Nachhaltigkeit im Spital
—Den Spitälern wird eine tragende Rolle zum Erreichen der nationalen Klimaziele zugeschrieben. Mit dem Ausstoss von 4,4% der globalen Treibhausgase wie CO2 liegt der Gesundheitssektor über den Emissionen von Flugverkehr und Schifffahrt.1, 2 Zusätzlich werden 300-600 Liter Wasser pro Bett/Patient in einem deutschen Spital pro Tag verbraucht.3
Leistungserbringer und Industriepartner stellen sich entsprechend die Frage, wie Spitäler nachhaltiger betrieben werden können. Um das zu beantworten, ist es wichtig, die Verursacher der CO2-Emissionen im Spital zu identifizieren.

Verursacher von Treibhausgasen im Spital am Beispiel des NHS
Nach einer Analyse des NHS gehen 62 % der CO2-Emissionen auf die Beschaffungs- und Lieferketten der Spitäler zurück (z. B. durch Energie- oder Wasserverbrauch, Verarbeitung von Materialien sowie Distribution). Darüber hinaus sind als Verursacher im Spital selbst insbesondere die Bereiche Energie, Wasser, Abfall, Anästhesiegase und Transport relevant.4
»Als Familienunternehmer will ich alles, was ich tue, später meinen Kindern erklären können.«
Bei unseren strategischen Nachhaltigkeitszielen steht der Umweltschutz ganz oben
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Nachhaltigkeit und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Dräger sind ein wesentlicher Teil unserer DNA und der Unternehmensgeschichte. Unsere Leitidee ›Technik für das Leben‹ bedeutet für uns, Verantwortung zu übernehmen. Mit all unserer Leidenschaft, unserem Wissen und unserer Erfahrung möchten wir daher das Leben ein Stück besser machen: mit exzellenter und zukunftsweisender Technik, die zu 100 % für das Leben da ist. Für die Menschen, die unserer Technik überall auf der Welt Leben anvertrauen. Und für unsere Umwelt und unsere gemeinsame Zukunft.
So gehen wir beispielsweise die langfristige Dekarbonisierung im Einklang mit den Klimaschutzzielen der Vereinten Nationen mit dem Ziel an, unsere CO2-Emissionen bis 2025 um 33 % zu reduzieren (im Vergleich zum Basisjahr 2015). Dieses Ziel wollen wir ohne den Zukauf von Zertifikaten erreichen. Ende 2020 lagen wir mit einer Reduktion ggü. 2015 um 27,4 % im Plan. Wir streben an, bis 2045 CO2-neutral zu sein.
Erfahren Sie mehr über unsere Nachhaltigkeitsstrategie, -ziele und konkrete Massnahmen zur Reduktion unseres CO2-Fussabdrucks in unserem Nachhaltigkeitsbericht.
Anerkennung unserer Nachhaltigkeitsleistung
Dräger wurde von renommierten Rating-Agenturen geprüft. So hat uns ISS im ISS ESG Corporate Rating vom Juli 2020 das ›Prime‹-Label verliehen. Unsere Bewertung sichert uns den Spitzenplatz in der Branche ›Health Care Equipment & Supplies‹. Auch das Institut EcoVadis platzierte uns im Jahr 2022 in seinem CSR-Assessment unter den besten 1 % der Branche mit dem Status ›Gold‹, wodurch wir uns als nachhaltiger Lieferant auszeichnen. Im Jahr 2021 behielt Dräger seine AA-Bewertung des MSCI ESG2 Ratings aus 2020.




