Alarm Fatigue gefährdet die Patientensicherheit
—Patientenalarme spielen eine wichtige Rolle beim Schutz von Patienten, da sie eine rechtzeitige Reaktion des Pflegepersonals ermöglichen. Auf einer Intensivstation ist die Anzahl der akustischen Alarme von medizinischen Geräten in der Regel sehr hoch. Die Signale können sich überschneiden und um die Aufmerksamkeit des Pflegepersonals konkurrieren. Das sorgt für zusätzlichen Stress beim Personal und bei den Patienten.
- 350 Alarme pro Bett/Tag (Durchschnitt im Spital)1
- 80-95 % der Alarme der Patientenmonitore sind klinisch nicht signifikant und erfordern keine klinische Intervention.2
- Nur 50 % der kritischen Alarme werden richtig erkannt.3
- Die WHO empfiehlt einen Schallpegel von durchschn. 35 dB. Studien zeigen jedoch Werte von 52-59 dB und, dass die empfohlenen Werte in 50 % der Fälle ständig überschritten werden.4
- Die Reduktion von Lärm auf der Intensivstation ist ein wichtiger Aspekt in der Delirprophylaxe und -therapie.
Eine gesundheitsfördernde Umgebung durch kundenspezifisches Alarmmanagement
—Wir unterstützen Sie durch eine ganzheitliche Betrachtung, um Ihre Alarmeinstellungen zu optimieren und die klinisch relevanten Alarme an die richtigen Personen zu leiten. Denn ein effektives Alarmmanagement erhöht die Patientensicherheit, verbessert das Patientenerlebnis, erhöht die Mitarbeiterzufriedenheit und reduziert Kosten der Pflege durch effiziente Prozesse.

Management von kritischen Patientenalarmen in der Akutversorgung
Gemeinsam mit unserem Partner Ascom bieten wir Lösungen für ein sicheres Management von Patientenalarmen in Situationen, in denen das Leben eines Patienten gefährdet sein kann.
Laden Sie unsere Broschüre herunter, um mehr über unsere integrierten Lösungen und Dienstleistungen zu erfahren.
Ganzheitliches Alarmmanagement

Erhalten Sie Orientierung
durch individuelle Beratung auf Basis kunden-spezifischer Daten. Wir erarbeiten mit Ihnen eine individuelle Strategie, die eine verlässliche und zielgerichtete Alarmierung ermöglicht.

Erhalten Sie langfristig Transparenz
über das aktuelle Alarmaufkommen und der damit verbundenen Prozesse durch die kontinuierliche datengestützte Analyse und der Darstellung in übersichtlichen Dashboards.

Schärfen Sie Ihren Fokus,
indem die Alarme zur richtigen Zeit an die richtige Person durch ein verteiltes Alarmsystem geleitet wird.
Seit 2010 veröffentlicht das ECRI jährlich die Liste der wichtigsten Risiken von Gesundheitstechnologien. Alarmrisiken waren seit 2010 auf jeder Liste vertreten und führten sie oft an.
Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir Optimierungspotenziale
—Auf Basis Ihrer kundenindividuellen IST-Analyse entwickeln wir für Sie eine Strategie, die eine verlässliche und zielgerichtete Alarmierung des medizinischen Personals und der damit verbundenen Prozesse ermöglicht. Ein weiteres Ziel der Strategie ist es, Alarme soweit zu reduzieren wie technisch und rechtlich möglich und auf Basis der Geräte, die in den Patientenzimmer genutzt werden.

1. IST-Analyse des aktuellen Alarmaufkommens und der Alarmeinstellungen

2. Gemeinsame Entwicklung einer individuellen Strategie mit Optimierungspotenzialen

3. Plandurchführung: Anpassung der Alarmsettings und Prozesse sowie interne Trainings

4. Validierung und Reanalyse

5. Anpassung der Maßnahmen
»Die Verbesserung der Patientensicherheit konnten wir einerseits dadurch ermessen, dass wir über eine Auswertung mit Dräger Connect, seitdem wir das Alarmmanagement haben, Bearbeitungszeiten der Alarme von unter 30 Sekunden feststellen konnten und nachhalten können, dass kein Alarm, der am Patienten entsteht, mehr unbearbeitet bleibt.«
Die kontinuierliche Analyse Ihres Alarmaufkommens liefert Informationen für eine fundierte Kontrolle und Entscheidungsfindung
—Eine Datenanalyse aller Alarme, die in einem Krankenhaus aufgetreten sind, schafft Transparenz. Sie bietet die Grundlage, um systematische Prozessabläufe, Alarmeinstellungen und Personalplanung zu optimieren. Auf diese Weise kann die Effizienz des Alarmmanagements erhöht und letztlich der Stress, dem das klinische Personal und die Patienten ausgesetzt sind, reduziert werden.

