Krisen- und Risikomanagement für Ihr Krankenhaus - Vom Krankenhaus-Notfallplan bis zum Alarmplan

Krisen- und Risikomanagement für Ihr Krankenhaus

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Machen Sie Ihr Krankenhaus krisensicher

Der klinische Alltag Ihres Krankenhauses läuft reibungslos: Ihre Krankenhaustechnik funktioniert, Ihr Personal weiß, was es zu tun hat, Ihre Patienten sind gut versorgt … Aber gilt das auch, wenn ein unvorhergesehenes Ereignis Ihre eingespielten Abläufe stört? Wenn beispielsweise die Versorgung mit medizinischen Gasen unterbrochen ist, Cyber-Kriminelle Ihr IT-Netzwerk angreifen, Ihr Haus einen Massenanfall von Verletzten (MANV) oder einen sprunghaften Anstieg von Intensivpatienten aufgrund einer Pandemie zu bewältigen hat? Ist Ihr Krankenhaus wirklich bestmöglich auf die verschiedensten Risiken vorbereitet?

Krankenhäuser zählen zu den Kritischen Infrastrukturen (KRITIS), „deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen nach sich ziehen würde.“1 Die Klinikleitung ist daher verpflichtet, die Verfügbarkeit der klinischen Versorgung auch in Krisenzeiten sicherzustellen. Dies erfordert ein umfassendes, standortspezifisches Risiko- und Krisenmanagement.

Gesundheitsversorgung auch in Ausnahmesituationen gewährleisten

Die Corona-Pandemie hat verdeutlicht, dass ein Szenario mit gravierenden und vielschichtigen Auswirkungen auf den Krankenhausbetrieb jederzeit eintreten kann. Eine plötzliche Zunahme an zu versorgenden Intensivpatienten; ein gleichzeitiger Rückgang der Personalkapazität, da Mitarbeiter/-innen infiziert oder aus anderen Gründen verhindert sind; Engpässe bei Zulieferern und Beeinträchtigungen der Infrastruktur aufgrund eines wirtschaftlichen Lockdowns: Alle diese Faktoren müssen in den Krankenhausalarm- und -einsatzplänen (KAEP) berücksichtigt werden.

Als erfahrener Medizintechnik-Hersteller stehen wir Ihnen bei der Entwicklung und Implementierung Ihres Risiko- und Krisenmanagements zur Seite. Wir verfügen über spezialisiertes Know-how und erprobte Konzepte für den sicheren und krisenfesten Betrieb von Krankenhäusern. Je nach Bedarf unterstützen wir Sie in allen Phasen des Risikomanagement-Prozesses – von der Risikoanalyse und -bewertung über die Erstellung von Notfallplänen und Sicherheitskonzepten bis zu Trainings und Übungen für den Notfall.

Mit unserer Hilfe stellen Sie als Verantwortliche(r) sicher, dass Ihr Krankenhaus alle gesetzlichen Vorgaben zuverlässig erfüllt und die stationäre Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auch in Ausnahmesituationen gewährleistet ist.

Risikomanagement als vorbeugende Maßnahme

Die standortspezifische Risikoanalyse verfolgt das Ziel vorbeugend mögliche Risiken zu reduzieren. Die Untersuchung des individuellen Risikos erfolgt unter den Aspekten der Gefährdung und Verwundbarkeit (Anfälligkeit) und dem Vergleich der beiden Aspekte in der Risikoanalyse. Schließlich werden geeignete Maßnahmen auf einer objektiven Basis ermittelt und zielgerichtete und effiziente Investitionen in Sicherheitskonzepte getätigt.

In diesen Bereichen unterstützen wir Sie gerne:

Medizinische Gasversorgungsanlagen

Risikomanagement für medizinische Gasversorgungsanlagen

Risikomanagement für medizinische Gasversorgungsanlagen

Bei der zentralen Gasversorgung ist es so wie bei Strom aus der Steckdose: Ständige Verfügbarkeit gilt als selbstverständlich. Aber was passiert im Störfall? Eine Unterbrechung der Gasversorgung kann den gesamten Klinikbetrieb gefährden – ohne Notfallplan sind schwerwiegende Folgen für Patienten und Personal nicht auszuschließen. Entspricht die Betriebsdokumentation im Zweifel nicht den behördlichen Vorgaben, kann dies zu erheblichen Konsequenzen für die Klinik führen.

