Dräger feiert das 100-jährige Jubiläum der Mitbestimmung

16.11.2021 | Pressemitteilung

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Zeitlose Fragestellungen: Das Protokollbuch des Arbeiterausschusses von 1910 beschäftigt sich mit der Qualität des Kaffees. Ein Button mit „Dräger muss in Lübeck bleiben“ mobilisiert die Arbeiterschaft.

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Ende der 1950er Jahre richtet sich der Blick der Gewerkschaften auf die 5-Tage-Woche.

Lübeck – Seit über 100 Jahren gibt es die betriebliche Mitbestimmung bei Dräger. Aus diesem Anlass blicken Betriebsrat und Unternehmensleitung gemeinsam zurück auf eine bewegende Zeit der Zusammenarbeit. Am 16. November 2021 eröffnet auf dem Dräger-Campus eine Ausstellung mit historischen Fotos und Exponaten aus dem Fundus des Unternehmensarchivs. Im Fokus stehen nicht nur die großen politischen Ereignisse und ihre Bedeutung für das Unternehmen, sondern auch die kleinen Geschichten, die der Ausstellung eine persönliche Note verleihen. „Dem Firmengründer, meinem Ururgroßvater, war zu jeder Zeit klar: Ohne Mitarbeiter ist alles nichts. Dieses Bewußtsein hat sich auf alle seine Nachfolger übertragen. Nur gemeinsam mit den Beschäftigten kann sich das Unternehmen entwickeln. Dieses Miteinander wurde im Laufe der Zeit immer weiter institutionalisiert. Bei der Aufarbeitung der Geschichte dieser Zusammenarbeit für die Ausstellung sind einige Aspeke herausgekommen, die mir selber noch gar nicht bewußt gewesen sind. Sehr interessant!“, findet Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender Drägerwerk Verwaltungs AG. Auch Siegfrid Kasang, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei Dräger, betont: „Die Geschichte der Mitbestimmung bei Dräger ist auch ein Zeugnis von Auseinandersetzungen um Arbeitszeit und Entgelt. Von sehr harten Arbeits- und Lebensbedingungen in einer 60-Stunden-Woche bis hin zur 35-Stunden-Woche und einem umfangreichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten. Sie ist auch ein Zeugnis von Interessenkonflikten und gefundenen Lösungen für gute Arbeit bei Dräger. Dabei war es sicherlich immer hilfreich, unsere Arbeit als Betriebsräte und Gewerkschaft in einem familiengeführten Unternehmen wahrzunehmen. Gute Ergebnisse zu vorhandenen Konflikten wurden immer dann gefunden, wenn auch gegenseitige Wertschätzung in Verhandlungen eine Rolle spielte.“

Wie es begann

Angefangen hatte es schon 1904, als Dräger einen Arbeiterausschuss einführte, der Beschwerden vorbrachte und auf Missstände hinwies. Entschieden, was getan wird, hat damals jedoch immer allein der Unternehmer. Als 1920 das Betriebsrätegesetz inkraft trat, freute sich der damalige Firmenchef Bernhard Dräger auf ein „erspriessliches Zusammenarbeiten, was nur im beiderseitigen Interesse und im Gesamtinteresse des Werkes liegen dürfte“ (31. März 1920). Für ihn war der Austausch mit den Arbeitnehmer-Vertretern ab diesem Zeitpunkt fester Bestandteil seiner Arbeit.

Was so vielversprechend begann, endete 1933 mit der Zerschlagung der organisatorischen Strukturen der Arbeiterschaft durch die Nationalsozialisten. Betriebsräte wurden kurzerhand abgeschafft, Protagonisten der Arbeiterbewegung verfolgt. Die Nachkriegsjahre markierten einen Neuanfang.

Mitbestimmung im Wandel der Zeit

Die Ausstellung wirft einen nachdenklichen und unverstellten Blick auf die geschichtlichen Ereignisse in Deutschland und wie sie die Mitbestimmung, den Ausbau der Arbeitnehmerrechte und viele Errungenschaften von Betriebsräten und Gewerkschaften prägten. Und sie zeigt den Unternehmer, seine Verantwortung, seine wirtschaftlichen Zwänge und seine Möglichkeiten, die Belegschaft durch Sozialleistungen, flexible Arbeitszeiten oder Angebote zur beruflichen Qualifizierung an das Drägerwerk zu binden.

Die Geschichte der Mitbestimmung bei Dräger ist auch die Geschichte eines Unternehmens im Wandel der Zeit, mit allen Erfolgen und Niederlagen, die die jeweiligen Unternehmer und die Belegschaft gemeinsam feiern konnten und durchstehen mussten.

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