Absturzsicherung durch Auffangen für die Feuerwehr - Atemschutzgeräten und Auffanggurten

Absturzsicherung durch Auffangen für die Feuerwehr

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Kombination von Atemschutzgeräten und Auffanggurten

Viele Absturzrisiken im Feuerwehreinsatz lassen sich durch die Maßnahmen Halten, Rückhalten und Arbeitsplatzpositionieren wirksam absichern. Hierzu kann ein Haltegurt nach EN 358 verwendet werden, zum Beispiel der Dräger PSS Safety Belt. Maßnahmen zur Vermeidung eines Absturzes (z. B. Halten) sind besser, als den Absturz mithilfe eines Auffangsystems abzusichern, da durch den Sturz trotz PSA schwere Verletzungen nicht ausgeschlossen sind.

Absturzsicherung für die Feuerwehr

Sichern in absturzgefährdeten Bereichen für die Feuerwehr

Ist die gleichzeitige Verwendung von PSA gegen Absturz in Form eines Auffanggurtes nach EN 361 und eines Atemschutzgeräts (Pressluftatmer) erforderlich, wurde bislang – auf Basis von Versuchen aus dem Jahr 2001 – die Nutzung eines integrierten Systems empfohlen (vgl. DGUV Regel 112–198).

Die PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) gibt vor, dass verschiedene PSA bei gleichzeitiger Nutzung die Schutzwirkung der einzelnen Ausrüstung nicht beeinträchtigen darf (PSA-BV § 2, Abs. 3).

Neue Untersuchungen von Dräger in Zusammenarbeit mit einem renommierten Hersteller von PSAgA sowie externen Fachleuten, z. B. von der DGUV, haben u. a. in praktischen Versuchen gezeigt, dass bestimmte Auffanggurte und Atemschutzgeräte der neuesten Generation gleichzeitig verwendet werden können, ohne sich in ihrer Schutzwirkung zu beeinträchtigen.

Kombination von Atemschutzgeräten und Auffanggurten

Als Ergebnis der Untersuchungen sind in Abstimmung mit den Unfallversicherungsträgern Herstellererklärungen für das Atemschutzgerät und den Auffanggurt sowie eine Dräger-Info mit weiteren Informationen erstellt worden:

Die Vorgabe der PSA-BV an die sichere Verwendung von mehreren PSA wird damit erfüllt, gleichzeitig bieten sich für die Anwender verschiedene Vorteile einer Kombination von einzelnem Atemschutzgerät und Auffanggurt gegenüber einem integrierten System:

  • Keine speziellen Atemschutzgeräte notwendig, Austauschbarkeit zwischen den Fahrzeugen, Pool-Lösung etc. bleibt erhalten
  • Auffanggurt wird nur bei Absturzgefahr angelegt, dadurch im normalen Atemschutzeinsatz weniger Anlegeaufwand und Belastung
  • Weniger Materialverschleiß, da der Auffanggurt nicht in jedem Atemschutzeinsatz mitgeführt wird
  • Ein korrekt angelegter Auffanggurt kann das Luftpolster (Schutzwirkung) der Brandschutzbekleidung einschränken, daher ist ein Atemschutzgerät mit Auffanggurt für die Innenbrandbekämpfung eventuell ungeeignet. Der Auffanggurt sollte nur zur Absturzsicherung angelegt werden.
  • Ein integriertes System aus Atemschutzgerät mit Auffanggurt erfordert zusätzlichen Prüfaufwand und Qualifikation der Gerätewarte (PSAgA) verglichen mit einem normalen Atemschutzgerät
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