Einsatzstellenhygiene bei der Feuerwehr - Einsatzstellenhygiene bei der Feuerwehr

Einsatzstellenhygiene bei der Feuerwehr

Hygienekonzept für die Feuerwehr

Bei Brandbekämpfungsmaßnahmen, entsteht immer eine Vielzahl von Gefahrstoffen, fast unabhängig von den am Brand beteiligten Materialien. Je nach Bauart des betroffenen Objekts oder des verwendeten Materials können neben den Brandgasen auch Asbest oder andere Fasern und Stäube freigesetzt werden.

Das Wichtigste, was Sie wissen müssen, ist, dass Sie sich vor dem Einatmen von Staub und Gasen schützen müssen. Dies ist nicht nur während der Brandbekämpfung notwendig, sondern auch bei den Aufräumarbeiten nach einem Brand, sowie während der Aufbereitung der kontaminierten PSA in der Atemschutzwerkstatt.

Feuerwehr_Einsatzstellenhygiene.jpg

Hygiene im Feuerwehrdienst

Die Hygiene am Einsatzort dient der Erhaltung der Gesundheit von Einsatzkräften und insbesondere von Feuerwehrleuten am Einsatzort. Es sollte ein geeigneter Schutz vor biologischer, chemischer und physischer Exposition sowie die für die jeweilige Situation erforderliche persönliche Schutzausrüstung (PSA) bereitgestellt werden.

feuerwehrmann-mit-x-am-3500-3-2-D-1337-2018.jpg

Hygienekonzept an der Einsatzstelle.

Während eines Feuerwehreinsatzes muss das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung obligatorisch sein. Das Tragen von Atemschutz und/oder Chemikalienschutzanzügen ist ebenfalls vorgeschrieben, wenn dies auf Anweisung der Einsatzleitung erforderlich ist.

Fahrzeuge müssen so aufgestellt werden, dass keine gefährlichen Stoffe in die Mannschaftskabinen gelangen können. Essen und Trinken ist im Gefahrenbereich verboten und außerhalb des Gefahrenbereichs nur nach entsprechenden Hygienemaßnahmen wie z. B. ausreichender Reinigung von Gesicht und Händen erlaubt. 

Die Einsatzkräfte im Gefahrenbereich sollten immer auf ein minimum reduziert werden, auch die Dauer im Gefahrenbereich sollte so  gering wie möglich gehalten werden

Hygine_Einsatzende.jpg

Hygienekonzept nach dem Einsatz

Jede Einsatzstelle wird nach einem Einsatz kontrolliert und gereinigt. Im Gefahrenbereich sollte auch nach dem Einsatz unbedingt geeigneter Atemschutz getragen werden. Kontaminierte Gegenstände aus dem Einsatz, wie Kleidung, Fahrzeuge usw., können je nach Witterung ggf. mit Wasser vor Ort gereinigt werden um Schwebstoffe zu binden. Gegebenenfalls muss kontaminiertes Wasser aufgefangen und separat entsorgt werden. Gibt es Hinweise auf besonders gefährliche Schadstoffe, muss eine entsprechende Dekontamination durchgeführt werden. Ein sachgerechter Transport von potenziell kontaminierten Gegenständen ist erforderlich, z. B. mit Foliensäcken.



Draeger Safety Bag

Safety-Bag – das Hygiene-Set für die Feuerwehr

Um die Ausbreitung von Kontaminationen zu verringern, enthält der Safety-Bag eine Dräger X-plore® 1900 FFP2-Maske, die beim Ausziehen und Einpacken der Kleidung Schutz vor Feinstäuben und Partikeln bietet. Außerdem ein Paar Einweghandschuhe / Einmalhandschuhe, ein Reinigungstuch für Gesicht, Nacken und Hände. Sowie 2x Flachsäcke, 2x Kabelbinder, einfaches Formular zur Dokumentation und eine Umverpackung mit Gleitverschluss


Safety-Bag – das Hygiene-Set für die Feuerwehr

Das richtige Auskleiden und Verpacken an der Einsatzstelle

fotostrecke-01-3-2-IMG-4921.JPG

Zum Auskleiden muss der Feuerwehrmann zu nächst einen ruhigen Platz außerhalb des Gefahrenbereiches suchen.

fotostrecke-02-3-2-IMG-4926.JPG

Im nächsten Schritt nimmt der Feuerwehrmann sich den Helm ab.

fotostrecke-03-3-2-IMG-4927.JPG

Danach werden die Handschuhe ausgezogen.

fotostrecke-04-3-2-IMG-4932.JPG

Und dann wird die Einsatzjacke ausgezogen ohne sie von außen zu berühren.

