Selbstretter und Fluchtgeräte: Sichere Flucht aus dem Gefahrenbereich
—Für plötzlich auftretende Gefahrensituationen bietet Dräger Ihnen eine breite Palette an Selbstrettern und Fluchtrettern - von Filterselbstrettern wie Fluchthauben bis hin zu Sauerstoffselbstrettern. Ein Sauerstoffselbstretter oder umgebungsluftunabhängiger Selbstretter ist ein tragbares Gerät, das Atemluft bereitstellt, wenn der Sauerstoff in der Umgebungsluft knapp wird, oder bei Vorhandensein von Giftgasen wie Kohlenmonoxid. Sauerstoffselbstretter werden in Bereichen verwendet, in denen ein Risiko für plötzliche Brände oder Explosionen besteht, wodurch sich die Qualität der Umgebungsluft so verschlechtert, dass sie gefährlich einzuatmen ist. Wenn Hilfe von außen nicht sofort zur Verfügung steht, sind die Betroffenen zuerst auf sich selbst angewiesen und müssen eine ausgerüstete Fluchtkammer erreichen können. Sauerstoffselbstretter sorgen dafür, dass ihnen hierfür ausreichend Zeit zur Verfügung steht.
NEU: Dräger PAS® Micro CFH Kurzzeit-Pressluftatmer
—Der Dräger PAS® Micro CFH ist ein Kurzzeit-Pressluftatmer, der verlässlichen Atemschutz für kurzzeitige, leichte Arbeiten oder Fluchtmaßnahmen in kontaminierten Umgebungen bietet. Die innovative Haube mit konstantem Luftstrom sorgt für klare Sicht und hohen Tragekomfort, insbesondere bei Brillen- und Bartträgern. Die Einsatzdauer beträgt bis zu 17 Minuten.

Von Sauerstoffselbstretter bis Brandfluchthaube
—Der Begriff Selbstretter bezeichnet eine Gruppe von Rettungsmitteln, die es dem Nutzer ermöglicht, sich aus einer misslichen Lage selbst zu befreien. Es gibt verschiedene Arten von Selbstrettern, die je nach Einsatzgebiet unterschiedlich konstruiert sind. Prinzipiell können auch Rettungsringe oder Schutzwesten in diesen Bereich gezählt werden. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung ist Dräger aber Experte für alle Selbstretter, bei denen Atemschutz im Mittelpunkt steht.
Arten von Selbstrettern und Fluchtgeräten im Überblick
Sauerstoffselbstretter | Druckluftfluchtgeräte | Brandfluchthaube |
Komfort-Mundstück | schwer entflammbare Haube | umhüllt Kopf vollständig |
automatisches Überdruckventil | konstanter Luftstrom | Filter austauschbar |
für 30 oder 60 Minuten Schutz | für 10 bis 15 Minuten Schutz | mindestens 15 Minuten Schutz |
Das richtige Fluchtgerät für die sichere Flucht
—Gefährdungsbeurteilung und Notfallplan sind die Basis für die Auswahl des geeigneten Fluchtgeräts; Ob Sauerstoffselbstretter oder filtrierender Fluchtretter - relevant sind Gefahrstoffbelastung, Fluchtweglänge, möglicher Sauerstoffmangel oder Feuer. Hier ein Überblick über die Faktoren zur Auswahl eines geeigneten Fluchtgerätes:
1. Gefahrstoffe
Welche Gefahrstoffe (Gase, Dämpfe, Partikel) können auftreten? Wo liegen die Grenzwerte? Mit welchen Maximalkonzentrationen ist bei einem Zwischenfall zu rechnen?
2. Feuer- und Ex-Gefahr
Wie hoch ist das Risiko, dass es zu einem Brand oder zu Explosionen kommt? Braucht das Fluchtgerät eine ATEX-Zulassung? Muss es Schutz vor schädlichen Brandgasen bieten? Muss das Material flammfest sein? Ist ausreichend Sauerstoff vorhanden?
3. Schutzfaktoren
Aus der Bestimmung möglicher Gefahrstoffe, den geltenden Grenzwerten und der höchstmöglichen Gefahrstoffkonzentration leitet sich der Wert des Schutzfaktors ab, den das Fluchtgerät aufweisen muss, um im Fluchtfall einen ausreichenden Schutz leisten zu können.
4. Fluchtzeit
Aus dem Notfallschutzplan resultiert das Zeitfenster, das für eine Flucht in bestimmten Notfallszenarien offensteht. Das Fluchtgerät sollte dieses Zeitfenster (Minimum) einhalten können.
5. Zufluchtsort
Können sich die Anwender in einen sicheren Bereich flüchten und müssen möglicherweise auf eine weitere Evakuierung warten?
6. Belastung
Atemschutz ist für den Anwender eine zusätzliche Belastung durch das Gewicht und den Atemwiderstand der Ausrüstung. Dazu kommen oft noch Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und eine schlechte Sicht. Atemschutzgeräte sollten daher ein geringes Gewicht und niedrige Atemwiderstände bieten.
7. Benutzerfreundlichkeit
Eine intuitive und schnelle Handhabung des Selbstretters kann im Alarmfall wertvolle Sekunden sparen und Leben retten. Je einfacher ein Fluchtgerät zu handhaben ist, desto geringer ist die Gefahr von Anwendungsfehlern.
8. Wirtschaftlichkeit
Neben den Anschaffungskosten gibt es weitere Kriterien für die Wirtschaftlichkeit eines Fluchtgeräts: Lebensdauer (Haltbarkeit bei Lagerung), Wiederverwendbarkeit, die Verwendungsmöglichkeit auch bei regulären Atemschutzeinsätzen, Wartungsintensität und Reinigungsaufwand.