»Die Umsetzung unserer Medizintechnikstrategie >Verbesserung der Akutversorgung< bedeutet auch, dass wir bei der Entwicklung neuer Produkte und Systeme Nachhaltigkeit von Anfang an noch stärker mitdenken müssen.«
Mit >Technik für das Leben< schützen wir Mensch und Umwelt: nicht nur während der Nutzung, sondern bereits in der Produktentwicklung, im Einkauf und in der Produktion
—Sie erwarten von unseren Produkten lange Einsatzzeiten und niedrige Folgekosten. Deshalb konstruieren wir sie langlebig, energiesparend und ressourcenschonend. Umweltaspekte in der Produktentwicklung berücksichtigen wir systematisch gemäß den internationalen Standards IEC 60601-1-9 und IEC 62430. So begegnen wir möglichen negativen Umweltauswirkungen unserer Produkte, z. B. hinsichtlich:
Ressourcenverbrauch (verwendete Materialien)
Stoffbezogenen Restriktionen nach RoHS-Richtlinie 2011/65/EUR
Abfälle durch Verbrauchs- und Verpackungsmaterialien
Stromverbrauch bei elektrischen und elektronischen Geräten
Verwendung von Anästhesiegasen in Narkosegeräten
Fachgerechte Wartung und Reparatur unterstützt durch Ferndiagnosen
Langfristige Versorgung mit Ersatzteilen und Software-Updates
Recyclingpässe zur fachgerechten Entsorgung der Produkte am Ende des Lebenszyklus
Umweltschutz in der Produktion und in unseren Lieferketten
—Unsere Produktionsprozesse sind insgesamt als wenig umweltbelastend einzustufen. Trotzdem arbeiten wir stetig an Verbesserungen, um Ressourcen zu schonen und negative Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Wir unterziehen unsere Produktionsstandorte einer Zertifizierung nach ISO 14001. Alle grösseren Produktionsstandorte sind Teil dieser weltweiten Gruppenzertifizierung.
Die Herstellung unserer Produkte ist massgeblich durch unsere Lieferketten geprägt. Daher sorgen wir dafür, dass auch unsere Lieferanten Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen, z. B. zu Umweltschutz und Materialkonformität inklusive Konfliktmaterialien. Wir beabsichtigen, alle unsere neuen Lieferanten einem Nachhaltigkeits-Assessment zu unterziehen und die Abdeckungsrate des direkten Einkaufsmaterials mit dem Lieferanten-Code of Conduct* (LCoC) bis Ende 2022 auf 83 % zu steigern.
In der Beschaffung unseres Produktionsmaterials und von Fertigprodukten achten wir auf Regionalität. So kamen in unserer europäischen Produktion im Jahr 2021 81 % des Produktionsmaterials und der Fertigprodukte aus Europa, 5 % aus Amerika und 14 % aus Afrika, Asien und Australien.
>80 %
unserer Mitarbeiter arbeiten in unseren ISO 14001-zertifizierten Einheiten.
81 %
unseres Einkaufsvolumens für Produktionsmaterialien waren 2021 durch unseren Lieferanten-Code of Conduct abgedeckt (Ziel: 83 % bis Ende 2022).
81 %
des Produktionsmaterials und der Fertigprodukte für Europa stammen auch aus Europa.
Wir bei Dräger entwickeln >Technik für das Leben<. Doch die Grundlage für unsere Ideen und Innovation liefern Sie mit Ihren täglichen Herausforderungen im Krankenhaus.
Gemeinsam die Akutversorgung nachhaltiger gestalten
—Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Unsere zukunftsweisenden Produkte und Services leisten an vielen Stellen, u.a. in den ressourcenintensiven Bereichen der Akutversorgung, nicht nur einen positiven Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung sondern auch zum Umweltschutz.
Green Anaesthesia
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Der Weltärztebund hat den Klimanotstand ausgerufen und eine Klimaneutralität bis 2030 gefordert. Eines der vielen Details, auf die zu achten sei: eine umweltbewusste Anästhesie. Diesen Aspekt stellen auch DGAI und BDA in ihrem Positionspapier zur ökologischen Nachhaltigkeit heraus. Die volatilen Anästhetika verursachen in einer durchschnittlichen Anästhesieabteilung mit ca. 10.000 Anästhesiefällen p.a. CO2e-Emissionen, die dem jährlichen Fußabdruck von 200 durchschnittlichen Bundesbürgern entsprechen.
