Monitoring mit elektrischer Impedanztomographie
—Die elektrische Impedanztomographie (EIT) ist ein Verfahren für das nicht-invasive, strahlungsfreie Monitoring der regionalen Lungenfunktion. Sie bietet den großen Vorteil, dass sie bettseitig in Echtzeit durchgeführt werden kann und reproduzierbar ist. Als Tomographie-Verfahren liefert sie Schnittbilder der Lunge, welche die Ausbreitung des Tidalvolumens darstellen. Da die Elektroimpedanztomographie die etablierten radiologischen Verfahren und das konventionelle Lungenmonitoring ergänzt, kann sie zur kontinuierlichen Visualisierung der Lungenfunktion am Patientenbett und zur Bewertung der Wirksamkeit von therapeutischen Maßnahmen auf die regionale Beatmungsverteilung eingesetzt werden.
E-Learning: Lungenprotektion – Herausforderungen und Lösungen aus der Praxis für die Praxis
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In diesem webbasierten Training für klinische Anwender aus der Anästhesie und Intensivmedizin werden neben den pathophysiologischen Grundlagen insbesondere Strategien und die Anwendung lungenprotektiver Beatmung bei perioperativen und intensivmedizinischen Fragestellungen anhand ausgewählter klinischer Fallbeispiele vermittelt.
Pro Modul erhalten Sie nach Abschluss 1 CME-Punkt.
Referent: Prof. Dr. Patrick Friederich, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerztherapie der München Klinik Bogenhausen
Modul 1: Pathophysio-logische Grundlagen der Beatmung
Modul 2: Grundlagen der elektrischen Impedanz-tomographie (EIT)
Modul 3: Beatmung auf der ITS anhand ausgewählter klinischer Fallbeispiele
Modul 4: Beatmung im OP anhand ausgewählter klinischer Fallbeispiele
Constantin JM et al., 2019
„Die Personalisierung der mechanischen Beatmung reduzierte die Mortalität bei Patienten mit ARDS nicht, möglicherweise aufgrund der Fehlklassifikation von 21 % der Patienten. Eine nicht auf die Lungenmorphologie abgestimmte Beatmungsstrategie erhöht die Mortalität erheblich.“¹
Constantin JM et al., 2019
„Zur Erkennung von Pendelluftphänomenen und bestimmten Asynchronitäten sind modernste Monitoringgeräte erforderlich, z. B. elektrische Impedanztomographie, Ösophagusmanometrie und elektrische Aktivität des Zwerchfells.“²
Bellani G et al., 2016
„Die Bauchlagerung der Patienten reduzierte Überdehnung und Kollaps der Lungenbläschen signifikant und erhöhte das rekrutierbare Lungenvolumen.“³
Respiratorisches Monitoring mit PulmoVista 500
—Der elektrische Impedanztomograph (EIT) PulmoVista 500 von Dräger visualisiert die Lungenfunktion direkt am Patientenbett und stellt kontinuierlich regionsspezifische Informationen über die Verteilung der Ventilation in der Lunge bereit. Damit werden in der Intensivmedizin und im OP völlig neue Beatmungsstrategien möglich. Mit Hilfe des EIT-Lungenmonitorings können Sie die Beatmungsparameter und Therapiemaßnahmen individuell auf die Bedürfnisse Ihres Patienten abstimmen, um eine protektivere Beatmung zu erreichen. So kann PulmoVista 500 zu einer deutlichen Minderung von beatmungsinduzierten Lungenschäden beitragen.

Livebericht aus der Lunge
Wie können Sie Anzeichen für beatmungsinduzierte Lungenschäden (VILI) in Echtzeit erkennen und so ein akutes Atemnotsyndrom (ARDS) möglicherweise vermeiden? Dieses Video zeigt, wie PulmoVista 500 Ihnen dabei hilft, die richtige Beatmungstherapie für Ihren Patienten zu ermitteln. Zusätzlich sehen Sie, dass EIT die Notwendigkeit eines Transports von Intensivpatienten in die Röntgenabteilung und damit das verbundene Transportrisiko Schwerstkranker reduzieren kann.
Erfahren Sie in 150 Sekunden mehr über das Lungenmonitoring mit Impedanztomographie.
Klinische Anwendung der elektrischen Impedanztomographie (EIT) in der Intensivmedizin
—Der Stellenwert der Elektroimpedanztomographie in der klinischen Anwendung besteht vor allem in der Überwindung der eingeschränkten Kenntnis des Pleuradrucks und so des transpulmonalen Drucks. Die EIT kann als das derzeit einzige verfügbare Verfahren zur Diagnose des Vorliegens und des Ausmaßes von Stress und Strain als individuelle Antwort eines Patienten auf die durch das Beatmungsgerät in Form von globalen Beatmungsparametern (Vt, ΔP, PEEP, AF, Flow) abgegebene Energie verstanden werden Die elektrische Impedanztomographie eignet sich als bettseitiges Diagnostiktool für die Anwendung auf Intensivstationen und zunehmend in der gesamten perioperativen Behandlung.

