Beweglichkeit ist Trumpf - Innovation Seminar mit Anton Schrofner

Beweglichkeit ist Trumpf

Unsere Offenheit für Neues und Anderes spornt uns immer wieder an. Wir kombinieren neue technologische Entwicklungen und Möglichkeiten erfolgreich mit unserem tiefen Wissen um die Anforderungen unserer Kunden. Und noch mehr: Mit der Kenntnis, was zukünftig möglich und nötig ist, eröffnen wir ihnen ganz neue Perspektiven. So machen wir unsere Kunden in ihrem Alltag noch erfolgreicher, setzen immer wieder Standards für die Zukunft und formen unsere Märkte. Uns leitet dabei der Gedanke, aus Technik ›Technik für das Leben‹ zu machen.

Beweglichkeit ist Trumpf - Anton Schrofner im Interview

Interview mit Toni Schrofner: Gute Ideen kann jeder haben

Die Art, wie Unternehmen neue Ideen generieren und Innovationen umsetzen, verändert sich. Das erfordert Umdenken und Mut. Toni Schrofner ist Vorstand Medizintechnik und treibt dort das Thema Innovation. Hier setzt man seit einiger Zeit auf flexible Organisationsmodelle, Hochleistungsteams und Eigenverantwortlichkeit. Was das konkret bedeutet, erfahren Sie im Interview.

Wie ist der Bereich Innovation bei Dräger aufgestellt?

Dräger ist ein familiengeführtes Unternehmen mit einer über 130 Jahre gewachsenen Tradition und Struktur – mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen. Viele Mitarbeiter schätzen die Sicherheit, die ein so langes Bestehen im Markt vermittelt. Ausdruck dieser Sicherheit sind mitunter die klassischen Wasserfall-Strukturen, Prozesse und Methoden, die sich in vielen Unternehmensbereichen bewährt haben. Das funktioniert bis zu einem bestimmten Punkt gut, doch in einem technologiegetriebenen Unternehmen wie Dräger ist es heute überlebenswichtig, flexibel und rasch auf Marktanforderungen und Trends reagieren zu können. Zunehmend komplexe Lösungen sowie verkürzte Produktzyklen verlangen es von uns, ausgetretene Pfade zu verlassen, quer zu denken und zu agieren, sich neu zu vernetzen und vorhandenes Wissen über Abteilungs- und Projektgrenzen hinweg optimal einzusetzen.

Was bedeutet das konkret?

Konkret bedeutet das, unsere Mitarbeiter aus dem vorhandenen Strukturgerüst im Unternehmen herauszulösen und ihnen den Freiraum zu geben, neue, priorisierte Themen mit passgenau zusammengesetzten Teams anzugehen. Das heißt also, wir müssen es hinbekommen, Dräger zum einen seine klassische Aufbauorganisation zu lassen, die ja durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Gleichzeitig ist es aber notwendig, immer wieder erforderliche neue Netzwerke temporär parallel aufzubauen und zuzulassen.

Das verlangt nach einem Kulturwandel – wo stehen wir da?

Wir befinden uns noch im Prozess und das wird auch noch eine Weile so sein. Einen solchen Kulturwandel können wir nur Schritt für Schritt erzielen, und wir müssen dabei alle Mitarbeiter abholen. Tatsächlich ist es so, dass es schon immer Kollegen gab, die ihre eigenen Netzwerke hatten, wenn es um die Beschaffung von notwendigem Know-how und Erfahrungswerten ging. Was wir jetzt machen ist nichts anderes, als diese Kollegen zu bestärken und ihnen eine Plattform zu geben, mit der sie diese Arbeitsweise perfektionieren können. Ein Beispiel: Suchten wir früher nach Pneumatik-Spezialisten bei Dräger, war es schwierig, diese zu identifizieren und ihre Expertise für ein Projekt heranzuziehen. So, wie wir heute aufgestellt sind, wissen wir ganz genau, wo weltweit sowohl die Pneumatik-Spezialisten in der Beatmung und die für Pressluftatmer sitzen. Sie haben ähnliche Themen, aber komplett andere Spielfelder. Die unterschiedlichen Perspektiven, die sie in gemeinsame Projekte einbringen, können sich sehr positiv auswirken.

Wie erreichen wir das notwendige Umdenken und damit die Akzeptanz neuer Methoden?

Um diesen Mehrwert für unser Unternehmen zu erschließen, müssen wir Vertrauen schaffen in die manchmal noch ungewohnten agilen Methoden. Vertrauen, dass diese Flexibilität nicht gleichbedeutend mit Unsicherheit ist, dass die Wertigkeit des Einzelnen nicht verloren geht, sondern ganz im Gegenteil noch steigt. Denn in den agilen Netzwerken macht jeder das, was er am besten kann und zieht daraus sein Selbstverständnis – auch ohne organisatorische Heimat. Dieses Vertrauen kann aber nur durch Erfahrung entstehen. Je mehr Projekte wir auf diese Art erfolgreich abwickeln, je deutlicher wird, welche Vorteile Dräger und den Mitarbeitern dadurch entstehen, desto mehr andere Bereiche werden mutig und beschreiten diesen Weg. Viele Puzzleteile müssen dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Dazu gehört auch zu lernen, einen neuen Blickwinkel auf die Dinge einzunehmen, was wir beispielsweise durch interne Kampagnen initiiert haben. Denn nur, wer dazu grundsätzlich bereit und in der Lage ist, kann erfolgreich Neues schaffen.

