FAQs rund um Dräger INARA – den digitalen Sicherungsposten
—Der digitale Sicherungsposten Dräger INARA ist der Game Changer für die Arbeitssicherheit beim Befahren von Behältern.
Anwendung
Nein. Die von Dräger gestellten Monitoring und Monitoring Field Operator sind entsprechend ausgebildet und entscheidend für das hohe Maß an Sicherheit, das INARA bietet.
Ja, INARA eignet sich sowohl für CSE (Confined Space Entry) als auch für kurzfristige Tageseinsätze (Heißarbeiten), bei denen kein direktes Eingreifen des Sicherungspostens von Nöten ist. Diese Arbeiten können sowohl im Shutdown als auch im Tagesgeschäft stattfinden. Für andere Tätigkeiten (z.B. Heißarbeiten mit Einsatz von Feuerlöschern oder Arbeit mit Höhensicherungsgeräten) sind Sicherungsposten weiterhin sinnvoll.
Wir haben bereits erste erfolgreiche Kundenprojekte durchgeführt, unter anderem bei DOW in Böhlen.
Johannes Wermann, Lead EH&S Delivery Manager bei DOW, sagt über INARA: “Wir sind vom Dräger Monitoringsystem INARA wirklich begeistert. Bei unseren Tests konnten wir viele positive Erfahrungen sammeln. Das System dient nicht nur dem Arbeits- und Gesundheitsschutz, sondern ermöglicht auch effizienteres Arbeiten, da sich die Koordinatoren jederzeit über den Fortschritt der Arbeiten informieren können. Dadurch können negative Wechselwirkungen vermieden und Stillstandzeiten verkürzt werden.“
Die SaaS Komponente vom Dräger INARA System läuft auf einer Microsoft Azure Cloud in Irland. Die Server-Standorte befinden sich in Westeuropa (Amsterdam). In den USA, Australien und Japan wird es jeweils ein lokales Microsoft-Hosting geben. Dräger legt Wert auf ein Datenhosting im Einklang mit den geltenden Datenschutzregelungen und die Gewährung einer hohen Datensicherheit nach dem Stand der Technik.
Beim aktuellen Microsoft Azure Cloud Server für Projekte in der EU ist das nicht erforderlich. Projekte außerhalb der EU werden jeweils auf regionalen Servern von Microsoft gehostet.
Ja, die vom Dräger INARA System verwendeten Komponenten, wie z.B. die Übertragung der Video-Kommunikation, der Audio-Kommunikation, Event-Kommunikation und auch Übertragung zwischen Workplace-Box, LTE-Router und der Web-Applikation erfolgt verschlüsselt über ein VPN und ist so vor unberechtigten Zugriffen Dritter geschützt.
Für jedes Projekt kommt ein eigenes VPN zum Einsatz und der Zugriff ist nur mit dedizierten Zertifikaten auf den Geräten möglich.
Der VPN nutzt die ChaCha20-Verschlüsselung.
Grundsätzlich haben autorisierte Nutzer (wie z.B. der Monitoring Operator) Zugriff auf die Daten. Dieser Personenkreis wird projektspezifisch anhand eines (abgestuften) Berechtigungskonzeptes in der Web-Applikation festgelegt.
Die INARA Monitoring Operator überwachen die kritischen Arbeitsstellen von der Operator Position aus. Sie haben entsprechende Erfahrung im Bereich der Arbeitssicherheit aus zahlreichen Projekten als Sicherungs- bzw. Befahrposten und Sicherheitsaufsicht oder vergleichbarer Funktion.
Zusätzlich zur Ausbildung als Sicherungsposten durchlaufen sie eine Ausbildung zum INARA Monitoring Operator, die alle Leistungsbausteine aus der INARA Event-Aktions-Matrix enthält und durch den TÜV Rheinland im Inspektions-Zertifikat vorgeschrieben ist.
KI wird aktuell noch nicht eingesetzt. Die Architektur von INARA ist aber so designed, dass in der Weiterentwicklung die Integration von KI vorgesehen ist.