EIT in der Intensivmedizin
In der Regel kann die elektrische Impedanztomographie in der Intensivmedizin kontinuierlich angewendet werden. Ein beginnendes Derecruitment ist dadurch in Echtzeit erkennbar und es ist die Chance gegeben, rechtzeitig dagegen vorzugehen. Weitere Recruitment-Manöver können so oft verhindert werden. Die Auswirkungen der wiedereinsetzenden Spontanatmung werden unmittelbar erfasst. Die durch die wiedererlangte Zwerchfellaktivität verbesserte Belüftung dorsobasaler Lungenkompartimente erlaubt es, den PEEP anzupassen. Zusätzlich kann die Druckunterstützung und damit die vom Respirator auf die Lunge übertragene Energie rechtzeitig verringert werden.

S3-Leitlinie Invasive Beatmung und Einsatz extrakorporaler Verfahren bei akuter respiratorischer Insuffizienz
Klinische Anwendung der elektrischen Impedanztomographie (EIT) im OP
—Neben der Anwendung auf Intensivstationen ist der Einsatz der elektrischen Impedanztomographie auch im Operationssaal ausreichend erprobt. Um beatmungsassoziierten, perioperativ auftretenden Lungenschädigungen vorzubeugen, ist eine lungenprotektive Beatmung mit möglichst niedrigem Driving Pressure und ausreichendem PEEP erforderlich. Insbesondere die Ermittlung des optimalen PEEP kann allerdings bei einigen Operationen herausfordernd sein – wie bspw. bei Adipositas-Patienten oder Operationen in Trendelenburg-Position. Hierbei kann EIT Abhilfe schaffen.
Denn auch im Rahmen von operativen Eingriffen sollte nicht auf eine optimale lungenprotektive Beatmung unter Beachtung der pulmonalen Heterogenität verzichtet werden. Untenstehend finden Sie fünf Fallbeispiele aus der Praxis, wie EIT Sie im OP unterstützen kann.
Drei zentrale Anwendungsbereiche der EIT im OP
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Bewertung eines PEEP-Trials innerhalb von Sekunden
Die Ansicht Diagnostik ist ein praktisches, bettseitiges Tool, welches PEEP-Trials automatisiert durch Drücken einer einzigen Taste bewertet. Es erkennt PEEP-Trials in den Trenddaten und zeigt und quantifiziert direkt Indikatoren für Kollaps, Überdehnung oder Tidal Recruitment an.
Über die PEEP-Trial-Analyse hinaus erlaubt die Analyse der Rekrutierbarkeit die Beurteilung der Rekrutierbarkeit der Lungen vor Durchführung von Rekrutierungsmanövern und die Individuelle Analyse erlaubt die Beurteilung.

EIT im OP
Neben der Anwendung auf Intensivstationen ist der Einsatz der elektrischen Impedanztomographie auch im Operationssaal ausreichend erprobt. Es steht fest, dass aufgrund der Minimierung von Stress und Strain durch die Wahl eines geringen Vt von 6 ml/kg pbw die Inzidenz von PPC nach operativen Eingriffen reduziert werden darf. Auch im Rahmen von operativen Eingriffen sollte nicht auf eine optimale lungenprotektive Beatmung unter Beachtung der pulmonalen Heterogenität verzichtet werden.
Einstieg in die EIT und PulmoVista 500
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Einführungsvideo
Im Video erfahren Sie die grundsätzlichen Einstellungen, die unser PulmoVista 500 bietet sowie welche Ansichten Ihnen weiterhelfen können, um therapeutische Entscheidungen zu treffen. Darüber hinaus lernen Sie die Grundlagen der EIT-Technologie kennen.
Die „Diagnoseansicht“ des PulmoVista 500
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Funktionsweise
Kurze Einführung in die Vorbereitung, Durchführung und Bereitstellung der Ergebnisse der PEEP-Trial-Analyse mit Hilfe der Ansicht Diagnostik.
EIT im Zusammenspiel mit Ösophagusdruckmessung und transpulmonalem Monitoring
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Monitoring des transpulmonalen Drucks mit Dräger
Für die beste individuelle Beatmungsstrategie benötigen Sie das komplette klinische Bild Ihres Patienten auf Basis verschiedener Datenquellen.
In diesem Video erfahren Sie, wie Sie mit EIT, dem Dräger PressurePod und der transpulmonalen Drucküberwachung diesem vollständigen Bild einen Schritt näher kommen.

