungsgeräts müssen seltener angepasst werden.
Erwiesene Fakten: verbessertes Ergebnis mit variabler Druckunterstützung
- Homogenere Ventilation, Surfactant-Produktion und pulmonale Perfusion ohne die negativen hämodynamischen Auswirkungen erhöhter intrathorakaler Drücke1, 2, 3, 4
- Natürlichere Atmung bei verbesserter Synchronität der Patientenbeatmung5, 6, 7
Variable Pressure Support: Wie funktioniert das?
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Sehen Sie sich das Video an, um zu erfahren, wie Variable Pressure Support funktioniert.
Nutzen Sie die Chance – die Idee der randomisierten variablen Druckunterstützung
—Die Atmung ist eine zyklische Aktivität mit variablen Inspirations- und Exspirationsphasen bei sich stetig leicht ändernden Atemzugvolumina. Es ist fast unmöglich, zwei spontane Atemzüge mit genau derselben Charakteristik zu beobachten.
Die kontrollierte mechanische Beatmung mit Druckunterstützung wird durch ein festgelegtes Unterstützungsniveau gekennzeichnet. Für ein physiologischeres Atemmuster und ein besseres Ergebnis imitiert die Option Variable PS die natürliche Varianz nach. Dabei werden nach einem Zufallsprinzip erzeugte Variationen der Druckunterstützung auf die eingestellte Druckunterstützung angewendet. Im Ergebnis scheint eine biologisch variable Beatmung oder ›Druckunterstützung mit Druckunterstützung mit Atemzugvariabilität‹ die Oxygenierung und Lungenfunktion zu verbessern.
Die Variation der Beatmung folgt einer Zufallsfunktion
Durch das Hinzufügen von ›Variabilität‹ (zufälligen Schwankungen) zu einem monoton behandelten, nichtlinearen biologischen System wie der Lunge entsteht eine stochastische Resonanz, die zur Rekrutierung von kollabierten Alveolen und Atelektase in den Lungensegmenten beiträgt. Diese zufällige Variation basiert auf der Variabilität gemäß der Gaußschen Normalverteilung.

Exkurs
Sie möchten mehr darüber erfahren, was die Gaußsche Normalverteilung bedeutet?
Variable Druckunterstützung als Ableitung der Gaußschen Normalverteilung
Das Niveau der variablen Druckunterstützung der Atemzüge folgt einer Zufallsfunktion gemäß der Gauß-Verteilung. Unabhängig von der Spontanatemarbeit des Patienten induziert die variable Druckunterstützung daher eine Variation des Tidalvolumens. Die Variation wird für jeden einzelnen Atemzug durchgeführt. Für eine einfachere Anwendung kann die Variabilität in Variable PS direkt in Prozent eingestellt werden: ›Press. Var. %‹. Die Einstellungen für ›PEEP‹ und ›∆PS‹ bleiben gleich.
Sie können die Auswirkungen auf die Gauß-Gleichung und die Belüftungskurve vergleichen, indem Sie die Variabilität auf 25 %, 50 % oder 100 % einstellen. Klicken Sie auf die Download-Links unten, um die Unterschiede sichtbar zu machen.
Optimierte Behandlung mit Variable PS
In diesem Fall am Deutschen Universitätsklinikum Dresden geht es um einen 73-jährigen Mann, der nach einem Sturz aus etwa 3,5 Metern Höhe beatmet werden musste. Mit der variablen Druckunterstützung war es möglich, durch Optimierung des Gasaustausches und Erhöhung des Patientenkomforts ein breites Spektrum an Beatmungsdrücken abzudecken.
Die klinische Evidenz zur variablen Druckunterstützung zeigt:
—- Kurzfristig hat sich die druckunterstützte Beatmung (PSV) mit Variabilität bei Patienten mit akutem hypoxämischem Atemversagen als sicher und durchführbar erwiesen. Im Vergleich zu konventioneller PSV erhöhte die ›noisy PSV‹ die Variabilität der Tidalvolumina und ging bei vergleichbarem Gasaustausch mit einer verbesserten Synchronität zwischen Patient und Beatmungsgerät einher.5
- Die variable Beatmung bietet einen neuen physiologischen Ansatz zur Lungenrekrutierung ohne die negativen hämodynamischen Effekte von deutlich erhöhten intrathorakalen Drücken.2
Literaturliste zu Variable PS
Klinische Studien, Fälle und Reviews
Weitere Informationen über Variable PS finden Sie hier in unserem Download-Bereich:

Ihre Wahl für jede Phase der Beatmungstherapie
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Referenzen/Quellen
1 Naik BI, Lynch C, Durbin CG. Variability in Mechanical Ventilation: What's All the Noise About? Respir Care. 2015;60(8):1203-10
2 Mauri T, Lazzeri M, Bronco A, et al. Effects of Variable Pressure Support Ventilation on Regional Homogeneity and Aeration. Am J Respir Crit Care Med. 2017 1;195(5):e27-e28
3 Gama de Abreu M, Spieth PM, Pelosi P, et al.: Noisy pressure support ventilation: a pilot study on a new assisted ventilation mode in experimental lung injury. Crit Care Med 2008; 36: 818–27
4 Arold SP, Suki B, Alencar AM et al. Variable ventilation induces endogenous surfactant release in normal guinea pigs. Am J Physiol Lung Cell Mol Physiol. 2003;285(2):L370-5.
5 Spieth PM, Güldner A, Huhle R, et al.: Short-term effects of noisy pressure support ventilation in patients with acute hypoxemic respiratory failure. Crit Care 2013; 17: R261
6 Morawiec E, Kindler F, Schmidt M. Comparative Effects of Variable Pressure Support, Neurally Adjusted Ventilatory Assist (NAVA) and Proportional Assist Ventilation (PAV) on the Variability of the Breathing Pattern and on Patient Ventilator Interaction Am J Respir Crit Care Med.. 2015;191:A3163
7 Vassilakopoulos T, Zakynthinos S. When mechanical ventilation mimics nature.
Crit Care Med. 2008 36(3):1009-11.




