FAQ
—Produkte der Dräger Interlock-Serie sind Atemalkohol-Messgeräte, kombiniert mit einer Wegfahrsperre. Dräger bietet folgende Alkohol-Interlocks an: Dräger Interlock® 7000, Dräger Interlock® 5000 und Dräger Interlock® XT.
Das Dräger-Interlock® besteht aus zwei wesentlichen Komponenten: dem Atemalkohol-Messgerät mit dem Messsystem, das sich im Innenraum des Fahrzeugs befindet, sowie dem Steuergerät, das in der Regel unter dem Armaturenbrett installiert wird und die Stromzufuhr zum Anlasserrelais des Fahrzeugs freischaltet bzw. blockiert
Der hauptsächliche Verwendungszweck von Atemalkohol-Wegfahrsperren besteht darin, Personen mit Blutalkoholkonzentrationen oberhalb eines vorgegebenen Grenzwertes am Führen eines Fahrzeuges zu hindern. Alkohol-Wegfahrsperren lassen sich auch einsetzen, um den Zugang zu Maschinen oder bestimmten Orten zu begrenzen.
Das Interlock 7000 bietet Ihnen die modernste Technologie auf dem Alkohol-Interlock-Markt. Das Gerät ist geeignet für den Einsatz in Trunkenheitsfahrer-Programmen und für präventive Anwendungen z. B. in Bus, LKW oder Gabelstapler. Das Interlock 7000 ist sehr schnell einsatzbereit, oberhalb von 0 °C in weniger als 4 Sekunden. Außerdem hat das Gerät einen niedrigen Stromverbrauch (kleiner 1 mA im Ruhezustand) und erfüllt die ADR-Bestimmungen für Gefahrguttransport.
Eine Bluetooth-Schnittstelle ermöglicht die schnelle, kabellose Datenübertragung. Je nach Kundenanforderung kann das Gerät zusätzlich mit einer Kamera und/oder GPRS-Modul zur mobilen Datenübertragung ausgerüstet werden. Das moderne Design, die hohe Messgenauigkeit, die Mundalkoholerkennung und die hohe Datensicherheit runden das Profil des Gerätes ab.
Das Interlock 5000 ist nur für den präventiven Einsatz geeignet. Es verfügt nicht über die notwendigen Zulassungen, die für den Einsatz in einem Trunkenheitsfahrer-Programm vorgeschrieben sind. Oberhalb von 0 °C ist das Gerät in weniger als 16 Sekunden einsatzbereit, der Stromverbrauch im Ruhezustand ist kleiner 1 mA. Wie beim Interlock 7000, wird auch beim Interlock 5000 das Mundstück auf der Rückseite des Handteils aufgesteckt. Dadurch sind beide Geräte auf den ersten Blick nicht als Alkohol-Wegfahrsperren erkennbar.
Das Interlock XT ist geeignet für den Einsatz in Trunkenheitsfahrer-Programmen und für präventive Anwendungen. Oberhalb von 0 °C ist das Gerät in 50 Sekunden einsatzbereit. Wie das Interlock 7000 und Interlock 5000, kann das Interlock XT in nahezu alle Fahrzeugtypen installiert werden.
Bevor ein Fahrzeug gestartet werden kann, verlangt die Alkohol-Wegfahrsperre vom Fahrer eine Atemprobe mit einer Atemalkoholkonzentration unterhalb eines bestimmten Grenzwertes. Im Handteil wird die Atemprobe analysiert. Liegt das Messergebnis der Atemalkoholkonzentration unter dem eingestellten Grenzwert, wird die Stromzufuhr zum Anlasser des Motors freigegeben. Bei einem Messergebnis oberhalb des Grenzwertes wird der Motorstart zuverlässig verhindert.
„Alkohol-Interlock“ ist die allgemeine Bezeichnung für Fahrzeug-Wegfahrsperren, die mit einem Atemalkohol-Messgerät kombiniert sind. Das "Dräger Interlock® 7000" ist das den Europäischen Normen EN 50436-1 und EN 50436-2 entsprechende Produkt aus dem Hause Dräger, dem Weltmarktführer im Bereich der Atemalkoholmessgeräte.
Es gibt drei Anwendungsbereiche für alkoholsensitive Wegfahrsperren:
- für den präventiven Einsatz bei der Personenbeförderung und beim Gütertransport (z.B. in LKW, Bussen, Flottenfahrzeugen, Gabelstaplern oder Kränen)
- für den präventiven und gleichzeitig gesetzlich vorgeschriebenen Einsatz in der Personenbeförderung (z.B. in Schulbussen in Frankreich oder Finnland)
- für gesetzlich vorgeschriebene „Trunkenheitsfahrer-Programme“ anstelle oder nach einem Führerscheinentzug für alkoholauffällig gewordene Kraftfahrer
Nein, Fachwerkstätten können mit Hilfe der Installationsanleitung das Interlock 7000 in jedes Fahrzeug problemlos einbauen. Dräger hat in Deutschland ein flächendeckendes Service-Netz von Partnerwerkstätten, in welchen die Produkte der Dräger Interlock®-Serie durch entsprechend ausgebildetes Personal eingebaut werden können. In den Partnerwerkstätten können außerdem der jährliche Service und die Kalibrierung durchgeführt werden.