Dräger PulmoVista® 500
—Der elektrische Impedanztomograph PulmoVista® 500 wurde speziell für den Einsatz in der täglichen klinischen Routine entwickelt. Daten werden kontinuierlich in Form von Bildern, Kurven und Parametern angezeigt. Einfach ausgedrückt: PulmoVista® 500 stellt die Verteilung der Ventilation visuell dar.
Erfahrungen mit der elektrischen Impedanztomographie und Referenzen
—In führenden Krankenhäusern auf der ganzen Welt gehört die elektrische Impedanztomographie (EIT) mit PulmoVista 500 mittlerweile zum klinischen Alltag auf der Intensivstation. Erfahren Sie, aus welchen Gründen sich die Anwender für diese innovative Technologie entschieden haben und welche Erfahrungen sie gemacht haben. Wann sollte PulmoVista 500 eingesetzt werden? In welchen klinischen Szenarien leistet das Gerät entscheidende Hilfestellungen? Welche Patienten, Lungenerkrankungen oder Komplikationen sind für EIT geeignet? Macht der Einsatz von EIT wirklich einen Unterschied? All diese Fragen werden im Folgenden von denjenigen beantwortet, die täglich mit PulmoVista 500 arbeiten.

Professor Toru Kotani, Abteilung für Intensivmedizin, Showa University School of Medicine
Die Abteilung für Intensivmedizin am Showa Universitätskrankenhaus verfügt über 38 Betten auf der Intensivstation (ICU) und 16 Betten auf der Hochintensivstation (HCU). Die Behandlung erfolgt rund um die Uhr durch ein Team von Vollzeitärzten, in dessen Mittelpunkt Intensivmediziner und ein multidisziplinäres Team von Krankenschwestern, Apothekern, klinischen Ingenieuren, Physiotherapeuten und registrierten Ernährungsberatern stehen. Das Remote ICU System unterstützt auch diese Intensivstationen und die 25 Intensivbetten der regionalen Basiskrankenhäuser.

EIT-Anwendungsbuch
Grundlagen und klinische Fallbeispiele der visuell geführten lungenprotektiven Beatmung

EIT-Mini-Handbuch
Gerätehandhabung, Anwendungstipps und Beispiele

EIT-Booklet
Technische Informationen zur Realisierung des nicht-invasiven Monitorings der regionalen Lungenfunktion

Elektrische Impedanztomographie (EN)
Auf dem besten Weg zum Goldstandard?
Klinische Evidenz
—Zahlreiche wissenschaftliche Studien und Anwenderberichte belegen, dass die elektrische Impedanztomographie (EIT) einen wichtigen Beitrag zu einer individuelleren und protektiveren Beatmung von Intensivpatienten leistet. Immer mehr Beatmungsspezialisten auf der ganzen Welt nutzen diese innovative Technologie mit großem Erfolg und teilen ihre Erfahrungen mit einer wachsenden EIT-Community.
Dalla Corte F et al., 2020
„EIT ermöglicht die dynamische Beurteilung der physiologischen Auswirkungen der Bauchlage am Patientenbett und kann die frühzeitige Erkennung von ARDS-Patienten unterstützen, die mit höherer Wahrscheinlichkeit von der Bauchlage profitieren können.“⁴
Liu K et al., 2019
„Mit EIT ermittelte PEEP-Werte verbesserten Oxygenierung und Lungenmechanik effektiv.“⁵
Zhao Z et al., 2019
“… die EIT-gestützte PEEP-Titrierung kann mit verbesserter Oxygenierung, Compliance, Driving Pressure und Erfolgsrate der Entwöhnung verbunden sein.“⁶
Kotani T et al., 2016
PulmoVista 500 unterstützt die Reduzierung von VILI. ⁷
Relevante Inhalte zur elektrischen Impedanztomographie
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Medizinische Beatmungsgeräte und Lungenmonitoring

Mechanische Beatmung

Lungenprotektion im OP

Anästhesiegeräte
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Moislinger Allee 53–55
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