Wie muss ein gutes Team funktionieren, was zeichnet die einzelnen Mitglieder aus?

Für uns ist wichtig, dass nicht jeder alles wissen muss. Stattdessen sollte er extrem gut ausgebildet für zwei bis drei Themen sein, mit denen er dann seinen klaren Platz im Team hat. Er kennt seine Stärken und die der anderen, ohne dabei Berührungsängste zu zeigen. So können wir Hochleistungsteams aufstellen, deren Mitglieder für die jeweilige Aufgabe die höchste Expertise mitbringen. Dafür brauchen wir solche, die über aktuelles Know-how verfügen genauso wie jene, die ihre langjährige Erfahrung einbringen, die eher Chaotisch-Kreativen, wie die sorgfältig Planenden. Sie alle sind verbunden über das gemeinsame Projektziel und arbeiten mit Hochdruck und fokussiert auf ihre Aufgaben daran, dieses Ziel zu erreichen. 

Dazu balanciert jeder Mitarbeiter eigenverantwortlich seine Arbeitszeit zwischen seinem eigentlichen Aufgabenfeld und den priorisierten Themen aus. Und das funktioniert aus unserer Erfahrung sehr gut, dafür sind keine starren Regelungen notwendig.

Woraus beziehen die Teams ihre Motivation? Wie erhalten sie diese über die Zeit aufrecht?

Wesentlich für die Motivation ist, dass alle Teammitglieder ihr gemeinsames Ziel verinnerlichen und ein klares Bild von ihrer Rolle dabei haben. In erster Linie sind das natürlich zunächst die Projektziele – und da spornen sich die Teams häufig selbst zu immer höheren Leistungen an, versuchen ihre Grenzen auszuloten und zu schauen, was sie gemeinsam erreichen können. Über allem steht aber unser großes Ziel, das heißt: Dräger in unseren Märkten auf einem Spitzenplatz zu positionieren. Die Kompetenz dazu haben wir in unseren Reihen – wir müssen sie nur optimal einsetzen.

Wie fördern Sie Innovation im engeren Sinn? Setzen Sie hierbei auf bestimmte Methoden? Schaffen Sie ein besonderes Klima?

Als erstes müssen wir uns von dem Gedanken frei machen, dass nur der klassische Mitarbeiter aus der Entwicklung in der Lage ist, neue Ideen zu auszuarbeiten und umzusetzen. Gute Ideen kann jeder haben – man muss den Kollegen nur Mittel und Wege bereitstellen, ihre Ideen darzulegen und weiter zu entwickeln. Unser Ziel ist es: Dräger fit für den Markt von morgen zu machen, einen rascheren Time-to-Market zu erzielen und dafür der Innovationskraft unserer Mitarbeiter Entfaltungsraum zu bieten.

Der Kopf raucht, das Projektteam steckt fest – was tun?

So etwas kann immer wieder passieren und dann muss man loslassen können, den Kopf frei machen. Das gilt für das gesamte Team wie für den Einzelnen – hier sollte jeder seine eigenen Strategien haben, um aufzutanken und sich aus festgefahrenen Gedanken zu lösen. Meine persönliche Erfahrung ist, dass dies am besten gelingt, wenn man sich komplett rausnimmt und abschaltet, am besten ein ganzes Wochenende. Und zwar ohne den Laptop mitzunehmen und doch noch schnell ein paar Mails zu beantworten! Mein Hobby ist zum Beispiel Motorradrennen fahren. Wenn ich auf der Rennstrecke bin, verdrängt die absolute Konzentration, die mir das abfordert, alle Gedanken an die Arbeit. Oder ich gehe mit meinen beiden Hunden auf einen langen Spaziergang in die Natur. Das befreit mich und hat schon so manche Denkblockade gelöst, wenn ich danach wieder frisch an den Schreibtisch zurückkehrte.

Unser Digital Spirit

Innovation Management unterstützt Organisationen dabei, neue Wege zu finden, um auf externe Einflüsse schneller reagieren zu können. Bei uns übernimmt das seit u.a. 2016 die "Garage". Die Garage fördert die Vernetzung nach innen und außen, bringt Menschen zusammen und schafft den "Raum", frei denken und schnell lernen zu können. Der „Hackathon 2019“ ist ein Beispiel für unseren „Digital Spirit“.

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Wir gehen neue Wege, um innovative Lösungen umzusetzen. Dies wird durch den Einsatz von Gasmesstechnik mit Schnittstellen für externe Anwendungen wie Drohnen veranschaulicht.

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