Dienstag, 27.12.2022 | Finanzen, Unternehmensmeldungen

Schnellere Umsatzrealisierung erwartet

Dräger erwartet schnellere Umsatzrealisierung im vierten Quartal 2022.

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Thomas Fischler

Investor Relations

  • Auftragseingang in den ersten neun Monaten spürbar gestiegen
  • Umsatz und Ergebnis insbesondere aufgrund gestörter Lieferketten deutlich unter Vorjahr
  • Leichte Entspannung der Liefersituation im dritten Quartal
  • Starke Beschleunigung der Umsatzrealisierung im vierten Quartal erwartet
„In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist die Nachfrage nach unserer ›Technik für das Leben‹ trotz der ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spürbar gestiegen. Das zeigt, dass wir mit unserem Produktportfolio für die Zukunft gut aufgestellt sind“
sagt Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG.

Lübeck – Die Drägerwerk AG & Co. KGaA hat ihren Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2022 währungsbereinigt um rund 6 Prozent auf 2.424,2 Mio. Euro gesteigert (9 Monate 2021: 2.237,0 Mio. Euro). Der Umsatz und das Ergebnis gingen hingegen deutlich zurück. Der Umsatz sank währungsbereinigt um 18,0 Prozent auf 2.027,0 Mio. Euro (9 Monate 2021: 2.402,9 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf -148,3 Mio. Euro (9 Monate 2021: 257,0 Mio. Euro). Die EBIT-Marge lag bei -7,3 Prozent (9 Monate 2021: 10,7 Prozent). Für das vierte Quartal erwartet Dräger eine starke Beschleunigung der Umsatzrealisierung. Jedoch geht Dräger davon aus, die ursprüngliche Jahresprognose trotzdem nicht mehr erreichen zu können.

Guter Auftragseingang, aber verzögerte Umsatzrealisierung

Nach dem sehr starken Rückgang zu Beginn des Vorjahres im Zuge der Normalisierung der pandemiegetriebenen Nachfrage stieg der Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2022 währungsbereinigt wieder um 5,6 Prozent. Größter Wachstumstreiber war die Region Europa. In der Region Afrika, Asien und Australien legte die Nachfrage ebenfalls spürbar zu. Nominal verzeichnete der Auftragseingang ein Wachstum von 8,4 Prozent.

Die möglichen Umsätze aus dem hohen Auftragsbestand konnten nur sehr begrenzt realisiert werden. Grund hierfür war insbesondere die anhaltende Störung der Lieferketten und damit verbunden die nur langsam einsetzende Verbesserung der Verfügbarkeit von Vorprodukten, die nötig sind, um Endprodukte zu fertigen und an Kunden auszuliefern. Infolgedessen ging der Umsatz in den ersten neun Monaten 2022 währungsbereinigt um 18,0 Prozent zurück. Nominal lag der Rückgang bei 15,6 Prozent.

Beide Segmente mit höherer Nachfrage

In der Medizintechnik stieg der Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2022 währungsbereinigt um 1,2 Prozent. Dabei profitierte das Segment insbesondere von einer deutlich höheren Nachfrage in den Produktbereichen Krankenhausinfrastruktur, Anästhesie und Wärmetherapie. Dem gegenüber stand ein deutlicher Rückgang der Nachfrage nach Beatmungsgeräten im Vergleich zum Vorjahr, als die Nachfrage pandemiebedingt hoch war.

In der Sicherheitstechnik legte der Auftragseingang aufgrund der guten Nachfrage in allen Produktbereichen währungsbereinigt um 13,0 Prozent zu. Wachstumstreiber waren insbesondere Atem- und Personenschutzprodukte, Gasmesstechnik und Arbeitsschutzausrüstung.

Auch der Dräger Service war in beiden Geschäftsbereichen stark nachgefragt.

Die Umsätze gingen allerdings in beiden Segmenten deutlich zurück. Die Medizintechnik verzeichnete einen währungsbereinigten Rückgang von 22,2 Prozent und die Sicherheitstechnik ein währungsbereinigtes Minus von 10,9 Prozent.