Fit für den Notfall: fünf Schritte zur gesicherten Gasversorgung

Modul 1: Bestandsaufnahme

Modul 1: Bestandsaufnahme

Ein Dräger-Spezialist verschafft sich einen Überblick über die vorhandene Versorgungsanlage und protokolliert den Bestand. Erfasst werden dabei:

  • Versorgungszentralen
  • Komponenten des Rohrverteilersystems inkl. Absperrung und Entnahmestellen
  • Überwachungs- und Alarmsysteme
  • vorhandene Bestandspläne des Rohrleitungssystems

Modul 2: Risikomanagement

Modul 2: Risikomanagement

Anhand der Bestandsübersicht prüft ein Dräger-Risikomanager gemeinsam mit Ihnen die Gasversorgungsanlage auf Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an die Betriebssicherheit. Dabei wird:

  • die Prüfliste nach DIN EN ISO 7396-1/-2 bearbeitet und weitere geltende Vorschriften geprüft
  • ein Statusbericht erstellt
  • eine Empfehlung zur Erfüllung der normativen Anforderungen ausgesprochen

Modul 3: Betriebsdokumentation

Modul 3: Betriebsdokumentation

Auf Basis der vorliegenden Dokumente erstellt der Risikomanager eine vollständige Systemübersicht mit:

  • den personellen Verantwortungen
  • dem Herstellungs- und Bereitstellungsprozess
  • der Qualitätsüberwachung
  • den Risikokontrollmaßnahmen
  • einem Wartungskonzept

Ein vorhandenes Notfallmanagement und Zeichnungen können geprüft sowie nach Aufwandsabstimmung erstellt oder ergänzt werden.

Modul 4: Notfallmanagement

Modul 4: Notfallmanagement

Wenn erforderlich, unterstützen wir Sie bei der Erstellung eines Konzepts zur Aufrechterhaltung der Patientenversorgung im Notfall. Dieses beinhaltet:

  • Bestimmung der Maximalverbräuche pro Funktionsbereich
  • Leitlinien zur Bereitstellung von Gasflaschen die Kommunikationsstruktur
  • einen Übersichtsplan über die wichtigsten Absperrventile und Einspeisepunkte

Modul 5: Training

Modul 5: Training

Auf Wunsch entwickeln wir ein auf Ihr Haus abgestimmtes Trainings- und Schulungskonzept mit:

  • technischen Anwendertrainings
  • Notfalltrainings für klinisches Personal

Bei Bedarf unterstützen wir Sie bei der Durchführung mit unseren erfahrenen Trainern.

Medizinische IT-Netzwerke

Medizinische IT-Netzwerke

Unser Beitrag zur Sicherheit Ihres medizinischen IT-Netzwerkes

Bei vernetzten medizinischen Geräten kann eine Störung innerhalb des Netzwerkes weitreichende Folgen haben. Sowohl der Klinikbetrieb als auch Patienten können akut gefährdet sein.

Wir unterstützen Sie dabei Ihre Netzwerke vor Ausfällen zu schützen. Unsere Beratungsleistung besteht aus drei Modulen. Das Leistungsspektrum reicht von einer detaillierten Analyse über eine umfassende Risikobewertung bis hin zur Risikobewältigung mit anschließendem Life-Cycle-Management.

Modul 1: Gerätepark und Prozessanalyse

Modul 1: Gerätepark und Prozessanalyse

Das Modul 1 umfasst die Gerätepark- und Prozessanalyse inklusive der Visualisierung der Netzwerkstruktur und des Systemaufbaus.

Geräteparkanalyse

  • Individuelle Auswertung der vorhandenen Infrastruktur (Medizintechnik- und IT-Hardware-Komponenten, Softwareversionen und Vernetzungen)
  • Visualisierung durch Netzwerkpläne und Schaubilder

Prozessanalyse

  • Detaillierte Anwenderinterviews
  • Sichtung der täglichen Anwenderroutine
  • Dokumentation von Arbeitsabläufen

Modul 2: Risikobewertung

Modul 2: Risikobewertung

Das Modul 2 beinhaltet die Risikoidentifizierung sowie anschließende Risikobewertung und die Erstellung einer Risikoakte mit den bis dahin erarbeiteten Ergebnissen.

Risikoidentifizierung

  • Analyse kritischer Interaktionen auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Daten

Risikobewertung

  • Definition von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß mit den verantwortlichen Mitarbeitern des Betreibers
  • Klassifizierung der Risiken (Niedrig - Moderat - Hoch)

Risikobewertung mittels Bewertungsmatrix

  • Darstellung der Ergebnisse in visualisierter Form
  • Risikodokumentation
  • Anlegen einer normkonformen Risikoakte der bisherigen Ergebnisse
  • Übergabe an die Geschäftsführung

Modul 3: Betriebsdokumentation

Modul 3: Betriebsdokumentation

Auf Basis der vorliegenden Dokumente erstellt der Risikomanager eine vollständige Systemübersicht mit:

  • den personellen Verantwortungen
  • dem Herstellungs- und Bereitstellungsprozess
  • der Qualitätsüberwachung
  • den Risikokontrollmaßnahmen
  • einem Wartungskonzept

Ein vorhandenes Notfallmanagement und Zeichnungen können geprüft sowie nach Aufwandsabstimmung erstellt oder ergänzt werden.

