Donnerstag, 8.6.2023 | Produkt, Medizintechnik

Schutz für die Lunge während der Sauerstofftherapie

Neue Software 2.0 für Dräger-Beatmungsgeräte unterstützt lungenprotektive Beatmung von Beginn an

Man sieht ein Frühchen an einem Beatmungsgerät angeschlossen.

Pressekontakt

Markus Henkel

Internal & External Communications

  • Automatisches Regulieren des Flows abhängig vom gesetzten Maximaldruck unterstützt bei High-Flow-Sauerstoff-Therapie
  • Reduzieren von Alarmen

Die O2-Therapie via Nasensonde (HFNC 1) ist in Kliniken schon seit langem eine Option zur Unterstützung der Beatmung bei Erwachsenen, Kindern und Neugeborenen. Die Corona-Pandemie gab der nicht-invasiven Oxygenierung einen zusätzlichen Schub bei der Beatmung von Covid-19 Patienten.2 Doch das Einhalten der Druck- und Flow-Grenzen, um die Lunge des Patienten zu schützen, erforderte bisher viel manuelle Kontrolle. Mit der neuen Software 2.0 für die Beatmungsgeräte Evita V600/V800 sowie Babylog VN600/VN800 kann das Klinikpersonal den maximal zulässigen Atemwegsdruck (Pmax) voreinstellen. Zudem ist bei der Sauerstofftherapie ein Durchfluss von bis zu 80l/min für Erwachsene wählbar. Das Gerät prüft im Verlauf der Anwendung anhand der inspiratorischen Messwerte für Druck und Flow, ob die voreingestellte Grenze eingehalten werden kann. Der Atemwegsdruck kann zum Beispiel rascher als vorgesehen an die eingestellte Maximalgrenze stoßen, wenn sich der Zustand der Patientenlunge ändert. In diesem Fall reagiert das Gerät und regelt den Flow frühzeitig runter, um die Lunge vor einer möglichen Überdehnung zu schützen. Diese neue Safeguarding-Funktion hilft aber nicht nur, den Patienten zu schützen. Sie reduziert zugleich auch das Auftreten von Alarmen.

Ein Gerät für alles
In der klinischen Versorgung von Intensivpatienten ist ein Wechsel der Beatmungsmöglichkeiten nicht selten. Je nach Bedarf ist die Unterstützung mit High-Flow-Sauerstoff, die nicht-invasive Beatmungsunterstützung oder eine invasive Beatmung mittels Intubation mit nur einem Gerät möglich. Dadurch benötigt das klinische Personal bei einem Wechsel der Therapieform weniger Gerätekapazitäten und Zeit, während der Patienten zu jeder Zeit optimal unterstützt wird.

Hersteller der Software 2.0 für die die Dräger Beatmungsgeräte Evita V800, V600, Babylog VN800 und VN600 ist die Drägerwerk AG & Co. KGaA.

1 High Flow Nasal Cannula
2 Nalewajska, M.; et al.: Spontaneous Pneumothorax in COVID-19 Patients Treated with High-Flow Nasal Cannula outside the ICU: A Case Series. Int. J. Environ. Res. Public Health 2021, 18, 2191. https://doi.org/10.3390/ijerph 18042191

Man sieht ein Frühchen an einem Beatmungsgerät angeschlossen.
Die empfindliche Lunge eines Neugeborenen erfordert besonderen Schutz bei der Beatmung © Drägerwerk AG & Co. KGaA
Produktbild des Dräger Beatmungsgeräts Evita
Voreinstellen des maximal zulässigen Atemwegsdrucks als zusätzliche Sicherheit bei der Sauerstofftherapie © Drägerwerk AG & Co. KGaA

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