Mieten Sie die Sicherheitsausrüstung, die Sie brauchen
Egal ob Vollmaske, Pressluftatmer oder Fluchtgerät – viele Dräger-Produkte aus dem Bereich Atemschutz bietet Ihnen unser Rental Service auch zur Miete an. Für einen Tag oder mehrere Monate – immer schnell verfügbar, wenn Sie es brauchen und online buchbar.
Für zeitlich befristete Einsätze, z.B. in Kanälen, im Tunnelbau oder im Bergbau, lohnt es sich ggfs., ein Fluchtgerät zu mieten anstatt zu kaufen. Die Selbstretter werden nach dem Einsatz geprüft und wieder einsatzfähig aufbereitet - das minimiert den Aufwand für Sie.
Sichere Flucht bei Industrienotfällen
—Dank unserer viele Jahrzehnte langen Erfahrung haben wir einen geschulten Blick für das Ganze – wir können Ihnen helfen, Ihre Industrieanlage auf Notfälle vorzubereiten. Werfen Sie einen Blick auf unsere umfassenden Lösungen für Flucht- und Rettungssituationen am Arbeitsplatz. Wir beraten Sie gerne bei Sicherheits-, Flucht- und Notfallkonzepten für Ihr Industrieunternehmen.

Wenn der Weg zu weit ist - Fluchtkammern, Fluchträume und Rettungsfahrzeuge
—Fluchtkammern und Rettungsfahrzeuge sind entscheidend für die Sicherheit in gefährlichen Arbeitsumgebungen, da sie im Notfall Schutz bieten und eine schnelle, effektive Rettung ermöglichen. Während Fluchtkammern den Arbeitern eine sichere, atembare Zuflucht bieten, gewährleisten Rettungsfahrzeuge, dass Rettungsteams schnell und gut ausgerüstet an den Einsatzort gelangen, wodurch die Chancen auf eine erfolgreiche Rettung maximiert werden.

Fluchtkammern und -räume
Die Idee der Fluchtkammern und Fluchträume stammt aus dem Bergbau und sind auch bei großen Infrastrukturprojekten mit weiten Wegstrecken, wie etwas beim Bau von Tunneln, für die Sicherheit der Arbeiter unerlässlich. Fluchtkammern und Fluchträume bieten auch Schutz bei Zwischenfällen in Fabriken oder Produktionsstätten, die mit gefährlichen Chemikalien oder Gasen arbeiten. Ebenso können Fluchtkammern auf Plattformen und Anlagen Leben retten, die mit der Förderung und Verarbeitung von Öl und Gas zu tun haben.
In einem Notfall zählt jede Minute. Fluchtkammern bieten den Arbeitern Schutz, während Rettungsmaßnahmen organisiert und durchgeführt werden. Dies gibt den Rettungskräften wertvolle Zeit, um sicher und effektiv zu agieren. Daher ist die Installation solcher Kammern Teil eines umfassenden Risikomanagementplans, der darauf abzielt, die Auswirkungen von Unfällen zu minimieren und die Sicherheit der Belegschaft zu gewährleisten.

