Donnerstag, 4.5.2023 | Unternehmensmeldungen

Heinrich-Dräger-Preisträger 2023 bringt mehr Licht in die Sepsisforschung

Dr. med. Martin Müller, LMU München untersuchte die regulatorische Funktion von microRNAs in akuten Entzündungsreaktionen

(v. l. n. r.) Prof. Dr. Benedikt Pannen, Präsident der DGAI; Dr. med. Martin Müller, LMU München; Christian Riep, Geschäftsführer DMD (Dräger Medical Deutschland GmbH)

Pressekontakt

Markus Henkel

Fachpresse

  • Durch microRNA-125a formiertes funktionelles Netzwerk entdeckt
  • Netzwerk koordiniert den Übertritt von Monozyten1 über die endotheliale Barriere2 zum infizierten Gewebe

Am 27. April nahm Dr. med. Martin Müller, Klinik für Anaesthesiologie des LMU Klinikums der Universität München, den diesjährigen Heinrich-Dräger-Preis entgegen. Der Preis wurde auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DAC) in Düsseldorf überreicht, die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiert.


Die von Dr. Müller eingereichte Arbeit „Cell-crossing functional network driven by microRNA-125a regulates endothelial permeability and monocyte trafficking in acute inflammation“ wurde im März 2022 in der Fachzeitschrift „Frontiers in Immunology“ veröffentlicht. Er untersuchte, wie die Verminderung der endothelialen Gefäßbarriere und das Einwandern von Monozyten in das entzündete Gewebe simultan reguliert und synchronisiert wird. Wenn diese komplexen Vorgänge gestört werden, können lebensbedrohliche Organschäden entstehen. Das Team um Dr. Müller entdeckte ein bisher nicht bekanntes, durch die microRNA-125a gesteuertes funktionelles Netzwerk. Es beeinflusst sowohl Endothelzellen als auch Monozyten und koordiniert als zentrale Struktur die endotheliale Durchlässigkeit sowie die anschließende Monozyteneinwanderung in das entzündete Gewebe. MicroRNAs sind kleine, nichtcodierende RNA-Moleküle, die sich als wichtige Steuerelemente fast aller biologischer Prozesse erwiesen haben. In dieser Arbeit konnte eine komplett neue Dimension der microRNA Funktion aufgedeckt werden: „Eine microRNA, obwohl gegensätzlich in den beteiligten Zellen reguliert, orchestriert einen biologischen Prozess auf synergistischen Art und Weise“, so Dr. Müller zu den Ergebnissen.


Heinrich-Dräger-Preis für Intensivmedizin

Mit dem seit 2004 verliehenen Forschungspreis werden bedeutsame wissenschaftliche Arbeiten in der Intensivmedizin ausgezeichnet. Der von Dräger gestiftete Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird jährlich durch die DGAI (Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin) verliehen. Der Name des Preises geht auf den Firmengründer Johann Heinrich Dräger zurück. Mit ihm begann 1889 der Erfolg des Unternehmens, und sein Erfindergeist prägt die Firmengeschichte bis heute.

1 Weisse Blutkörperchen

2 Grenzschicht/innere Zellschicht von Blutgefäßen

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