Klicken Sie auf „Mehr erfahren“ oder den nachfolgenden Link und erfahren Sie mehr darüber, wie wir Ihnen mit unseren Produkten, Services und Wissen zur Seite stehen, um die Anästhesien möglichst ökologisch nachhaltig zu gestalten. Klinikweite, konsequente Niedrigflussnarkosen sind hierbei nur ein Aspekt, bei denen wir Sie unterstützen können.
Entscheidungsunterstützung in der Beschaffung
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In vielen Fällen werden Mehrweg- gegenüber Einwegprodukten als weniger umweltschädlich angesehen. Ob das stimmt, ist vielfach erst eindeutig, wenn man sich mit den Details beschäftigt. Insbesondere im Spital kann beispielsweise die Aufbereitung von Produkten einen grossen Einfluss auf den ökologischen Fussabdruck haben. Auch Aspekte wie Eutrophierung und Nutzung kritischer Materialien spielen eine wichtige Rolle.
Um die richtige, valide Entscheidung zu treffen, benötigt es daher umfassende fundierte Informationen. Dies bieten Ihnen Ökoeffizienzanalysen. Insbesondere bei Produkten, die in grossen Stückzahlen im Spital genutzt werden, sollten im Entscheidungsprozess ökologische Aspekte berücksichtigt werden.
Klicken Sie auf „Mehr erfahren“ um weitere Informationen zu erhalten, u.a. zu den Aspekten, auf die es bei Zubehörartikeln in der Bewertung der ökologischen und ökonomischen Effizienz ankommt. Laden Sie gerne auch unseren Flyer rund um das Thema Ökoeffizienzbetrachtung unseres Zubehör-Portfolios herunter.
Recycling und Kreislaufwirtschaft
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Unsere Medizintechnikprodukte benötigen verschiedenste hochleistungsfähige, wertvolle Werkstoffe. Wir holen aus den Abfällen das Bestmögliche raus, entsorgen Nichtverwertbares und halten dabei die geltenden Bestimmungen ein. Wir unterstützen dabei die Entsorgung mit Recyclingpässen sowie Stofflisten, Skizzen und Demontage-Empfehlungen nach WEEE-Richtlinie 2012/19/EU (Waste of Electrical and Electronic Equiment).
Wir nehmen (fast) alle unsere Produkte wieder zurück. Ein Beispiel ist die Rücknahme von Atemkalk. Dieser gilt seit 2015 als gefährlicher Abfall. Wir bereiten den Atemkalk auf und führen diesen einer Wiederverwertung als Bodenverbesserer in der Landwirtschaft zu.
§ 56 KrWG
Unser Abfallmanagement mit zwei Standorten ist als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert.
33 t CO<sub>2</sub>-Äquivalent
eingespart durch Wiederverwertung des Atemkalks
-565 t Abfall
an den Dräger-Standorten in Lübeck in 2021 (ggü. 2020)
96,5 %
Verwertungsquote in 2020
Steigerung der Effizienz Ihrer medizinischen Anlagen
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Gasversorgungssysteme setzen sich aus vielen verschiedenen Komponenten zusammen, die alle reibungslos ineinandergreifen, so dass Druckluft, Sauerstoff und andere medizinische Gase sowie Vakuum in allen Abteilungen permanent verfügbar sind.
Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung, unseren individuellen Leistungen von der Beratung und Planung, über die Installation, bis hin zum Service im Betrieb und innovativer Analyse-Software, um Ihre Anlagen möglichst effizient und nachhaltig auszulegen. Denn je nach Gestaltung Ihrer Anlage und den individuellen Gegebenheiten können hohe Energielasten anfallen und potentiell große Einsparungen erzielt werden.
Kontakt mit Dräger aufnehmen
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1 Health Care Without Harm in collaboration with Arup, 2019.
2 Climate Watch, the World Resources Institute, 2020.
3 Bayrisches Staatsministerium, Debatin, Klinergie 2020, Medica.
4 NHS, Delivering a ‘Net Zero’ National Health Service, 2020.
5 Nielson et. al, A&A, April 2012.