Alkohol-Interlocks, die die Anforderungen der Europäischen Normen EN 50436-1 oder EN 50436-2 erfüllen, erkennen zuverlässig Umgehungs- und Manipulationsversuche. Das Interlock 7000 erfüllt alle Anforderungen der EN 50436-1 (Einsatz in Trunkenheitsfahrer-Programmen) und der EN 50436-2 (allgemein-präventiver Einsatz). Wird beispielsweise ein Atemtest durch ein Hilfsmittel und nicht von einer Person abgegeben (z.B. Luftpumpe), wird dies vom Interlock 7000 erkannt und der Motorstart wird verhindert.
Kinder sind aufgrund des geringen Atemvolumens nicht in der Lage, den Atemtest abzugeben. Eine nüchterne erwachsene Person könnte grundsätzlich eine Atemprobe für einen alkoholisierten Fahrer abgeben. In präventiven Anwendungen wäre diese Vorgehensweise allerdings sehr unwahrscheinlich. In „Trunkenheitsfahrer-Programmen“, wo eine gewisse Co-Abhängigkeit zwischen dem Programmteilnehmer und Familienmitgliedern bestehen kann, werden während der Fahrt Wiederholungstests angefordert. Um diese zu bestehen, müsste der nüchterne Beifahrer während der ganzen Fahrt neben dem alkoholisierten Fahrer sitzen bleiben, um angeforderte Wiederholungstests während der Fahrt ebenfalls abgeben zu können.
Im Allgemeinen wird kein nüchterner Fahrgast bereit sein, für einen betrunkenen Autofahrer eine Atemprobe abzugeben, weil er sich damit selbst gefährden würde und zudem ein solches Verhalten strafrechtlich relevant sein kann.
Durch den Einsatz der Kamera Interlock 7000 kann man verhindern, dass ein Atemtest vom Beifahrersitz aus abgegeben werden kann.
Ja, sämtliche Manipulationen, Umgehungsversuche und Startversuche unter Alkoholeinfluss werden im Datenspeicher des Gerätes aufgezeichnet.
Ja, solange diese Personen eine Atemprobe mit einer Alkoholkonzentration unterhalb des eingestellten Grenzwertes und dem erforderlichen Volumen der Atemprobe abgeben, können sie das Fahrzeug starten. Aus hygienischen Gründen kann jeder Fahrer sein eigenes oder ein neues Mundstück verwenden.
Nein, nachdem die Zündung ausgeschaltet wurde, kann der Motor innerhalb einer festgelegten Zeit ohne Durchführung eines Atemtests erneut gestartet werden. Diese sogenannte Freistartzeit kann je nach Anwendung individuell festgelegt werden. In präventiven Anwendungen liegt diese in der Regel bei 30 Minuten.
Ja, eine alkoholsensitive Wegfahrsperre sollte regelmäßig entsprechend der Herstelleranweisungen überprüft, gewartet und kalibriert werden. Dieser Vorgang kann durch eine der autorisierten Dräger Partner-Werkstätten durchgeführt werden. Dräger empfiehlt, eine solche Überprüfung einmal jährlich durchführen zu lassen.
Der geschulte Techniker führt eine Überprüfung und Kalibrierung des Gerätes mit Hilfe spezieller Soft- und Hardware durch. Hierbei wird das Interlock 7000 mit einem Ethanol-Prüfgas beaufschlagt und neu justiert. Gleichzeitig werden evtl. Software-Updates ausgeführt und eine neue Firmware installiert.
In der Regel sind die Service-Leistungen in weniger als einer Stunde durchgeführt. Ein konkretes Angebot erhalten Sie von unserem Service- und Vertriebspartner.
Wie jedes technische Gerät kann auch eine Alkohol-Wegfahrsperre in seltenen Fällen eine Fehlfunktion aufweisen. Die Erfahrungen mit dem Dräger Interlock® zeigen jedoch, dass es äußerst selten zu relevanten technischen Defekten kommt. Mit einer absolut fehlerhaften alkoholgesteuerten Wegfahrsperre kann ein Motor nicht gestartet werden. Bei kleinen technischen Störungen gibt es die Möglichkeit, über eine der Dräger Partner-Werkstätten einen temporär gültigen Freischaltcode zu erhalten, um das Dräger Interlock® zu überbrücken und den Fahrzeugmotor auch ohne Atemprobe zu starten.
Nein, das Dräger Interlock® kann nicht in den laufenden Motor eingreifen.