Alarm- und Einsatzplanung (KAEP)

Krisenmanagement auf Basis einer Krankenhausalarm- und Einsatzplanung

Krisenmanagement auf Basis einer Krankenhausalarm- und Einsatzplanung (KAEP)

Krankenhäuser erbringen unverzichtbare Gesundheitsdienstleistungen in hoher Qualität und Stabilität. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung stellt für die Betreiber von Krankenhäusern eine Herausforderung dar. Tritt ein Bedrohungsszenario ein, müssen Krankenhäuser anhand einer vorab definierten Organisations- und Ablaufstruktur umgehend zur Bewältigung der Schadenslage und Rückkehr zum Regelbetrieb reagieren. Dräger unterstützt Krankenhäuser, um im Ereignisfall bestmöglich handlungsfähig zu sein.

Modul 1: IST-Analyse & Risikobetrachtung

Modul 1: IST-Analyse & Risikobetrachtung

Bewertung des aktuellen Zustandes der Krankenhausalarm- und Einsatzplanung hinsichtlich Vollständigkeit, Plausibilität und Umsetzungsgrad sowie Ableitung von Handlungsfeldern:

  • Bestandsaufnahme, Analyse und Bewertung vorhandener interner Regelungen zur KAEP
  • Erarbeitung möglicher standortspezifischer Szenarien und Risikobetrachtung
  • Ableitung möglicher Maßnahmen zur Erreichung der kundenindividuellen Schutzzieldefinition

Modul 2: KAEP

Modul 2: KAEP

Zur Vorbereitung auf interne und externe Schadenslagen werden organisatorische Maßnahmen festgelegt:

  • Detailanalyse und Bewertung vorhandener Regelungen zur KAEP
  • Beratung und Maßnahmenplanung zur Weiterentwicklung des KAEP
  • Konzeption und Unterstützung bei der Erstellung des KAEP
  • Zielgruppenspezifische Schulungskonzepte zum KAEP

Modul 3: KEL

Modul 3: KEL

Die Krankenhauseinsatzleitung (KEL) wird auf die Wahrnehmung ihrer Aufgaben vorbereitet und spezifisch ausgebildet:

  • Analyse bestehender Strukturen und Abläufe der KEL hinsichtlich ihrer Funktionalität
  • Konzipierung von Struktur-, Ablauf- und Aufgabenbeschreibungen
  • Erstellung funktionsspezifischer Ausbildungskonzepte
  • Grundlagenschulung und szenarienspezifische Ausbildung
  • Förderung personeller Führungsfertigkeiten

Ein vorhandenes Notfallmanagement und Zeichnungen können geprüft sowie nach Aufwandsabstimmung erstellt oder ergänzt werden.

Modul 4: Evakuierungsplanung

Modul 4: Evakuierungsplanung

Vorplanung des Vorgehens – von der Alarmierung über die Durchführung der Evakuierung bis zur Unterbringung evakuierter Personen im Ereignisfall:

  • Analyse und Bewertung vorhandener Regelungen zum Thema Evakuierung
  • Vor-Ort Betrachtung baulicher und sicherheitstechnischer Gegebenheiten
  • Unterstützung bei der Erarbeitung spezifischer Dokumente und Konzepte
  • Sensibilisierung und Schulung von Brandschutzhelfern mit dem Schwerpunkt Räumung und Evakuierung

Modul 5: Übungen

Modul 5: Alarmierungs-, Evakuierungs-, Stabsrahmen- und Vollübungen

Entwicklung individueller Alarmierungs-, Evakuierungs-, Stabsrahmen- und Vollübungen, anhand derer Arbeitsweisen geübt und die Funktionsfähigkeit der Krankenhausalarm- und Einsatzplanung überprüft werden:

  • Analyse vorhandener Regelungen und standortspezifischer Strukturen
  • Erarbeitung einer szenarienspezifischen Übungskonzeption unter optionaler Einbindung relevanter externer Behörden und Organisationen
  • Übungsvorbereitung, Einweisung, Übungssteuerung und Auswertung
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Schutzzielerreichung

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Moislinger Allee 53–55
23558 Lübeck

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1 Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Risikomanagement für Krankenhäuser, https://www.kritis.bund.de/DE/AufgabenundAusstattung/KritischeInfrastrukturen/Aufgabenbereiche/Gesundheit/Risilomanagement_Krankenhaus.html; abgerufen am 19.08.2020