Wie innovative Beatmungsstrategien helfen können, die Frühgeborenenmorbidität zu senken
—Im vergangenen Jahrzehnt haben bedeutende Fortschritte im Verständnis der Lungenbelüftung, des Atemantriebs und des nichtinvasiven Atemmanagements Frühgeborener zu einer weiteren Reduzierung der Morbidität selbst bei extremen Frühgeborenen und Säuglingen mit sehr niedrigem Geburtsgewicht beigetragen.1
Der verstärkte, frühzeitige Einsatz von Methoden wie CPAP bei Neugeborenen hilft zudem, durch Beatmungsgeräte induzierte Lungenschädigungen (VILI) sowie Komplikationen durch längere Krankenhausaufenthalte und Intubation zu reduzieren.2,3,4 Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über NIPPV Beatmung in der Neonatologie.
Pädiater empfehlen NIV Beatmung als Methode der Wahl
—NIV eröffnet neue Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankungen wie das Atemnotsyndrom (RDS) und erleichtert Strategien zur frühen Entwöhnung.6,7,8
Daher empfiehlt die American Academy of Pediatrics das initiale Management von Frühgeborenen mit CPAP (NIV) statt Intubation.5
Mit den Babylog Beatmungsgeräten von Dräger unterstützen Sie Frühgeborene über den gesamten Atemwegspfad hinweg – einschließlich Beatmungsunterstützung, Intubationsprävention und Entwöhnungsmodi nach der Extubation.
Grundlagen: NIV auf der NICU
—Mit Beatmungsgeräten von Dräger können Frühgeborene auf viele verschiedene Arten und Weisen beatmet werden. Grundsätzlich lässt sich die Nicht‐invasive Beatmung in drei verschiedene Modi mit unterschiedlichen Interfaces unterteilen: Modus mit konstantem Druck, z. B. CPAP oder Druckmodus mit zwei Druckniveaus, z. B. PC-CMV oder O2‐Therapie (mit Low‐ oder High‐Flow‐Sauerstofftherapie). Wenn Sie mehr über die verschiedenen Modi, sowie ihre Vor- und Nachteile erfahren wollen, dann laden Sie jetzt unser PDF zur Nicht-invasiven Atemunterstützung von Früh- und Neugeborenen herunter.

Grundlagen der nicht-invasiven Beatmung in der Neonatologie
Dr. Tobias Trips vom Klinikum Traunstein erklärt die Grundlagen der nichtinvasiven Beatmung (NIV) bei Neugeborenen. Er spricht über die Voraussetzungen für den Einsatz dieser Technologie und alle aktuellen Anwendungen. Darüber hinaus erklärt er die Strategie der unterschiedlichen NIV-Anwendungen, wie CPAP, zur Vermeidung schmerzhafter Hautprobleme und Ulzerationen. Dr. Trips diskutiert auch die Indikatoren für den Einsatz der NIV. Welche Fälle könnten von einer NIV-Behandlung profitieren? Welche Vor- und Nachteile hat die NIV-Behandlung? Was sollte vor Behandlungsbeginn beachtet werden?
CPAP-Therapie und -Beatmung in der Neonatologie
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Seit der ersten Beschreibung der Gregory Box folgen die Komponenten von CPAP-Systemen einem unveränderten Prinzip: Geräte für die CPAP-Therapie umfassen eine Patientenschnittstelle (Interface, heutzutage normalerweise nasale Prongs oder Masken), einen Schlauchsatz zur Abgabe des Überdrucks, ein Heizungs-/Befeuchtersystem und einen CPAP-Druckgenerator. Der traditionelle Wasserschloss-CPAP-Generator, allgemein als „Bubble-CPAP“ bezeichnet, hat sich in den letzten zehn Jahren zum wichtigsten Bestandteil der CPAP-Therapie entwickelt.9,10 Jüngste Entwicklungen umfassen CPAP mit variablem Flow und CPAP mit zwei unterschiedlichen Druckniveaus (Bi-Level-CPAP oder Si-PAP).11 Ziel beider Beatmungsformen ist die Unterstützung der spontanen Atmung durch Reduzierung der Atemanstrengung für den Säugling.
Vor‐ und Nachteile der CPAP‐Therapie bei Neugeborenen
Tabelle 1: Vor‐ und Nachteile der CPAP‐Therapie (nach Mahmoud 2011)1
VORTEILE | NACHTEILE |
Erhöht funktionelle Residualkapazität | Erhöht Risiko von Air Leaks Syndromen |
Verbessert die pulmonale Compliance und reduziert die Atemarbeit | Hohes CPAP‐Niveau kann zu einer Überdehnung der Lunge, verminderter Compliance und erhöhter Atemarbeit führen |
„Schient“ Atemwege und Zwerchfell | Erhöhter intrathorakaler Druck kann venösen Rückfluss zur rechten Herzhälfte reduzieren und Herzzeitvolumen senken |
Verhindert Alveolarkollaps | Lungenüberblähung senkt Tidalvolumen und kann PCO2 und Totraumfraktion erhöhen |
Reduziert alveolo‐arterielle Sauerstoffdruckdifferenz | Nach ungefähr 10 Tagen nCPAP kommt es bei über 10 % der Säuglinge zu nasalen Komplikationen (Nekrose des Nasenstegs, Ulzeration der Nasenhöhle oder Vestibulum‐Stenose) |
Verringert intrapulmonares Shunting | Hautabschürfungen und Nasenverletzungen können zu bakteriellen Infektionen führen, insbesondere durch koagulase‐negative Staphylokokken |
Reduziert obstruktive und gemischte Apnoe Schont Surfactant |
Nicht-invasive IPPV-Beatmung (NIPPV)
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Studien früher CPAP-Anwendung bei VLBWI belegten, dass zwar ein signifikanter Anteil von Säuglingen mit einem GA < 29 Wochen mit CPAP stabilisiert werden kann.20,24,21 Für einen Teil dieser Säuglinge kann jedoch eine kurzzeitige maschinelle Beatmung erforderlich sein, häufig auf die ersten 72 Lebensstunden beschränkt.18, 25 Ist jedoch einmal eine Intubation erfolgt, kann die Rate der erfolgreichen zeitnahen Extubationen bei VLBWI auf bis zu 33 % sinken. Eine erneute Intubation wird bei vielen dieser Säuglinge aufgrund unregelmäßiger Atemmuster erforderlich, die zu längeren Apnoe-Episoden und folglich schwerem Abfall der Sauerstoffsättigung führen. Anstatt Frühgeborene mit sehr geringem Geburtsgewicht zu extubieren und anschließend mit herkömmlicher CPAP-Therapie zu versorgen, wurden unterschiedliche alternative Formen der nicht-invasiven Atemunterstützung untersucht.26, 27, 28, 29
High-Flow Therapie bei Frühgeborenen mit Sauerstoffnasenbrille
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Als nicht-invasive Überdruckbeatmung (Non-invasive Positive Pressure Ventilation, NIPPV) wird die nasale oder pharyngeale Applikation intermittierenden inspiratorischen Spitzendrucks (Peak Inspiratory Pressure, PIP) zusätzlich zur CPAP bezeichnet. Eine neu eingeführte Variante umfasst die Verwendung nasaler/pharyngealer Beatmung mit Hochfrequenzoszillation. Die allgemeine Hypothese lautet, dass der auf den Nasenrachenraum ausgeübte PIP ähnlich wie bei der invasiven maschinellen Beatmung über die distalen Atemwege in die Gasaustauscheinheiten gelangt. Dies führt Annahmen zufolge zu einem erhöhten mittleren alveolären Distensionsdruck, der das Tidalvolumen steigert und die Spontanatmung unterstützt und dabei gleichzeitig die Atemwege vor einem Alveolarkollaps während Apnoe schützt.28, 30 Die genauen Wirkmechanismen, der Nutzen und die Grenzen der verschiedenen derzeit verfügbaren Geräte und angebotenen Modalitäten sowie die Wahl der geeigneten Einstellungen sind jedoch noch nicht vollständig geklärt.31