Die Speicherdauer kann vom Kunden projektspezifisch festgelegt werden. INARA ermöglicht eine Speicherung von allgemeinem Videomaterial bis zu 2 Tage. Daten zu dezidierten Vorkommnissen (unsichere Situationen, Evakuierungen, Unfälle) werden für die gesamte Laufzeit des Projekts gespeichert und auf Wunsch dem Kunden übergeben oder gelöscht.
In Abstimmung mit dem Kunden werden Videomaterial, Gasmesswerte sowie Ereignisse (Badge-Events, Alarme, Systemzustände, Anrufe) und Mitarbeiterstammdaten (Rolle) gespeichert.
Die Datenschutzverträge, welche weitergehende Beschreibungen zu den Inhalten der Datenverarbeitung enthalten, sind bereits ausgearbeitet und werden dem Kunden in Form eines Rahmen-Auftragsverarbeitungsvertrags (AV-Vertrag) zur Verfügung gestellt. Datenschutzkonzepte und -prozesse des Kunden können berücksichtigt werden.
Neben der Beschreibung der „Technischen und Organisatorischen Maßnahmen“ im AV-Vertrag wurde darüber hinaus ein Security Case erstellt. Dräger strebt zudem die Konformität mit der RED (Radio Equipment Directive, die EU Funkanlagen Richtlinie) Kapitel 3.3 an.
Wo Daten digital verarbeitet werden, können Cyberattacken nicht ausgeschlossen werden. Dräger verfügt über ein Datenschutz- und Informationssicherheitsmanagementsystem, sowie einen IT-Security Bereich / Security Operations Center. Es bestehen dezidierte Prozesse für Sicherheitsvorfälle. Sicherheitsvorfälle, die Kundendaten betreffen, werden von den zuvor genannten Dräger Datensicherheitsexperten gemeinsam mit den dafür verantwortlichen Stellen beim Kunden gelöst und aufgearbeitet.
Der Zugriff auf das System ist nur mit dezidierten INARA-Geräten möglich, die über VPN und Zertifikat geschützt sind. Der Benutzerzugriff ist in der Web-Applikation mit einer 2-Faktor-Authentifizierung gesichert.
Nur das Projekt-Personal hat Zugriff auf die Daten, also die Monitoring Operator sowie die Projektleitung.
Das liegt in der Verantwortung des Auftraggebers. Der Auftraggeber unterzeichnet vor Beginn des Projekts eine Datenverarbeitungs-Vereinbarung.
Funktionalität
Die Systemsprachausgabe ist aktuell Englisch. Allerdings können weitere Sprachen auf Anfrage nachgepflegt werden.
802.11n
Die für den Außenbereich bestimmten Komponenten des INARA Systems können im Temperaturbereich von -20 °C bis +50 °C eingesetzt werden.
2,4 GHz
140° Field of view bei 1280 x 720 Pixel.
Die Konstruktion der Kamera verhindert ein Beschlagen.
Die Kamera verfügt über ein starkes Notlicht. Somit kann auch bei schlechten Lichtverhältnissen weiter ein Bild übertragen werden.
Sollte die Funkverbindung zu Komponenten im INARA System INARA abbrechen, werden der Arbeiter und der Monitoring Operator alarmiert.
INARA ist kompatibel mit den Bluetooth-fähigen Gaswarngeräten Dräger X-am 2800 und X-am 5800. Weitere Bluetooth-fähige Gaswarngeräte von Dräger werden hinzukommen.
INARA selbst besitzt keine Pumpe. Die eingesetzte Dräger Gasmesstechnik, z.B. das Dräger X-am 2800 oder 5800, kann mit einer Sonde ausgestattet werden und dadurch die Gaswerte direkt am Arbeitsplatz messen.
Aktuell erfordert INARA ein LTE-Mobilfunknetz. Dräger entwickelt bereits alternative Konnektivitätslösungen.
Die Operator Position kann auch via Mobilfunk oder Starlink mit der Cloud verbunden werden. In dieser Cloud wird das ganze System gehostet, also alle (Video-)Daten und Gasmesswerte.
Benötigt werden ca. 200 Kbit/s bis 1 Mbit/s uplink pro Kamera.
Nein, INARA kann alle Mobilfunkanbieter verwenden, die ein LTE-Netz bereitstellen.
Das System ist so ausgelegt, dass sich alle Mitarbeiter und Kontraktoren anmelden können.