Rettungsfahrzeuge
Rettungsfahrzeuge ermöglichen es den Rettungsmannschaften, schnell und effizient zu den Einsatzorten zu gelangen, insbesondere in großen und weitläufigen unterirdischen Anlagen. Dies ist entscheidend, um die Reaktionszeit in Notfallsituationen zu minimieren. Diese Fahrzeuge sind so konzipiert, dass sie den Rettungskräften Schutz vor gefährlichen Umgebungsbedingungen wie toxischen Gasen, Rauch oder extremen Temperaturen bieten. Dadurch können die Rettungskräfte ihre Atemschutzgeräte schonen und ihre Ausdauer und Effektivität erhöhen.
Bei großen Tunnelprojekten, sei es im Bau oder in der Wartung, sind Rettungsfahrzeuge entscheidend, um im Falle eines Notfalls schnell reagieren zu können, insbesondere wenn der Zugang zu den betroffenen Bereichen schwierig ist. In großen Industrieanlagen mit weitläufigen unterirdischen Netzwerken, wie z.B. unterirdischen Lagerstätten oder Versorgungsleitungen, können Rettungsfahrzeuge ebenfalls von unschätzbarem Wert sein.
FAQ: Häufige Fragen zu Selbstrettern
—Videos
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Sauerstoffselbstretter Dräger Oxy
Dräger Oxy 3000 und 6000 sind tragbare Sauerstoffselbstretter, die im Notfall 30 bzw. 60 Minuten lang Atemluft zur Verfügung stellen. Sehen Sie in diesem Video, wie sich Arbeiter damit in Sicherheit bringen können.

Fluchtgeräte Dräger PAS Colt und PAS Micro
In diesem How-to-use Video wird Ihnen der korrekte Umgang mit den Geräten Dräger PAS Colt und Dräger PAS Micro gezeigt und erklärt, was Sie nach dem Gebrauch beachten müssen.

Fluchthaube Dräger PARAT anlegen
Dieses Video zeigt die korrekte Anwendung der PARAT Fluchthaube in der Soft Pack-Verpackung. Das Video ist in 3 Kapitel unterteilt: Anlegen der Haube, Filterwechsel, Trage- und Befestigungsoptionen.
Downloads
—Unter Zeitdruck fundierte Entscheidungen zu treffen – das können Führungskräfte trainieren und diese Kenntnisse an ihre Mitarbeiter weitergeben. Verlässliche Fluchtgeräte erhöhen die Chancen, Menschen im Notfall vor gravierendem Schaden zu schützen. Erfahren Sie mehr über die Erfolgsfaktoren für Fluchtszenarien.

Lösungen für effektives Störfallmanagement
Gefahren erkennen, schnell agieren, Arbeitsorte evakuieren. Immer mit dem Ziel vor Augen, sowohl Mensch als auch Anlage bestmöglich vor Schaden zu schützen. Lesen Sie, welche Lösungen Dräger für Ihren Notfallplan in der Industrie bereithält. (Englisch)

Fluchtsituationen sicher meistern – mit Dräger-Lösungen
Jede Flucht- und Gefahrensituation löst Stress aus. Damit in einer solchen Situation klar ist, wie Ihre Mitarbeiter in Sicherheit kommen, bieten wir eine professionelle Beratung und Produktauswahl an. Hier ein Überblick über unser Portfolio an Fluchtgeräten. (Englisch)

Kopflos – oder mit Sinn und Verstand?
Wie verhalten sich Menschen auf der Flucht? Agieren sie wohlbedacht und selbstreflektiert oder geraten sie in Panik? Unser Leitfaden "Drei Mythen über menschliches Verhalten in Fluchtsituationen" geht dem Ganzen auf die Spur.

















