Erstes Quartal 2020: Dräger mit außerordentlichem Start in das Geschäftsjahr 2020

  • Auftragseingang mehr als verdoppelt
  • Umsatz deutlich angestiegen
  • Ergebnis deutlich über Vorjahreswert

30.04.2020 | Pressemitteilung

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Produktionshalle Medizintechnik Lübeck ©Patrick Ohligschläger

Lübeck – Die Drägerwerk AG & Co. KGaA hat in den ersten drei Monaten 2020 den Auftragseingang in einem außerordentlichen Umfang gesteigert, auch der Umsatz legte zu. Das Ergebnis lag deutlich über dem Vorjahreswert.

Der Auftragseingang nahm in den ersten drei Monaten außerordentlich stark zu und stieg währungsbereinigt um 116,7 Prozent. Nominal lag der Auftragseingang 115,1 Prozent über dem Vorjahresniveau bei 1.392,7 Mio. Euro (3 Monate 2019: 647,6 Mio. Euro). Die Aufträge nahmen dabei in allen Regionen zu, am stärksten in Europa. In der Medizintechnik legten die Aufträge währungsbereinigt um 177,2 Prozent zu, getrieben unter anderem von der Nachfrage nach Beatmungsgeräten. In der Sicherheitstechnik stieg der Auftragseingang währungsbereinigt um 31,6 Prozent an, hier war insbesondere ein starker Anstieg der Nachfrage nach leichtem Atemschutz zu verzeichnen. Den Umsatz steigerte Dräger in den ersten drei Monaten 2020 währungsbereinigt um 7,1 Prozent. Nominal legte der Umsatz 6,4 Prozent auf 640,0 Mio. Euro zu (3 Monate 2019: 601,6 Mio. Euro). Sowohl in der Medizin- als auch in der Sicherheitstechnik lag der Umsatz über dem Vorjahreswert.

„Die Corona-Pandemie hinterlässt weltweit ihre Spuren. Bei Dräger hat sie zu einem außerordentlich hohen Anstieg der Aufträge bei Beatmungsgeräten und Atemschutzmasken geführt. Aber auch Verbrauchsmaterialien, Patientenmonitoring und Anästhesiegeräte werden verstärkt nachgefragt“, sagt Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG. „Unsere ›Technik für das Leben‹ ist gefragt wie nie zuvor. Jetzt zahlt es sich aus, daß wir in eine neue Fabrik in Lübeck investiert und mit den Betriebsparteien und Gewerkschaften flexible und innovative Arbeitszeit- und -organisationsmodelle vereinbart haben. So können wir die Produktionsmenge vervierfachen. Wir tun soviel wir können, um unseren gesellschaftlichen Versorgungsauftrag zu erfüllen. Wir geben alles, um unserem Land und den Menschen in aller Welt zu dienen. Die Bedeutung, die uns hierbei zukommt, erfüllt uns mit Stolz und mit Demut. Denn leider reicht alle Anstrengung, all unser Wissen und Können nicht aus, um alle Bedarfe zu decken. Die liegen schätzungsweise bei dem Zehnfachen der Kapazität aller Hersteller zusammengenommen.“

Ergebnis
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich im ersten Quartal 2020 deutlich verbessert und belief sich auf -0,6 Mio. Euro (Q1 2019: -10,7 Mio. Euro), bei einer EBIT-Marge von -0,1 Prozent (Q1 2019: -1,8 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern betrug -6,7 Mio. Euro (Q1 2019: -10,1 Mio. Euro). Das stärkere Umsatzvolumen und eine gestiegene Bruttomarge trugen maßgeblich zu der Ergebnisverbesserung bei, während Währungseffekte und höhere Funktionskosten das Ergebnis belasteten. Zusätzlich zu den Investitionen in den Vertrieb fielen auch höhere Logistikkosten infolge des höheren Umsatzvolumens und aufgrund gestiegener Frachtraten an.

Genussscheine gekündigt, Kapitalerhöhung erfolgreich durchgeführt
Dräger hat im März und April die Genussscheine der Serien A, D und K gekündigt. Die Rückzahlung erfolgt für die Serien A und K im Januar 2021 und für die Serie D im Januar 2023. Damit werden alle noch ausstehenden Genussscheine abgelöst. Im April hat Dräger eine Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Vorzugsaktien erfolgreich abgeschlossen und das Grundkapital um 1 Mio. Vorzugsaktien unter Ausschluss des Bezugsrechts erhöht. Der Nettoemissionserlös aus der Kapitalerhöhung soll teilweise der Finanzierung der Kündigung der Genussscheine der Serien A und K dienen, sowie kurzfristig die Liquidität und Eigenkapitalbasis hinsichtlich des hohen Auftragseingangs im Zuge der COVID-19 Pandemie stärken. „Mit der Kündigung der Genussscheine beenden wir ein Finanzierungsinstrument, das bei internationalen Investoren wenig bekannt ist und für Dräger seine Bedeutung als Eigenkapitalinstrument weitgehend verloren hat“, so Gert-Hartwig Lescow, Finanzvorstand der Drägerwerk Verwaltungs AG. „Wir vereinfachen unsere Eigenkapitalstruktur, bestehend aus Stamm- und Vorzugsaktien. Zukünftig fließt die Dividende vollständig den Aktionären zu, und das Ergebnis pro Aktie steigt in Summe aller Maßnahmen um bis zu 27 Prozent. Dadurch wird die Dräger Aktie attraktiver.“