Kennzahlen für das dritte Quartal 2022 (Teil 1)
Kennzahlen für das dritte Quartal 2022 (Teil 2)

Ergebnis unter Druck

Die Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten 2022 wurde insbesondere durch den Umsatzrückgang und die niedrigere Bruttomarge beeinträchtigt. Diese lag mit 40,5 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert (9 Monate 2021: 48,4 Prozent). Grund hierfür waren der veränderte Produkt- und Ländermix sowie höhere Einkaufskosten, insbesondere für Elektronikkomponenten, deren Preise aufgrund der Mangelsituation stark gestiegen sind. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf -112,7 Mio. Euro (9 Monate 2021: 170,6 Mio. Euro).

Geschäftsentwicklung im dritten Quartal

Im dritten Quartal 2022 lag der Auftragseingang mit 776,6 Mio. Euro um 2,2 Prozent über dem hohen Vorjahreswert (3. Quartal 2021: 759,6 Mio. Euro). Währungsbereinigt blieb der Auftragseingang in etwa auf Vorjahresniveau (-0,9 Prozent). Einem Anstieg in Europa und Amerika stand dabei ein deutlicher Rückgang in Afrika, Asien und Australien gegenüber. Die Medizintechnik verzeichnete einen währungsbereinigten Rückgang um 7,8 Prozent auf 465,3 Mio. Euro (3. Quartal 2021: 485,7 Mio. Euro). Dabei ist zu berücksichtigen, dass Dräger im Vorjahr noch größere coronabedingte Aufträge für Beatmungsgeräte aus Asien erhalten hatte. Die Sicherheitstechnik verzeichnete ein währungsbereinigtes Wachstum um 11,3 Prozent auf 311,3 Mio. Euro (3. Quartal 2021: 273,9 Mio. Euro). Der Umsatz von Dräger ging währungsbereinigt um 9,1 Prozent zurück. Die Bruttomarge betrug 40,6 Prozent (3. Quartal 2021: 46,9 Prozent). Das EBIT lag bei -36,6 Mio. Euro (3. Quartal 2021: 47,9 Mio. Euro). Die EBIT-Marge belief sich auf -5,0 Prozent (3. Quartal 2021: 6,2 Prozent).

Schnellere Umsatzrealisierung im vierten Quartal erwartet

Für das vierte Quartal erwartet Dräger eine starke Beschleunigung der Umsatzrealisierung. „Die weltweiten Lieferkettenprobleme bleiben eine Herausforderung. Im dritten Quartal hat sich unsere Liefersituation jedoch in einigen Produktbereichen leicht entspannt. Wir sind zuversichtlich, dass sich diese Entwicklung im vierten Quartal fortsetzt und wir dadurch die möglichen Umsätze aus unserem hohen Auftragsbestand noch zum guten Teil realisieren können“, sagt Stefan Dräger. „Unsere Jahresziele werden wir damit zwar nicht mehr erreichen können, dennoch eröffnet uns eine verbesserte Liefersituation die Möglichkeit, im nächsten Jahr zu profitablem Wachstum zurückzukehren.“

Weiterführende Informationen im Finanzbericht unter www.draeger.com.

Disclaimer

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Dräger-Konzerns. Diese zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen und sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt worden. Hinsichtlich solcher zukunftsbezogenen Aussagen kann keine Garantie und keine Haftung für den Eintritt der genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse übernommen werden. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Sie beinhalten Risiken und Unwägbarkeiten, die sich dem Einfluss des Unternehmens entziehen, und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Unbeschadet rechtlicher Bestimmungen zur Korrektur von Prognosen übernehmen wir keine Verpflichtung, die in dieser Meldung gemachten zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren. Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen (inkl. alternative Leistungskennzahlen) finden Sie auf unserer Unternehmenswebseite www.draeger.com unter Investoren /Kennzahlendefinitionen.

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