Ja, wenn die Person unmittelbar vor Abgabe der Atemprobe alkoholhaltige Lebensmittel, Getränke, Mundsprays oder Medikamente zu sich genommen hat, kann der im Mundraum befindliche Mundrestalkohol zu einer Atemalkoholanzeige und somit Sperrung der Zündung des Fahrzeugmotors führen. Deshalb wird Fahrzeugführern empfohlen ca. 10 Minuten vor Abgabe der Atemprobe keinerlei Lebensmittel, Getränke oder Medikamente zu sich zu nehmen. Falls die Luft im Fahrgastraum mit z.B. mit aus Scheibenreinigungsmitteln stammenden Alkohol angereichert ist, und diese Luft durch den Fahrer unmittelbar vor der Atemprobe eingeatmet wird, kann es eventuell zu positiven Alkoholkonzentrationsmessungen kommen.
Das Interlock 7000 kann erkennen, ob es sich beim detektierten Alkohol in der Atemprobe um Atemalkohol oder lediglich um Mundalkohol handelt. Falls das Gerät Mundalkohol erkennt, verringert sich automatisch die Sperrzeit bis ein erneuerter Atemtest abgegeben werden kann.
Nein, alkoholsensitive Wegfahrsperren, die die Anforderungen der Europäischen Normen EN 50436-1 oder EN 50436-2 erfüllen, sprechen nicht auf möglicherweise störende Stoffe wie z. B. Aceton an, welches bei bestimmten Erkrankungen in der Ausatemluft vorhanden sein kann. Das Dräger Interlock® misst spezifisch Alkohol.
Restalkohol ist der gemessene Alkoholwert, der Stunden nach dem Alkoholkonsum noch vorhanden sein kann. Der Blutalkoholgehalt eines durchschnittlichen Menschen verringert sich zwischen 0,1 und 0,15 ‰ pro Stunde. Hat man zum Beispiel einen Alkoholwert von 1,0 ‰ erreicht, ist der Restalkoholwert fünf Stunden später bei einem Mann ca. 0, 25 ‰, bei einer Frau ca. 0,5 ‰.
Mundalkohol ist der gemessene Alkoholwert im Mundraum kurz nach Alkoholkonsum. Er verflüchtigt sich in der Regel nach ca. 5 Minuten.
Atemalkohol ist die Bestimmung der Alkoholkonzentration aus dem Atem bzw. der tiefen Lungenluft. Die Atemalkoholkonzentration wird gemessen in Milligramm pro Liter; 0,5 mg Ethanol in 1 L Luft ist gleich 0,5 mg/L.
Blutalkohol ist die Bestimmung der Alkoholkonzentration aus dem Venenblut. Sie wird gemessen in Promille; 1 g Ethanol in 1 kg oder 1 L Blut ist gleich 1 ‰.
In der Regel wird innerhalb von 5 Minuten möglicherweise vorhandener Alkohol im Mundraum durch den Speichel aufgenommen bzw. im Körper absorbiert, so dass es nach dieser Zeit zu keiner erhöhten Anzeige aufgrund von Mundalkohol mehr kommt. Prinzipiell wird Fahrzeugführern daher empfohlen, ca. 10 Minuten vor Abgabe der Atemprobe keinerlei Lebensmittel, Getränke oder Medikamente zu sich zu nehmen.
Alkohol ist Alkohol, unabhängig ob dieser in Form von Bier, Wein oder Medikamenten zu sich genommen wurde. Wenn die Alkoholkonzentration im Körper den eingestellten Grenzwert übersteigt, wird eine alkoholsensitive Wegfahrsperre den Start des Motors verhindern.
In den meisten Ländern wird der Alkoholgehalt nicht angezeigt, technisch ist es jedoch möglich.
Das ist bewusst so gestaltet, um zu verhindern, dass sich Kraftfahrer an die erlaubte Promille-Grenze "herantrinken".
Innerhalb der präventiven Anwendung ist der Grenzwert bestimmbar, wird allerdings innerhalb des Produktionsprozesses programmiert. Dräger empfiehlt, einen Grenzwert von 0,2 bzw. 0,3 Promille festzulegen.
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Der Einbau eines Dräger-Interlock® wird nach Aufwand (in der Regel ca. 1 bis 2 Stunden) berechnet und hängt von den Gegebenheiten des jeweiligen Fahrzeuges ab. Ein konkretes Angebot erhalten Sie bei unserem Service- und Vertriebspartner.
Eine sehr kurze Aufwärmphase und schnelle Betriebsbereitschaft zeichnen das Interlock 7000 besonders aus. Es ist bei Temperaturen über 0 °C sofort einsatzbereit. Mit einem zugelassenen Betrieb in einem Temperaturbereich von -45 °C bis 85 °C ist sichergestellt, dass das Gerät bei jeglichen Umgebungsbedingungen einwandfrei und zuverlässig funktioniert.
Zu den Produkten
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Dräger Interlock 7500
Das Dräger Interlock® 7500 ist eine atemalkoholgesteuerte Wegfahrsperre. Nach einer Atemalkoholmessung hindert es alkoholisierte Fahrer daran, das Fahrzeug zu starten.
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