Ordentliche Hauptversammlung auf September verschoben
Dräger hat entschieden, die für den 08. Mai 2020 einberufene ordentliche Hauptversammlung der Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck, abzusagen. Grund dafür sind die Maßnahmen des Bundes, der Länder und Kommunen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus sowie die Einschätzung des Robert Koch-Instituts und der zuständigen Behörden zur Infektionslage in Deutschland.

Die Gesundheit der Aktionärinnen und Aktionäre, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der an der Hauptversammlung beteiligten Dienstleister hat für Dräger oberste Priorität. Durch die Absage der Hauptversammlung verschieben sich unter anderem auch der Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2019 und damit die Auszahlung der Dividende.

Dräger beabsichtigt, die ordentliche Hauptversammlung voraussichtlich am 30. September 2020 als virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionärinnen und Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten durchzuführen.

Ausblick
Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung beim Auftragseingang im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie ergeben sich für Dräger sehr gute Chancen, das bisher geplante Umsatz- und Ergebnisniveau deutlich zu übertreffen. Dräger wird seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 mit der Vorlage der Halbjahresergebnisse 2020 konkretisieren.

„Die Ergebnisse des ersten Quartals geben das wieder, was ein Blick in den Rückspiegel zeigt, das ist im Wesentlichen die alte Zeit“, erklärt Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG. „Viel interessanter ist der Blick nach vorn, in eine neue Zeit, in eine Zeit nach Corona. Ich glaube, daß vieles anders sein wird als vorher. Manches was vorher wichtig erschien, wird nicht mehr so relevant sein. Und anderes wird wichtiger, Werte wie Beständigkeit und Verläßlichkeit, aber auch Menschlichkeit. Ich persönlich glaube, daß der Zweck unseres Unternehmens, der Sinn unserer Arbeit, mehr geschätzt werden wird, von den Kunden, den Mitarbeitern, und den Investoren. ›Technik für das Leben‹ wird höher bewertet werden. Darum habe ich mich selber an der Kapitalerhöhung beteiligt.“

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Kennzahlen für die ersten drei Monate 2020
(Mio. EUR)

3 Monate 2020

3 Monate 2019

Veränderung

währungsbereinigt

Auftragseingang

1.392,7

647,6

+115,1 %

+116,7 %

Europa

915,6

348,9

+162,4 %

+163,2 %

Amerika

189,7

121,8

+55,8 %

+58,3 %

Afrika, Asien und Australien

287,4

176,9

+62,5 %

+65,2 %

Auftragseingang Medizintechnik

1.043,1

378,5

+175,5 %

+177,2 %

Auftragseingang Sicherheitstechnik

349,6

269,0

+29,9 %

+31,6 %

Umsatz

640,0

601,6

+6,4 %

+7,1 %

Europa

362,7

326,7

+11,0 %

+11,4 %

Amerika

120,1

122,2

-1,7 %

-0,4 %

Afrika, Asien und Australien

157,2

152,7

+2,9 %

+3,9 %

Umsatz Medizintechnik

395,6

368,4

+7,4 %

+8,0 %

Umsatz Sicherheitstechnik

244,4

233,2

+4,8 %

+5,7 %

EBIT

-0,6

-10,7

EBIT-Marge

-0,1 %

-1,8 %

Ergebnis nach Ertragssteuern

-6,7

-10,1

EBIT-Marge Medizintechnik

-1,7 %

-4,7 %

EBIT-Marge Sicherheitstechnik

2,6 %

2,8 %

Mitarbeiter

14.900

14.603

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Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Dräger-Konzerns. Diese zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen und sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt worden. Hinsichtlich solcher zukunftsbezogenen Aussagen kann keine Garantie und keine Haftung für den Eintritt der genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse übernommen werden. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Sie beinhalten Risiken und Unwägbarkeiten, die sich dem Einfluss des Unternehmens entziehen und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Unbeschadet rechtlicher Bestimmungen zur Korrektur von Prognosen übernehmen wir keine Verpflichtung, die in dieser Meldung gemachten zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren. Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen (inkl. alternative Leistungskennzahlen) finden Sie auf unserer Unternehmenswebseite www.draeger.com unter Investoren /Kennzahlendefinitionen.

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