Verbesserung des Entwöhnungsprozesses bei beatmeten Patienten

Als Ihr Spezialist für Akutversorgung wissen wir, dass die übliche Strategie der künstlichen Patientenbeatmung darin besteht, die Invasivität und die Dauer der mechanischen Beatmung zu minimieren, um Lungenschäden und weitere Komplikationen zu vermeiden. Da sich insbesondere langzeitbeatmete Patienten an das Beatmungsgerät gewöhnen, kann die Entwöhnung zu einer großen Herausforderung werden. Jeder beatmete Patient muss entwöhnt werden. Daher sind Entwöhnungsprotokolle ein guter Ansatzpunkt für Automatisierung. Dräger SmartCare®/PS ist ein integriertes automatisiertes klinisches Protokoll, das entwickelt wurde, um die Entwöhnung zu verkürzen; dadurch wird das Patientenergebnis verbessert und gleichzeitig wertvolle Zeit für das Pflegepersonal gewonnen.

„Meiner Ansicht nach gehört es zu den größten Herausforderungen auf einer stark frequentierten Intensivstation, einem Therapeuten genügend Zeit für jeden seiner langzeitbeatmeten Patienten zu geben.“

Atemtherapeut Phillip Thaut, Cedar City, Utah

Erwiesene Fakten: verbessertes Ergebnis mit SmartCare®/PS

  • Kürzere Beatmung spart Kosten und reduziert die Sterblichkeit1
  • Der einzige Beatmungsmodus, der die Entwöhnungszeit und den Aufenthalt auf der Intensivstation verkürzt2
  • So gut wie eine individuelle Eins-zu eins-Patientenbetreuung durch erfahrene Intensivpflegekräfte3


SmartCare®/PS: das automatisierte Entwöhnungsprotokoll

SmartCare®/PS wurde entwickelt, um die Entwöhnung vom Beatmungsgerät zu beschleunigen und mithilfe eines integrierten automatisierten klinischen Protokolls Zeit für andere Aufgaben zu gewinnen. Das System kann zu kürzeren Aufenthalten auf der Intensivstation, kürzerer Beatmungsdauer und früherer Mobilisierung des Patienten beitragen. Es hilft, die Atemmuskulatur so zu trainieren, dass diese wieder selbst effizient arbeiten kann.

Die Idee hinter SmartCare®/PS

SmartCare®/PS kann bei (langzeitbeatmeten) erwachsenen und pädiatrischen Patienten angewendet werden. Anhand der überwachten Parameter (f, Vt, etCo2) wird der Zustand des Patienten klassifiziert: normale Ventilation, unzureichende Ventilation, Hypoventilation, Hyperventilation, ungeklärte Hyperventilation, Tachypnoe oder schwere Tachypnoe.

SmartCare®/PS überwacht den Entwöhnungsprozess. Auf Grundlage der benutzerdefinierten Parameter passt es sich entweder den veränderlichen klinischen Anforderungen des Patienten an, behält die aktuelle Unterstützung bei oder beobachtet weiterhin und empfiehlt gegebenenfalls eine Extubation. Wenn der Hinweis ›Extubation erwägen‹ erscheint, muss der Arzt den Patienten untersuchen und das geeignete Vorgehen prüfen (z. B. Extubation oder fortgesetzte mechanische Beatmung).

Zur Funktionsbeschreibung

»Das eigentliche Problem besteht darin, dass sich Kliniker und Pflegepersonal ausreichend Zeit nehmen müssen, um keine Gelegenheit zu verpassen, die Entwöhnungsphase voranzutreiben. Das erweist sich oft als schwierig, da häufig die akutmedizinische Versorgung der Patienten im Fokus steht.«

Prof. Phillipe Jolliet – CHUV, Lausanne

Die klinische Evidenz zu SmartCare®/PS zeigt:

  • Die Verwendung des automatisierten Closed-Loop-Systems SmartCare®/PS führte zu einer Verkürzung der Entwöhnung, der Beatmungsdauer und der Verweildauer auf der Intensivstation. Demgegenüber wurden diese Ergebnisse durch ASV und andere automatisierte Systeme, einschließlich Automode, MMV, MRV und eines nicht im Handel erhältlichen Systems, nicht beeinflusst.3
  • Bei der automatisierten Entwöhnung waren die mittleren Zeitspannen bis zum ersten erfolgreichen Spontanatemversuch und zur erfolgreichen Extubation signifikant kürzer. Zudem erfolgten weniger Tracheotomien und Episoden mit Langzeitbeatmung.4
  • SmartCare®/PS verkürzt nachweislich die Entwöhnungszeiten um bis zu 40 Prozent und die Beatmungszeiten um bis zu 33 Prozent.5

Literaturliste zu SmartCare®/PS

Weitere Informationen über SmartCare®/PS finden Sie hier in unserem Download-Bereich:

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Mechanische Beatmung: so nichtinvasiv wie möglich, so invasiv wie nötig. Patienten auf der Intensivstation, die auf mechanische Beatmung angewiesen sind, brauchen die beste Versorgung von der Aufnahme bis zur Entlassung – und darüber hinaus.

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Referenzen/Quellen

  1.  Rose L, Schultz MJ, Cardwell CR, Jouvet P, McAuley DF, Blackwood B, 2013, Automated versus non-automated weaning for reducing the duration of mechanical ventilation for critically ill adults and children (Review)
  2.  Rose L, Schultz MJ, Cardwell CR, Jouvet P, McAuley DF, Blackwood B, 2003, Automated versus non-automated weaning for reducing the duration of mechanical ventilation for critically ill adults and children (Cochrane Review)
  3.  Rose L et al., 2008, A randomised, controlled trial of conventional versus automated weaning from mechanical ventilation using SmartCare/PS.
  4.  Burns KE et al., 2013, Wean earlier and automatically with new technology (the WEAN study). A multicenter, pilot randomized controlled trial. (Am J Respir Crit Care) 
  5.  Lellouche F et al., 2006, A multicenter randomized trial of computer-driven protocolized weaning from mechanical ventilation. (Am J Respir Crit Care)