Einfacher an die Daten: Charité arbeitet mit SDC

Dräger-Geräte auf Intensivstationen kommunizieren auf Basis des ISO/IEEE-11073-Standards SDC1 mit dem Klinik-KIS

  • Vitalwerte und Beatmungsdaten von Medizingeräten zur Auswertung direkt in das PDMS übertragen
  • Interoperabilitätsstandard überwindet Systemgrenzen und ebnet den Weg zur digitalen Medizin

20.10.2020 | Pressemitteilung

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SDC (Service-Oriented Device Connectivity)

SDC: Interoperables Vernetzen von Medizintechnik an der Charité – Universitätsmedizin, Berlin

SDC (Service-Oriented Device Connectivity) sorgt für direkten Datenaustausch zwischen Medizingeräten und Klinik-PDMS an der Charité, Berlin
(© Drägerwerk AG & Co. KGaA)

Lübeck – Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat mit Unterstützung durch Dräger die Kommunikation zwischen Medizingeräten und dem zentralen Informationssystem der Klinik deutlich verbessert. Die auf dem SDC-Standard basierende Lösung wurde in einem Klinikbereich für die Intensivversorgung von Corona-Patienten implementiert. Der Austausch interoperabler und standardisiert verfügbarer Daten gilt als wesentlicher Erfolgsfaktor für die Digitalisierung der Medizin in Krankenhäusern.2 Grundlage des optimierten Datenaustauschs in der Charité ist der Interoperabilitätsstandard ISO/IEEE-11073-SDC: Dadurch können Medizingeräte herstellerübergreifend Daten wie Analyse-Ergebnisse oder Befunde untereinander und mit klinikweiten Informationssystemen austauschen. Der Aufwand für zusätzlich zu programmierende Schnittstellen oder herstellerspezifische Codes entfällt.

Die vor kurzem eingeführten Intensivbeatmungsgeräte der V-Familie (Evita V600 und Evita V800) von Dräger können nun ohne Umwege an die HL7-Kommunikation der Klinik angeschlossen werden. SDC korrespondiert dabei mit bestehenden klinischen Kommunikationsstandards wie HL7 2.0 sowie künftig FHIR. Die Dräger-Intensivbeatmungsgeräte übertragen Messdaten, Kurvenverläufe, Einstellwerte und Alarme an ein zentrales Gateway, welches die Verbindung zum klinikeigenen PDMS herstellt.

„SDC hilft uns unter anderem, die von den Medizingeräten in medizinischer Güte bereitgestellten Therapieinformationen unmittelbar in den datenverarbeitenden Systemen der Charité bearbeiten zu können. Durch  weniger zu berücksichtigende Schnittstellen kann darüberhinaus der administrative Aufwand für das Einrichten neuer Intensivplätze reduziert werden“, so Prof. Dr. Sylvia Thun, Director of eHealth and Interoperability am Berlin Institue of Health (BIH). Das BIH steht in einem gemeinsamen Forschungsverbund mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Sicher in beide Richtungen
Im Unterschied zu der bisherigen Kommunikationsarchitektur wird die Verfügbarkeit und Verarbeitung der Daten von Medizingeräten auf der Grundlage von SDC deutlich verbessert und die Sicherheit erhöht. Ein Vorteil der direkten Anbindung an zentrale Serverkapazitäten ist die Zeitsynchronisation: Der Zeitstempel von ermittelten Werten und Ereignissen stimmt zuverlässig mit dem Zeitsignal eines zentralen NTP (Network Time Protocol)-Servers überein. Dadurch können sie korrekt im PDMS/KIS abgebildet und ausgewertet werden. Dies verringert den Dokumentationsaufwand von medizinischen Eingriffen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Charité und erhöht die Rechtssicherheit der Akten. Die gegenseitige Authentifizierung stellt zudem sicher, dass nur zugelassene Geräte und Systeme Informationen untereinander austauschen können. Daten werden mit einer State-of-the-Art Verschlüsselung (Ende-zu-Ende) auf Basis von Zertifikaten geschützt übertragen. Auf diese Weise werden sie manipulationssicher kommuniziert und das System ist an dieser Stelle gegen Angriffe von Hackern geschützt.

Hersteller der Beatmungsgeräte Evita V600, Evita V800 ist die Drägerwerk AG & Co. KGaA.

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1 Service-Oriented Device Connectivity

2 Lehne M. et al.: Why digital medicine depends on interoperability, npj Digital Medicine (2019)2:79; https://doi.org/10.1038/s41746-019-0158-1