Methoden und Trends in der NIV
Auf dem Gebiet der nichtinvasiven Beatmung (NIV) von Frühgeborenen zeichnen sich mehrere Trends ab. Dr. Trips vom Klinikum Traunstein spricht über diese Entwicklungen und verknüpft sie mit neuen Verfahren und Technologien wie High-Flow-Sauerstofftherapie, Bubble-CPAP und der Möglichkeit, Frühgeborene während der NIV mittels LISA (Less Invasive Surfactant Application) zu stabilisieren.

Nicht-invasive protektive Beatmung bei Frühgeborenen
Frühgeborene brauchen eine förderliche Umgebung, die ihr Wachstum und ihre Entwicklung unterstützt. Dies umfasst die Minimierung störender Einflüsse und das maßvolle Setzen angenehmer Reize. In diesem Video erklärt Dr. Trips aus seiner Sicht, wie die nichtinvasive Beatmung (NIV) die entwicklungsfördernde Pflege Frühgeborener verbessern kann.

Sie suchen weitere klinische Informationen und Ratschläge zur NIV bei Neugeborenen?
Prof. Charles Christoph Roehr diskutiert die aktuelle Entwicklung nichtinvasiver Beatmungstherapien sowohl aus theoretischer als auch praktischer Sicht. Was wissen wir derzeit über die Anforderungen der Atemtherapie? Wie können wir neue Konzepte in die klinische Praxis umsetzen?
Produkte und Zubehör für die nicht-invasive Neonatalbeatmung
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Dräger Babylog VN800
Das Babylog VN800 unterstützt lungen- und neuroprotektive Beatmungskonzepte über den gesamten Versorgungsprozess hinweg. Seine einfache, intuitive und effiziente Bedienung sowie die nahtlose Integration in Behandlungsplätze für entwicklungsfördernde Pflege erleichtern den klinischen Alltag. Gleichzeitig bildet es einen der ersten Bausteine für die …
systemübergreifend vernetzte neonatologische Intensivstation der Zukunft.
Dräger Babylog VN600
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Beatmungszubehör für Neugeborene
Wenn es um das richtige Zubehör geht, kann jedes Teil den Unterschied ausmachen. Statten Sie Ihre Dräger-Geräte mit Originalzubehör aus und Sie erhalten echte Dräger-Qualität.

Zubehör für die nicht-invasive Beatmung auf der NICU
Dräger bietet ein komplettes Sortiment an nichtinvasivem Beatmungszubehör wie Beatmungsschläuche, Filter, HME und mit BabyFlow plus eine nasale CPAP-Lösung, die sowohl mit Nasenbrillen als auch Masken erhältlich ist.
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