fotostrecke-05-3-2-IMG-4938.JPG

Im fünften Schritt wird die Flammschutzhaube von innen über die Maske gezogen.

fotostrecke-06-3-2-IMG-4939.JPG

Und anschließend die Maske abgenommen.

fotostrecke-07-3-2-IMG-4943.JPG

Dann kommt das Safety Bag zum Einsatz. Es wird ausgepackt und das Reinigungstuch heraus genommen.

fotostrecke-08-3-2-IMG-4947.JPG

Mit dem Reinigungstuch wird das Gesicht gereinigt um Gefahrstoffe zu beseitigen.

fotostrecke-09-3-2-IMG-4949.JPG

Nachdem Gesicht wird auch der Hals mit dem Reinigungstuch von Gefahrstoffen befreit.

fotostrecke-10-3-2-IMG-4951.JPG

Anschließend werden auch die Arme mit dem Tuch gereinigt.

fotostrecke-11-3-2-IMG-4958.JPG

Dann folgen noch die Hände mit der Reinigung.

fotostrecke-12-3-2.JPG

Nachdem alles desinfiziert ist und grob von Gefahrstoffen befreit ist, zieht der Feuerwehrmann sich die Handschuhe an.

fotostrecke-13-3-2.JPG

Als nächstes wird die Maske aus dem Safety Bag entnommen.

fotostrecke-14-3-2.JPG

Und aufgesetzt.

fotostrecke-15-3-2.JPG

Dann wird der Plastiksack genommen und ausgepackt.

fotostrecke-16-3-2-IMG.JPG

In diesen wird dann die kontaminierte Einsatzkleidung gelegt.

fotostrecke-17-3-2.JPG

Hier ist es wichtig, dass die Einsatzkleidung nicht dem ungeschützen Körper in Kontakt kommt. Zum Ende wird der Plastiksack luftdicht verschlossen.

Die wichtigsten 7 Schutzmaßnahmen im Einsatz

1. Bei allen Löscharbeiten, egal ob Mülleimerbrand oder Großfeuer, muss ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät getragen werden. Auch bei Nachlöscharbeiten muss auf den richtigen Atemschutz geachtet werden.

2. Nach einem Brandeinsatz muss die kontaminierte Schutzkleidung schon an der Einsatzstelle ausgezogen werden. 

3. Nach dem Einsatz sollten umgehend das Gesicht, die Hände und der Hals gewaschen werden. 

4. Bevor der Atemschutzgeräteträger etwas trinkt oder isst, muss die kontaminierte Einsatzkleidung ausgezogen werden, um keine Gefahrstoffe über die Nahrung aufzunehmen. 

5. Die kontaminierte Einsatzkleidung sollte nach dem Einsatz luftdicht verschlossen und nicht im Mannschaftsraum transportiert werden, um die Schadstoffe nicht zu verschleppen. 

6. Das mit Schadstoffen in Kontakt gekommene Material muss noch an der Einsatzstelle mit sauberem Wasser abgespült werden, und darf ebenfalls nicht im Mannschaftsraum transportiert werden.

7. Nach dem Einsatz muss die schwarz - weiß Trennung beachtet werden. Die kontaminierte Einsatzkleidung und das Material muss vor dem nächsten Gebrauch fachgerecht gereinigt werden.

Verwandte Themen

bekaempfung-von-gesundheitsrisiken-bei-der-feuerwehr-3-2-d-25836-2015.jpg

Bekämpfung von Gesundheitsrisiken

Feuerwehrleute riskieren ihr Leben und ihre Gesundheit in vielerlei Hinsicht, und zwar nicht nur im Einsatz. Sie sind krebserregenden und anderweitig giftigen Substanzen ausgesetzt. Entscheidend ist das Bewusstsein für diese Risiken und dafür, wie sie vermieden werden können.

draeger-pressluftatmer-scba-3-2.jpg

Atemschutzgeräte

Das umgebungsluftunabhängige Atemschutzgerät (Pressluftatmer, Isolieratemschutzgerät oder SCBA = Self-contained breathing apparatus) stellt die grundlegende Ausrüstung für Feuerwehren dar

atemschutzwerkstatt_feuerwehr_draeger.jpg

Atemschutzwerkstatt

Maßgeschneiderte Dienstleistungen und passgenaue Lösungen für Eure Atemschutzwerkstatt und die Aufbereitung Eurer Atemschutzgeräte. Informiere Dich hier zu Atemschutzwerkstätten bei der Feuerwehr.

Kontakt Feuerwehr

Dräger Saftey AG & Co. KGaA

Revalstraße

23560 Lübeck

0800 882 883 0

Rund um die Uhr erreichbar.