Jedes Jahr vergibt die Possehl Stiftung Lübeck einen Ingenieurpreis für Studierende der Technischen Hochschule Lübeck für die beste Abschlussarbeit. 2021 konnte unser Dräger Bachelorand Micha die Jury mit seiner Arbeit zum Thema: "Feldsimulationen zur Integration von Antennen in ein Beatmungsgerät" überzeugen.

Ein Foto von Possehl-Preisträger Micha. Er hält seine Abschlussarbeit.

Hallo,

mein Name ist Micha (rechts im Bild) und ich habe an der TH Lübeck Elektrotechnik - Kommunikationssysteme studiert.

Ich möchte euch kurz meine Bachelorarbeit zum Thema: "Feldsimulationen zur Integration von Antennen in ein Beatmungsgerät" vorstellen. Diese entstand in enger Kooperation mit Dräger. In der Arbeit habe ich mich mit dem Thema Digitalisierung in Krankenhäusern beschäftigt, welche eine immer größere Rolle einnimmt, da sie dem überlasteten Pflegepersonal Dokumentationsarbeit und manuelle Geräteeinstellungen abnimmt und so mehr Zeit für die wichtigste Aufgabe bleibt: die Betreuung der Patientinnen und Patienten.

Ein zentrales Thema ist dabei die Vernetzung von Beatmungsgeräten, Patientenmonitoren und Inkubatoren untereinander. Dabei wird zunehmend auf drahtlose Verbindungen durch Antennen gesetzt, da diese eine hohe Flexibilität für das medizinische Personal bieten. Hier setzt meine Bachelorarbeit an, denn beim Einbau von Antennen in Beatmungsgeräte verändern sich die elektrischen Eigenschaften der Antenne. Zum Beispiel schirmt das Gerät die Antenne ab, wodurch die Information nicht mehr vom Gerät zum Empfänger gelangen kann.

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In meiner Bachelorarbeit habe ich mich also mit der Frage beschäftigt, ob man diese Veränderungen der elektrischen Eigenschaften der Antenne mit einer Computersimulation vorhersagen kann. Dazu habe ich ein 3D-Modell von einem Beatmungsgerät mit eingebauter Antenne erstellt und simulierte wie diese aus dem Gerät sendet. Zum Vergleich habe ich Messungen mit dem realen Beatmungsgerät und der darin eingebauten Antenne herangezogen.

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Und es zeigte sich eine gute Übereinstimmung zwischen Simulation und Messung. Mit dieser Methode könnte durch Feldsimulation die Vernetzung von Geräten in Krankenhäusern vorangetrieben werden und Verbesserungen in der Behandlung von Patientinnen und Patienten erreichen.

Ich habe nach meiner Arbeit noch ein Masterstudium in Elektrotechnik angefangen und kann mir gut vorstellen, danach wieder zu Dräger zurückzukehren und vielleicht weiter an der Vernetzung von Medizingeräten zu arbeiten.

Der Post dazu auf LinkedIn: Herzlichen Glückwunsch Micha!

Das Video auf Youtube: Possehl-Ingenieurpreis 2021: Preisträger | TH Lübeck - YouTube

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