Die ID-Karte enthält im Regelfall nur eine Nummer. Im System sind in der Regel zugehöriger Name sowie Firma hinterlegt. Es können aber auch andere Daten mit der ID-Karte verknüpft werden.
Mit INARA kann flexibel auf die verschiedensten Gegebenheiten reagiert werden.
Wenn keine WLAN-Verbindung zwischen den Geräten möglich ist, kann kabelgebunden gearbeitet werden – diese Kabel können bis zu 50 Meter überbrücken.
Außerdem haben wir die Möglichkeit, bei größeren Anlagen mehrere Router ins Feld zu bringen. So können wir auch ganze Anlagen abdecken.
Nein, der Monitoring Operator kann von seiner Position aus die Rettungskette schneller und besser einleiten als ein Sicherungsposten. Sicherungsposten sind in der Regel nicht zur Vornahme von Rettungsmaßnahmen ausgebildet, sondern geben nur eine Warnung weiter. Ein Sicherungsposten muss dafür erst zum nächsten Nottelefon, während der Operator direkt von seinem Platz aus telefonieren und Anweisungen geben kann.
Dann greifen die im Sicherheitskonzept (Safety Case) definierten Prozesse (Benachrichtigungen, Alarme).
Für INARA wurde ein Sicherheitskonzept (Safety Case) ausgearbeitet, das vorhersehbare Fehlfunktionen und Zwischenfälle berücksichtigt, um eine einwandfreie Funktion zu erreichen.
Für die Zukunft sind Systemintegrationen und Schnittstellen zu anderen Cloud-basierten Systemen geplant, um zukünftig beispielsweise Arbeitserlaubnisscheine elektronisch übertragen zu können oder Freigabemessungen direkt mit in das INARA System zu integrieren.
Die Eignung von Mensch oder Maschine für bestimmte Aufgaben ist ein schwieriges Feld. Auf Grundlage unserer Erfahrung gehen wir davon aus, dass die Kombination aus Mensch (Monitoring Operator/Field Operator) und Maschine (INARA) die beste Lösung für sichere Shutdowns ist.
Zur vollständigen Funktion von Dräger INARA wird Bluetooth-fähige Dräger-Gaswarntechnik benötigt.
Eine LTE-Mobilfunkverbindung, Strom und einen Platz für den Monitoring Operator
Preiskonzept
Die Kosten eines INARA Systems variieren je nach Zusammenstellung und den konkreten Einsatzbedingungen stark. Für den Einsatz von INARA wird stets ein individuelles Angebot erstellt.
Nein, INARA kann nicht gekauft werden. Es handelt sich hierbei um eine mietbare Lösung, die von Dräger Rental & Safety Services zur Verfügung gestellt wird.
INARA lohnt sich sicherheitstechnisch bei jedem Projektumfang. Individuelle Einsparungen, die durch INARA möglich sind, können projektspezifisch aufgezeigt werden.
In unseren Angeboten werden feste Preise und Bereitstellungspreise vereinbart.
Regulatorisches
Das Berichtswesen erfolgt durch das INARA Reporting Tool. Diese Berichte werden dem Kunden zur Verfügung gestellt.
Bei jedem INARA-Einsatz werden alle Stakeholder involviert, dazu gehören die Betriebsräte ebenso wie die IT-Abteilung und die Betriebsleitung.
Alle Mitarbeiter werden darüber informiert, dass sie ausschließlich aus sicherheitstechnischen Gründen im Behälter überwacht werden, dabei aber keine Zeiten erfasst werden.
Dem haben alle Betriebsräte in den bisherigen Projekten zugestimmt.
Downloads
—INARA Produktinformation, DE
Nutzen Sie unser effizientes und zukunftssicheres Servicekonzept zur Überwachung kritischer Arbeiten auf Ihrer Anlage. Mit Dräger INARA* können Sie den digitalen Sicherungsposten vor Ort jetzt ganz einfach mieten. Überwachen Sie, je nach Bedarf, mehrere Einsatzorte durch die schnelle Bereitstellung von verfügbaren Geräten und qualifiziertem Überwachungspersonal.

Dräger Safety AG & Co. KGaA
Rental & Safety Services
Europark Fichtenhain B5
47807 Krefeld