Alarm History Analytics
Die Alarm History Analytics-Anwendung bietet Einblicke zu den Alarmen von angeschlossenen Infinity Patientenmonitoren in einer Akutpflegeumgebung. Die Anwendung ermöglicht die Analyse von Alarmen auf einer Station, um systematische Prozessabläufe, Personalplanungen und die Effizienz des Alarm-Managements zu optimieren.

Wie die Alarmanalyse Ihre Arbeitsabläufe unterstützen kann
»Man kommt hier hin und es ist ruhig. Die Leute unterhalten sich, die machen ihre Arbeit und es ist dadurch ein wesentlich niedrigeres Stresslevel bei allen Beteiligten.«
Der richtige Alarm zur richtigen Zeit an die richtige Person mit unserem verteilten Alarmsystem
—Unser verteiltes Alarmsystem von Ascom unterstützt Ihre klinischen Prozesse, um Ärzten und Pflegekräften gezielt relevante Alarmmeldungen zur Verfügung zu stellen.
Bewährte Verfahren kennen
—Nutzen Sie die Erfahrung anderer, wenn Sie im Bereich des klinischen Alarmmanagements aktiv werden wollen. Die nachfolgenden Organisationen bieten Ihnen Studien, Materialien und Hilfsmittel, die Ihnen zu einem guten Start verhelfen und Ihr Projekt zum Erfolg führen werden.

National Coalition for Alarm Management Safety

ECRI’s Alarm Safety Resource Center

Clinical Alarms Management and Integration Program
Internationale Alarmmanagement-Standards
Wählen Sie eine Alarmmanagement-Lösung, welche die klinischen und administrativen Anforderungen Ihres Hauses erfüllt. Um Ihre Optionen besser evaluieren zu können, sollten Sie sich mit den Standards vertraut machen, welche die Hersteller von Alarmmanagement-Technologien reglementieren.

Internationaler Standard IEC 80001
Der technische Bericht IEC TR 80001-2-5:2014(E) liefert Empfehlungen zur Integration, zur Kommunikation in Alarmsituationen und zur Weiterleitung von Alarmzuständen aus einer oder mehreren Quellen, um deren Sicherheit und Effektivität zu gewährleisten.

Internationaler Standard IEC 60601
Diese Normen beschäftigen sich mit der allgemeinen Sicherheit und den wesentlichen Leistungsmerkmalen von medizinischen elektrischen Geräten und Systemen: IEC 60601-1: Medizinische elektrische Geräte – allgemeine Festlegungen für die Sicherheit einschließlich der wesentlichen Leistungsmerkmale; IEC 60601-1-8 Leitfaden zu Alarm-Verteilungssystemen.

Internationaler Standard IHE-PCD
Die Initiative IHE-PCD (Integrating the Healthcare Enterprise – Patient Care Device) liefert einen technischen Rahmen von Anwendungsfällen mit definierten speziellen Profilen, einschließlich der Spezifikationen für klinische Alarme und Systeminteroperabilität.

Medizinprodukterichtlinie
Die Richtlinie 93/42/EWG der Europäischen Union (auch als Medizinprodukterichtlinie bezeichnet) beschreibt die wesentlichen Anforderungen, die von Herstellern und Importeuren eingehalten werden müssen, um das CE-Zeichen verwenden und ihre Geräte in der EU bewerben und verkaufen zu dürfen.
Treiben Sie mit uns die Interoperabilität von medizinischen Geräten in der Akutversorgung voran
—Interoperable Medizingeräte können Daten so verarbeiten, dass sie die Behandlung von Patienten aktiv verbessern können. Dabei steht stets im Fokus, die menschlichen Fähigkeiten bei der Patientenversorgung zu erweitern und nicht zu ersetzen.

Weitere digitale Lösungen von Dräger
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Quellenangaben:
- Jones, K. (2014). Alarm fatigue a top patient safety hazard. Canadian Medical Association Journal; 186 (3); p. 178.
- Cropp, A. et al. (1994). Chest.
- Association fort he Advancement of Medical Instrumentation (2011). Clinical Alarms, 2011 Summit.
- Darbyshire, J. L. & Young, J. D. (2013). An investigation of sound levels on intensive care units with reference to the WhO guidelines. Critical Care; 17: R187.




